Wimbledon 2026: Das sind die Hammerpartien in Runde eins
Lockeres Reinkommen gibt es in Wimbledon 2026 nicht. Denn schon in Runde eins stehen richtige Hammerpartien an.
von Jens Huiber
zuletzt bearbeitet:
27.06.2026, 15:05 Uhr

Daniil Medvedev ist am gestrigen Freitag ganz alleine in Richtung Aorangi Park geschlendert, hat alle Grüße freundlich erwidert, Medvedev ist allseits beliebt, es sei denn, er findet einen Anlass, während eines Matches die Nerven wegzuschmeißen. Das Wimbledon-Turnier 2025 war für den Russen sehr kurz, das Aus kam schon in Runde eins gegen Benjamin Bonzi. Da verhielt sich Medvedev noch einigermaßen korrekt, nicht so wie ein paar Wochen später gegen denselben Gegner bei den US Open.
Wenn Medvedev nun am Montag nicht gleich sein A-Game mitbringt, könnten The Championships auch in der aktuellen Ausgabe schnell vorbei sein. Es geht nämlich gegen Marin Cilic, der 2017 hier ja schon im Endspiel gestanden war. Es treffen hier so nebenbei zwei Profis aufeinander, die bei den US Open jeweils einmal den Titel geholt haben: Cilic 2014 im Endspiel gegen Kei Nishikori, Medvedev sieben Jahre später mit dem Finalsieg gegen Novak Djokovic. Im Head-to-Head führt Medvedev mit 4:1-Siegen, 2021 konnte er Cilic auch in Wimbledon in fünf Sätzen bezwingen.
Berrettini erstmals gegen Wawrinka
Am Dienstag darf dann die untere Hälfte ran. Und da sticht natürlich das Treffen zwischen Jack Draper und dem an Position sechs gesetzten Taylor Fritz ins Auge. Fritz darf sich nach den starken Leistungen der letzten Wochen mit den Finalteilnahmen in Stuttgart und HalleWestfalen ja Hoffnungen auf einen tiefen Run machen. Aber dann gleich den Lokalmatador spielen zu müssen - das macht keinen schlanken Fuß. Zumal Draper von den bisherigen fünf Partien drei gewinnen konnte.
Etwas fürs Herz sollte auch das Treffen zwischen Matteo Berrettini und Stan Wawrinka werden. Mit doch deutlichen Vorteilen für den Italiener, der den Rasen mehr liebt als Wawrinka. Erfahrungswerte gibt es keine: Dieses Match hat es bislang auf der ATP-Tour noch nicht gegeben.
Und sicherlich auch ganz witzig: Die Partie zwischen Alexander Bublik und Thanasi Kokkinakis. Wenn sich letzterer beim Aufschlag spürt, dann wird sich der an Position zehn gesetzte Bublik ordentlich strecken müssen.
Hier das Einzel-Tableau der Männer
