WTA: Fernandez triumphiert in Singapur – Birrell jubelt in Seoul
Leylah Fernandez gewinnt beim WTA-500-Turnier in Singapur ihren sechsten Titel auf der Tour. Talia Gibson verpasst bei ihrer Finalpremiere die Überraschung. In Seoul jubelt Kimberly Birrell.
von Stefan Bergmann
zuletzt bearbeitet:
27.09.2026, 13:11 Uhr

Leylah Fernandez hat sich beim WTA-500-Turnier in Singapur zur Siegerin gekrönt. Die Kanadierin setzte sich im Endspiel gegen Talia Gibson mit 7:5, 6:0 durch. Im ersten Satz konnte die australische Überraschungsfinalistin noch lange dagegenhalten, Fernandez übernahm aber zunehmend die Kontrolle. Vor allem beim Return setzte sie Gibson permanent unter Druck und war auch bei eigenem Aufschlag die deutlich stabilere Spielerin. Nach dem knappen ersten Durchgang war der Widerstand der 22-Jährigen schließlich gebrochen – im zweiten Satz gab Fernandez kein einziges Spiel mehr ab.
Für Fernandez ist es der sechste WTA-Einzeltitel ihrer Karriere und nach Washington 2025 der zweite auf 500er-Ebene. Auf dem Weg zum Titel hatte die Nummer sechs der Setzliste zunächst Kyoka Okamura bezwungen und anschließend Alexandra Eala sowie die topgesetzte Mirra Andreeva ausgeschaltet. Im Halbfinale drehte Fernandez gegen Maja Chwalinska nach einem völlig verpatzten ersten Satz noch ein 1:6, 6:4, 6:2.
Australisches Endspiel in Seoul
Trotz der klaren Niederlage im Endspiel war Singapur auch für Gibson ein Meilenstein. Die 22-jährige Australierin stand erstmals überhaupt in einem WTA-Einzelfinale und wird nach ihrer starken Woche erstmals in die Top 50 einziehen. Unter anderem hatte sie im Viertelfinale die an Nummer sieben gesetzte Maria Sakkari mit 6:1, 4:6, 6:2 ausgeschaltet. Im Halbfinale musste Gibson nicht antreten: Tatiana Prozorova zog wegen einer Gehirnerschütterung zurück.
Auch beim parallel ausgetragenen WTA-250-Turnier in Seoul gab es australischen Grund zum Feiern. Im ersten rein australischen WTA-Finale seit 2017 gewann Kimberly Birrell gegen Maya Joint mit 6:4, 6:2 und holte mit 28 Jahren ihren ersten WTA-Einzeltitel. Birrell hatte ihre beiden bisherigen Endspiele verloren und ließ sich diesmal auch von einem frühen 0:2-Rückstand nicht aus der Ruhe bringen. Nach 1:23 Stunden war der Premierentitel perfekt – und als zusätzliche Belohnung wird die bisherige Nummer 60 der Welt ebenfalls erstmals in die Top 50 vorstoßen.
Das Einzel-Tableau in Singapur
