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Wimbledon: Der Held von nebenan schreibt weiter an seinem Märchen

Arthur Fery wuchs im Schatten des All England Lawn Tennis and Croquet Club auf. In seinem zweiten Wohnzimmer schreibt der Brite dieser Tage eine außergewöhnliche Geschichte.

von Nikolaus Fink
zuletzt bearbeitet: 07.07.2026, 00:08 Uhr

Arthur Fery kämpfte sich ins Viertelfinale
© Getty Images
Arthur Fery kämpfte sich ins Viertelfinale

An mehr oder weniger kreativen Kompositionen wird es den Sportteilen in Großbritanniens Medien am Dienstag mit Sicherheit nicht mangeln. “Fery-tale continues” oder “All aboard the Fery” waren unmittelbar nach Arthur Ferys sensationellem Achtelfinalerfolg über Grigor Dimitrov nur zwei der unzähligen Wortspiele, die am Montagabend in den Online-Ausgaben kursierten.

Verantwortlich für den Hype zeichnet ein Mann ohne britische Wurzeln. Sowohl Mutter Olivia als auch Vater Loic kommen aus Frankreich, seine Kindheit verbrachte Arthur nach einem Umzug von Paris nach London aber bereits ganz in der Nähe des All England Lawn Tennis and Croquet Club. “Ich bin fünf Minuten von hier entfernt aufgewachsen”, sagte Fery nach dem Einzug in das erste Major-Viertelfinale seiner Karriere. “Ich bin damit groß geworden, Spiele auf diesem Platz anzuschauen.”

Fery siegt vor Federers Augen

In seinem zweiten Wohnzimmer erlebt Fery einen nicht für möglich gehaltenen Höhenflug. Die Nummer 114 der Welt, die nur dank einer Wildcard im Hauptfeld steht, schlug auf dem Weg ins Viertelfinale unter anderem den talentierten Belgier Zizou Bergs sowie in Dimitrov einen echten Rasenkünstler. “Es ist unglaublich. Vier Matches zu gewinnen, im Viertelfinale zu stehen, ist ein Traum”, meinte der 23-Jährige.

Zeuge von Ferys Erfolg über Dimitrov war niemand Geringerer als der achtfache Wimbledon-Champion Roger Federer. “Hier in der ersten Reihe sitzt wahrscheinlich der Größte aller Zeiten", schwärmte der Lokalmatador über den Ehrengast aus der Schweiz - und auch auf das Publikum vergaß der letzte Einzelkämpfer seines Landes nicht: “Die Unterstützung war phänomenal.”

Fery führt im direkten Vergleich mit Cobolli

Fery ist nach Andy Murray, Tim Henman, Roger Taylor, Greg Rusedski und Cameron Norrie erst der sechste Mann aus Großbritannien, der es in der Open Era ins Viertelfinale von Wimbledon schaffte. “Das hätte ich mir nicht vorstellen können. Vor einer Woche hätte ich mich schon gefreut, hier ein paar Matches zu gewinnen”, sagte der 23-Jährige.

Im Viertelfinale geht es für Fery am Mittwoch gegen French-Open-Finalist Flavio Cobolli. In dieses Duell nimmt der Brite eine 1:0-Führung im direkten Vergleich mit: Vor wenigen Monaten gewann Fery in der ersten Runde der Australian Open in drei Sätzen. 

Hier das Einzel-Tableau in Wimbledon

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