Glück im Unglück – Nick Kyrgios entgeht nur knapp Disqualifikation

Das Racket von Nick Kyrgios fliegt in Wimbledon nach einem Ausraster ins Publikum. Und trifft zu seinem Glück niemanden.

von tennisnet.com
zuletzt bearbeitet: 04.07.2015, 20:44 Uhr

So wie im Vorjahr, als er mit dem Coup überRafael Nadalsogarins Viertelfinale eingezogen war, hat Nick Kyrgios beim Rasen-Klassiker in Wimbledon erneut die zweite Woche erreicht. Dass er diese überhaupt noch in Angriff nehmen darf, das hat der Jungstar Glück im Unglück zu verdanken – und einem nochmal ein Auge zudrückenden Schiedsrichter. Denn bei seinem Drittrunden-Erfolg gegen den KanadierMilos Raonicdonnerte der Australier seinen Schläger wütend aufs Gras. Freilich, dass dieser in hohem Bogen in die Zuschauerränge flog, war vom 20-Jährigen wohl nicht beabsichtigt. Das hätte ihm allerdings nichts genutzt, wenn er mit der Aktion einen Zuseher oder eine in unmittelbarer Nähe stehende Linienrichterin getroffen und verletzt hätte.

Kyrgios, Anführer der neuen Generation, hat sich nicht nur durch sein großes Talent, sondern auch durch seine direkte, offene und lockere, oftmals jedoch recht rüde und zugleich dennoch belebende Art längst einen Namen auf der Tour und in der Öffentlichkeit gemacht. Nicht zum ersten Mal aber sorgte er – wie etwa in diesem Fall – für negative Schlagzeilen. In Runde eins hatte er nach einem Disput mit dem Stuhlschiedsrichter klar die Worte „dreckiger Abschaum“ ausgesprochen, wollte damit allerdings sich selbst gemeint haben. Und schon Ende April war Kyrgios in der ersten Runde des ATP-Turniers in Estoril, wo er anschließend bis ins Endspiel stürmte, haarscharf der Disqualifikation entgangenen – tennisnet.com berichtete.Den Vorfall könnt ihr euch hier ansehen.(Text: MaWa)

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Samstag
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