Wimbledon 2026: Alexander Zverev ringt zum Auftakt Namenskollege Blockx nieder
In einer hartumkämpften Auftakt-Partie in Wimbledon gegen einen ebenfalls aufschlagstarken Gegner konnte sich der Hamburger Alexander Zverev gegen den Belgier Alexander Blockx in vier Sätzen behaupten.
von Dietmar Kaspar
zuletzt bearbeitet:
30.06.2026, 21:18 Uhr

Hier das gesamte Match zum Nachlesen im Liveticker
Eigentlich konnte Alexander Zverev beim Rasen-Major in Wimbledon beruhigt in seine Auftakt-Partie gegen seinen Namenskollegen Alexander Blockx gehen, schließlich konnte der French-Open-Champion auf frische Eindrücke von den beiden kürzlichen Zweisatz-Erfolgen gegen den Belgier bei den Masters-Turnieren in Madrid und Rom zurückgreifen. Gesundheitliche Zweifel bei Zverev mit seiner thematisierten Rasenallergie und bei Blockx aufgrund seiner Knöchelverletzung, die er sich bei einem Trainingsunfall in Paris an einer Abdeckplane zugezogen hatte und deshalb auf das Major in Roland Garros verzichten musste, schienen schon von Beginn an unangebracht.
Zu Beginn starteten die beiden servicestarken Spieler mit souveränen Aufschlagspielen, nur Zverev musste in der Satzmitte einmal über Einstand gehen. Während Blockx komplett darauf aus war, die Ballwechsel möglichst kurz zu halten, sah sich der deutsche Davis-Cup-Spieler bei den längeren Rallyes im Vorteil. Beim Stand von 4:4 ging die Türe für den Hamburger bei Aufschlag seines Gegners weit auf und so tütete er das Break ohne Verlustpunkt ein. Anschließend servierte der 29-Jährige den Vorsprung souverän aus und besiegelte die Satzführung mit einem Aufschlag-Winner.
Auch im zweiten Satz hielt Zverev an seiner Rückschlag-Position fest, die er gegenüber Sand deutlich weiter nach vorne verlagerte. Dennoch konnte sich keiner der beiden Protagonisten eine Break-Chance erspielen, weshalb der Tiebreak die Entscheidung bringen musste. Dort erspielte sich Zverev beim Stand von 6:5 einen Satzball, konnte diesen aber nicht nutzen und musste den Durchgang beim dritten Satzball seines Gegners mit seinem ersten Doppelfehler der Partie abgeben.
Turbulent ging es zum Auftakt des dritten Durchgangs zu. Erst sah sich Zverev drei laufenden Breakbällen gegenüber, konnte diese aber mit fünf Punktgewinnen in Folge ausbügeln. Beim Stand von 2:1 konnte der deutsche Olympiasieger seinerseits zwei Möglichkeiten nicht nutzen, ehe beide Spieler endgültig wieder ihren Rhythmus bei eigenem Service gefunden hatten und erneut den Tiebreak ansteuerten. Auch dort wacktelten bei beiden Spieler etwas die Nerven. Erst war es Zverev, der mit einem Doppelfehler das Momentum kurz abgab, ehe sich sein 21-jähriger Gegner direkt mit zwei Doppelfehlern revanchierte und damit den 1:2-Satzrückstand einläutete.
Auch im vierten Satz gaben sich beiden Spieler einmal eine Blöße bei eigenem Service, schafften es aber nach je einen Aufschlagverlust erneut in den Tiebreak. Dort hatte Zverev aber das Momentum diesmal komplett auf seiner Seite, überließ seinem Gegenüber keinen einzigen Punktgewinn und machte mit einem Ass den Sack zum 6:4, 6:7 (8), 7:6 (5), 7:6(0)-Erfolg zu.
In der zweiten Runde bekommt es Zverev mit dem Franzosen Valentin Royer zu tun, der sich gegen den Briten Harry Wendelken mit 4:6, 6:3, 6:3, 6:3 behaupten konnte.
Hier das Einzel-Tableau der Herren aus Wimbledon
