Wimbledon: Bei den Frauen sind Prognosen - mal wieder - unmöglich
Wer startet bei den Frauen als Favoritin ins Wimbledon-Turnier 2026? Aufgedrängt at sich für diese Rolle bislang noch niemand.
von Jens Huiber
zuletzt bearbeitet:
20.06.2026, 21:36 Uhr

Man könnte natürlich argumentieren, dass der Wimbledon-Titel 2026 bei den Männern nicht gut zu prophezeien ist. Aber nur, weil ja irgendwie nicht klar ist, wie es um den Titelverteidiger aktuell bestellt ist. Sollte Jannik Sinner nämlich im Vollbesitz seiner Kräfte in London aufschlagen, dann ist der Weltranglisten-Erste ganz klarer Favorit auf einen neuerlichen Coup an der Church Road.
Bei den Frauen dagegen? Da ist wieder einmal alles möglich! Gehen wir die Reihe der potenziellen Sieganwärterinnen einfach mal durch …
- Aryna Sabalenka wird als Nummer eins starten. Mithin auch praktisch als Favoritin. Die Leistungen in Berlin in den vergangenen Tagen waren aber keine große Empfehlung auf den ersten Erfolg bei einem Major, das nicht auf Hartplatz stattfindet. Gegen Nikola Bartunkova war Sabalenka schon fast draußen, gegen Jessica Pegula war sie es dann wirklich.
- So gut wie nichts weiß man bei die Titelverteidigerin. Denn Iga Swiatek hat sich in den letzten beiden Wochen rar gemacht, wird sich erst in der kommenden Woche in Bad Homburg erstmals in dieser Spielzeit auf Rasen sehen lassen.
- Selbiges gilt für Mirra Andreeva, die frisch gekürte Siegerin der French Open. Das variable Spiel der Russin passt im Grunde überall hin, auch auf den englischen Rasen. Aber das ist noch längst keine Garantie.
- Am besten scheint - wie fast immer in den vergangenen Jahren - Elena Rybakina für einen (zweiten) Wimbledon-Sieg prädestiniert. Rybakina hat den besten Aufschlag aller Frauen, ihre flachen Bälle kommen auf Gras besonders gut zur Geltung. Aber dann verliert Rybakina so wie in Berlin gegen eine Spielerin wie Alexandra Eala, die eigentlich nicht ganz ihre Klasse hat.
- Führen also endlich alle Wege zu Jessica Pegula? Es wäre an der Zeit. Denn Pegula könnte für sich das in Anspruch nehmen, was für Alexander Zverev vor Roland-Garros 2026 gegolten hat: Dass sie die beste aktive Spielerin ist, die noch kein Major gewonnen hat.
