Wimbledon 2026: Berrettini verabschiedet Wawrinka mit Tiebreak-Krimi
In einem atemberaubenden Tiebreak-Krimi besiegte der Italiener Matteo Berrettini in der Auftakt-Runde von Wimbledon den Schweizer Stan Wawrinka in seinem letzten Einzel-Match auf dem heiligen Rasen in vier Sätzen.
von Dietmar Kaspar
zuletzt bearbeitet:
30.06.2026, 23:42 Uhr

Viel spektakulärer konnte ein Line-up für eine Auftakt-Runde im Wimbledon kaum sein. Dabei traf mit Matteo Berrettini der Finalist von 2021 auf den dreifachen Grand-Slam-Champion Stan Wawrinka, der zum letzten Mal in seiner Karriere an der Church Road am Start war.
Und von Beginn an lieferten sich die beiden Protagonisten einen Kampf auf Biegen und Brechen, in dem sich kein Spieler vorzeitig geschlagen geben wollte. Nachdem sich der 40-jährige Wawrinka den ersten Durchgang hauchdünn mit 9:7 im Tiebreak sichern konnte, ging es im Entscheider des zweiten Durchgangs noch ausgeglichener zur Sache, ehe der 30-jährige Berrettini den Satzgleichstand nach sechs abgewehrten Satzbällen mit 18:16 herstellen konnte.
In der Endphase des dritten Durchgangs menschelte es tatsächlich mal kurz, als sich Berrettini das erste Break der Partie sichern konnte, jedoch gleich direkt danach ebenfalls sein Service abgeben musste. Und so war der nächste Tiebreak die logische Folge, den sich der Italiener mit 9:7 sichern konnte. Wieder komplett ohne Breaks ging es auch im vierten Satz in den Entscheider. Dort erspielte sich der Weltranglisten-51. drei laufende Matchbälle, musste aber noch etwas zittern, ehe er bei seiner dritten Möglichkeit den Deckel auf den finalen 6:7 (7), 7:6 (16), 7:6 (7), 7:6 (5)-Erfolg nach knapp viereinhalb Stunden draufmachen konnte. In der zweiten Runde bekommt es der italienische Davis-Cup-Sieger mit dem Tschechen Jakub Mensik zu tun, der sich gegen den britischen Wildcard-Spieler Toby Samuel in fünf Sätzen durchkämpfen konnte.
Dimitrov mit erfolgreicher Rückkehr
Wieder in die Erfolgsspur fand Grigor Dimitrov, nachdem er im Vorjahr bei einer 2:0-Satzführung gegen Jannik Sinner aufgrund einer Brustmuskelverletzung aufgeben musste und in diesem Jahr aufgrund einer Wildcard starten konnte. Gegen den australischen Qualifikanten Dane Sweeny zeigte sich der 35-jährige Bulgare in den entscheidenden Momenten konsequent zur Stelle und triumphierte nach 2:17 Stunden mit 7:6 (4), 6:3, 7:5. In Runde 2 trifft der Routinier auf den Franzosen Arthur Fils, der sich glatt in drei Sätzen gegen den Belgier Raphael Collignon durchsetzen konnte.
Hier das Einzel-Tableau der Herren aus Wimbledon
