Carina Witthöft - „Es kann nur besser als im letzten Jahr laufen”

Die Hamburgerin erspielt sich eine Revanche mit Angelique Kerber.

von tennisnet.com
zuletzt bearbeitet: 30.06.2016, 15:22 Uhr

LONDON, ENGLAND - JUNE 27: Carina Witthoeft of Germany plays a backhand shot during the Ladies Singles first round match against Irina-Camelia Begu of Romania on day one of the Wimbledon Lawn Tennis Championships at the All England Lawn Tennis and C...

Von Jens Huiber aus London

Eine der beliebteren Fragen in den diversen Presserunden ist jene nach den Strategien der Spieler während der langen Regenunterbrechungen: Welches Buch wird gelesen, wer redet mit wem, gibt es noch freie Plätze an der Spielkonsole? Die Ungeduld ist ein ständiger Begleiter in diesen laut Kalender sommerlichen Tagen, dazu kommt, so hat es Andrea Petkovic erzählt, ein gerüttelt Maß an Spontaneität bei der Spielan- und -fortsetzung, das man den ansonsten zurückhaltenden Briten gar nicht zugetraut hätte.

Carina Witthöftmag eine der wenigen Damen sein, die über die Verschiebung der Matches nicht besonders traurig gewesen ist, im Gegenteil: Am Montag hatte die Hamburgerin in ihrer Erstrunden-Partie gegen die favorisierte Rumänin Irina-Camelia Begu die Ballwechsel bewusst kurz gehalten, nicht nur aus taktischen, sondern auch aus gesundheitlichen Überlegungen. Witthöft ist stark verkühlt, zwei Tage Matchpause schaden da keineswegs. Am Dienstag hatte sie 45 Minuten geübt, am Mittwoch lediglich eine halbe Stunde in der Halle aufgeschlagen.

Unerwarteter Blitzsieg

Donnerstagsfrüh sieht es sogar danach aus, als ob sich die spielfreie Zeit sogar noch verlängern könnte, die angekündigte Trockenperiode lässt vorerst auf sich warten. Das Duell von Witthöft gegen Kurumi Nara ist keines, das für die Show Courts in Frage kommt, es spielt die deutsche Nummer 109 der Welt gegen die japanische Nummer 93, ein Premierenduell auf der WTA-Tour. Aber es ist ein Match, das Witthöft nach erstaunlich kurzer Zeit, exakt 67 Minuten, mit 6:3 und 6:0 für sich entscheidet.

Vorgeplänkel für das, was jetzt kommt: Die Wiederauflage der Erstrundenpartie vom vergangenen Jahr, alsAngelique Kerberihrer jüngeren Landsfrau keinen Spielgewinn überlassen hat. „So gesehen kann es diesmal nur besser werden“, sagte Witthöft nach ihrem Sieg gegen Nara. Kerbers Erfolg in Melbourne habe sie natürlich mitverfolgt, vor allem eines läse sie daraus ab: dass auch eine Deutsche ein Grand-Slam-Turnier gewinnen kann.

Keine guten Aussichten

Nach Wimbledon ist Carina Witthöft nur mit ihrem Coach angereist, für strategische Überlegungen in Hinblick auf das Kerber-Match hat die Zeit nach Spielende aber noch nicht gereicht. Gut möglich allerdings, dass auch die beiden Deutschen am Freitag wieder zu einem guten Buch greifen müssen: Die Wettervorhersage ist nicht besonders optimistisch.

Hier die Damen-Ergebnisse aus Wimbledon:Einzel,Doppel,Einzel-Qualifikation,Doppel-Qualifikation.

Hier der Spielplan.

von tennisnet.com

Donnerstag
30.06.2016, 15:22 Uhr