Wimbledon: Alexander Zverev - Mehr Statement geht nicht
Der Titel in Wimbledon wird nur über Alexander Zverev führen. Mit dem Dreisatzerfolg über Angstgegner Taylor Fritz bestätigte der Deutsche seine absolute Topform.
von Nikolaus Fink
zuletzt bearbeitet:
08.07.2026, 19:48 Uhr

Zu den Topfavoriten, das stellte Alexander Zverev im Laufe der ersten Turnierwoche gegenüber den Kollegen von “Prime Video” klar, zähle er in Wimbledon ganz bestimmt nicht. Vielleicht sei er hinter Jannik Sinner und Novak Djokovic der Kandidat mit den drittbesten Chancen, mehr aber auch nicht. Spätestens seit Mittwochnachmittag sind die Vorzeichen beim Rasenklassiker nun aber völlig andere.
Mit seiner Galavorstellung beim Dreisatzerfolg über Taylor Fritz untermauerte Zverev seine grandiose Verfassung. Zum ersten Mal nach zuvor sieben Niederlagen in Folge ging der gebürtige Hamburger gegen den US-Amerikaner als Sieger vom Platz, zum ersten Mal überhaupt gewann er in Wimbledon gegen einen Top-Ten-Spieler. Den jüngsten Eindrücken zufolge ist Zverev spielerisch definitiv vor der verbliebenen Konkurrenz anzusiedeln.
Für Zverev geht ein Traum in Erfüllung
Bei Ex-Wimbledon-Champion Michael Stich hinterließ die Leichtigkeit, mit der Zverev am Mittwoch förmlich über Court 1 schwebte, jedenfalls Eindruck. “Tolle Leistung, es war sein bestes Match in diesem Turnier”, adelte der Deutsche seinen Landsmann bei “Prime” für die Vorstellung gegen seinen Angstgegner.
Auch Zverev selbst weiß um seine Topform. “Es ist ein Traum, der wahr geworden ist, in Wimbledon endlich gut zu spielen. Darauf habe ich schon ziemlich lange gewartet”, sagte der Weltranglistendritte, der im Südwesten Londons vor diesem Jahr nie über das Achtelfinale hinausgekommen war.
Zverev korrigiert sein Ziel
Das Ziel, sein bestes Resultat in Wimbledon aufzustellen, ist längst erreicht. Mittlerweile verfolgt Zverev andere, ambitionierte Pläne: “Ich hoffe, dass ich zwei weitere Partien hier spielen werde.” Dafür muss der French-Open-Champion am Freitag im Halbfinale gegen Sensationsmann Arthur Fery bestehen.
Die Favoritenrolle ist vor dem Duell mit der Nummer 114 der Welt naturgemäß klar verteilt. Zwar zeigte Fery in seiner Viertelfinalpartie gegen Flavio Cobolli eine beeindruckende Leistung, mit Zverev wartet nun aber ein völlig anderes Kaliber auf den Briten. Vom frenetischen Publikum in London will sich der Deutsche jedenfalls nicht aus der Ruhe bringen lassen. “Ihr könnt alle für Fery sein, ich habe kein Problem damit”, kündigte Zverev an.
Hier das Einzel-Tableau der Männer
