Wimbledon 2026: Aufatmen beim Titelverteidiger! Sinner entgeht frühem Aus
Titelverteidiger Jannik Sinner ist am Montag in Wimbledon trotz einer lange Zeit durchwachsenen Leistung in die zweite Runde eingezogen. Der Weltranglisten-Erste musste beim 4:6, 6:3, 6:7 (6), 6:4 und 6:3 gegen einen bärenstarken Miomir Kecmanovic über die volle Distanz.
von Clemens Engert
zuletzt bearbeitet:
29.06.2026, 18:17 Uhr

Kecmanovic war zu Beginn des Matches der stabilere Spieler. Der Weltranglisten-Erste, der im ersten Satz noch sichtlich mit seinem Timing bei seiner Vorhand kämpfte, sah sich früh mit zwei Breakchancen konfrontiert, konnte jedoch zunächst das Break abwenden. Beim Stand von 4:4 zeigte Sinner dann eine ungewohnte Konzentrationslücke, als er ein 40:0 noch aus der Hand gab und tatsächlich das Break zum 4:5 kassierte. Der Serbe servierte im Anschluss souverän zur Satzführung aus.
Zu Beginn des zweiten Satzes zog der Titelverteidiger das Tempo etwas an - das frühe Break zum 2:0 war die logische Konsequenz. Sinner streute jedoch weiterhin immer wieder ungewohnte Fehler ein und konnte beim Stand von 4:2 gerade noch das Rebreak abwenden. Nach einer Spielzeit von einer Stunde und 11 Minuten war dann der Satzausgleich hergestellt.
Sinner vergibt Breakbälle
Auch in Satz drei fand der Weltranglisten-Erste seinen Rhythmus von der Grundlinie zunächst nicht. Einen Schockmoment gab es dann beim Stand von 2:2, als Sinner extrem unglücklich ausrutschte und kurz liegen blieb. Zur Erleichterung aller Anwesenden signalisierte der Titelverteidiger rasch, dass er sich nicht gröber verletzt habe. Beim Stand von 3:3 erarbeitet sich Sinner mit einem tollen Vorhand-Return zwei Breakbälle, Kecmanovic konterte mit zwei guten Aufschlägen und wehrte wenig später auch noch einen dritten Breakball ab.
Nachdem der Weltranglisten-68. bei 5:5 den nächsten Breakball abwehren konnte, ging es in den Tiebreak. Auch in diesem ging es eng zur Sache. Sinner ging zwar 3:0 in Führung, Kecmanovic drehte danach jedoch auf und ging seinerseits mit 5:4 in Führung. Mit einem stark herausgespielten Punkt und einem Ass erspielte sich der Südtiroler seinen ersten Satzball, der Serbe konnte jedoch nach einem epischen Ballwechsel auf 6:6 stellen. Ein Rückhand-Winner sorgte dafür, dass der Außenseiter danach selbst zu einem Satzball kam. Und tatsächlich: Kecmanovic spielte auch im Punkt darauf groß auf und holte sich die 2:1-Satzführung. Der Weltranglisten-Erste war nun richtig gefordert, ein vorzeitiges Aus lag in der Luft.
Nach dem turbulenten Ende des dritten Satzes plätscherte das Match zu Beginn des vierten Satzes etwas dahin. Der Serbe konnte sein unglaubliches Niveau aus dem Tiebreak nicht ganz halten und so schlug der besser werdende Sinner mit dem Break zum 4:2 zu. Der vierfache Grand Slam-Champion gewann auch die nächsten beiden Games und erzwang so einen fünften Satz.
Nun gegen Portugiesen Borges
Das Momentum schien nun klar auf Seiten des Südtirolers zu liegen, doch Kecmanovic hielt (zumindest bei eigenem Aufschlag) weiter tapfer dagegen. Beim Stand von 2:3 aus seiner Sicht unterliefen dem Serben allerdings zu viele leichte Fehler. Sinner nutzte die erste von zwei Breakchancen und ging mit 4:2 in Front. Somit war die Vorentscheidung zu Gunsten des Titelverteidigers gefallen. Nach einer Spielzeit von 3 Stunden und 28 Minuten servierte der Südtiroler aus und wendete somit ein weiteres frühes Grand Slam-Aus ab.
Im Head-to-Head mit Kecmanovic stellte der Weltranglisten-Erste somit auf 5:0. In der zweiten Runde bekommt es Sinner mit dem Portugiesen Nuno Borges zu tun, der den US-amerikanischen Qualfiikanten Tristan Boyer in drei Sätzen bezwang.
Hier das Einzel-Tableau der Herren
