Wimbledon: Patrick McEnroe - Zverev zählt nicht zu den Topfavoriten
Patrick McEnroe sieht Jannik Sinner als klaren Favoriten auf den Wimbledon-Titel. Alexander Zverev ordnet der frühere US-Profi dagegen hinter mehreren Konkurrenten ein.
von Stefan Bergmann
zuletzt bearbeitet:
25.06.2026, 17:15 Uhr

Mit seinem ersten Grand-Slam-Titel im Gepäck reist Alexander Zverev zwar voller Selbstvertrauen nach Wimbledon. Für Patrick McEnroe gehört der Deutsche dennoch nicht zum engsten Kreis der Titelanwärter. Der ehemalige Weltranglisten-28. sieht sogar zwei US-Amerikaner vor Zverev.
Im Gespräch mit "SportsBoom.com" machte McEnroe deutlich, dass für ihn vor allem Jannik Sinner der Mann ist, den es in London zu schlagen gilt. Daran ändere auch die Tatsache nichts, dass der Italiener nach seinem Triumph bei den French Open auf sämtliche Rasenvorbereitungsturniere verzichtet habe. Als ersten Herausforderer nennt McEnroe zudem Novak Djokovic, der in Paris trotz seines frühen Ausscheidens starke Leistungen gezeigt und weiteres Selbstvertrauen gesammelt habe.
Noch nie im Viertelfinale
Für Zverev fällt das Urteil deutlich zurückhaltender aus. "Ich würde ihn nicht als Favoriten bezeichnen", erklärte McEnroe. Stattdessen sieht er Taylor Fritz und Ben Shelton knapp vor dem Deutschen. Fritz hatte Zverev zuletzt im Halbfinale von Halle bezwungen, Shelton präsentierte sich mit seinem Titelgewinn in Stuttgart ebenfalls in bestechender Form.
Ganz aus der Luft gegriffen ist McEnroes Einschätzung nicht. Wimbledon zählt bislang nicht gerade zu Zverevs erfolgreichsten Stationen. Im Vorjahr verabschiedete sich der Hamburger bereits in der ersten Runde, überhaupt stand er beim Rasenklassiker noch nie im Viertelfinale. Fritz erreichte 2025 dagegen das Halbfinale, Shelton spielte sich bis unter die letzten Acht.
Hier das Qualifikations-Einzel-Draw in Wimbledon
