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Wimbledon: Karolina Muchova begeistert von Tschechiens Tennis-Boom

Karolina Muchova steht erstmals seit fünf Jahren wieder im Wimbledon-Viertelfinale. Die Tschechin sieht den aktuellen Erfolg ihres Landes als Ergebnis einer langen Tennis-Tradition.

von Stefan Bergmann
zuletzt bearbeitet: 07.07.2026, 10:41 Uhr

Das tschechische Tennis hat eine lange und erfolgreiche Geschichte
© Getty Images
Das tschechische Tennis hat eine lange und erfolgreiche Geschichte

Karolina Muchova hat beim diesjährigen Wimbledon einen weiteren Schritt in Richtung ihres bislang besten Ergebnisses gemacht. Mit einem hart umkämpften 7:5, 5:7, 6:3-Erfolg über ihre Landsfrau Barbora Krejcikova erreichte die frischgebackene Bad-Homburg-Siegerin erstmals seit 2021 wieder das Viertelfinale im All England Club. Dort wartet nun Naomi Osaka.

Nach der Partie sprach Muchova aber weniger über ihr eigenes Match als über den bemerkenswerten Aufschwung des tschechischen Damentennis. Gleich vier Spielerinnen aus Tschechien hatten in diesem Jahr das Achtelfinale erreicht. Für Muchova kommt dieser Erfolg keineswegs überraschend. Ihr Heimatland verfüge seit Jahrzehnten über eine außergewöhnliche Tenniskultur, gleichzeitig hätten die aktuellen Spitzenspielerinnen alle ihren eigenen Stil entwickelt. Gerade diese Vielfalt mache das tschechische Tennis so stark.

Keine typische Tennisprofi-Kindheit

Überraschend offen erzählte die Weltranglisten-Spielerin auch von ihren Anfängen. Anders als viele Profis sei sie nicht von klein auf auf eine Tenniskarriere vorbereitet worden. Ihre Eltern hätten sie nie in diese Richtung gedrängt. Erst als Jugendliche habe sie überhaupt verstanden, welche Bedeutung ein Grand-Slam-Turnier besitzt. Tennis habe in ihrer Kindheit keine allzu große Rolle gespielt, erst später sei ihr bewusst geworden, welche Erfolge die großen tschechischen Legenden erreicht hatten.

Eine davon begegnete Muchova nun sogar in Wimbledon persönlich: Martina Navratilova. Die ehemalige Weltranglistenerste sei für sie bis heute eine Ikone des Sports. Zwar stamme Navratilova aus einer anderen Tennisgeneration, doch ihre kompromisslose Serve-and-Volley-Spielweise schaue sie sich auch heute noch gerne an. Nun will Muchova selbst Geschichte schreiben und mit einem Sieg gegen Osaka erstmals das Halbfinale in Wimbledon erreichen.

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von Stefan Bergmann

Dienstag
07.07.2026, 11:45 Uhr
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