Wimbledon: "Nur der Zehennagel" - Jannik Sinner gibt Entwarnung
Jannik Sinner hatte bei seinem ersten Auftritt beim Wimbledonturnier 2026 sehr zu kämpfen. Sorgen bereiteten vielen Zuschauern sein “modischer” Schuh.
von Florian Goosmann
zuletzt bearbeitet:
30.06.2026, 09:33 Uhr

Sinner kam dabei in fünf Sätzen gegen Miomir Kecmanovic weiter, und so ganz souverän wie zu Beginn des Jahres sah das alles noch nicht aus beim Italiener, der seit seinem French-Open-Hitze-Aus eine Turnierpause eingelegt und auf Vorbereitungsturniere auf Rasen verzichtet hatte. Was aber aussah, und zwar ziemlich rot: Sinners Schuh. Sodass schnell Fragen auf X auftauchten, ob das ein modischer Kniff sei. Was als Theorie schnell verworfen wurde, denn das Rot wurde mehr.
Sinner war einige Male ausgerutscht, ein Mal recht besorgniserregend. Ob er denn Schmerzen habe, wurde der Italiener also anschließend gefragt. “Nein, nein, alles gut”, gab er Entwarnung. “Es sieht schlimmer aus, als es ist.” Er sei eher überrascht, dass man ihn habe weiterspielen lassen, scherzte Sinner in Richting der “Bitte-in-weiß-spielen”-Regel im All England Club.
Letztlich sei das nur ein (kaputter) Nagel, so Sinner, der auf eine entsprechende Verletzungspause verzichtete. “Ich wollte Miomir nicht stören, wir hatten beide einen guten Rhythmus. Es war ein tolles Match von uns beiden.”
Sinner über Eröffnungsprivileg: “Wunderbarer Tag”
Sinner schwärmte stattdessen lieber von dem Privileg, das Turnier als Titelverteidiger eröffnen zu dürfen, “ein wunderbarer Tag” sei es gewesen, für ihn und sein Team. Nervös sei er gewesen, “gleichzeitig habe ich den Moment sehr genossen”, auch aufgrund der Emotionen vom letzten Jahr. “Dann hier herzukommen, auf Centre Court zu spielen in diesem Jahr, wo noch niemand vorher drauf gespielt oder trainiert hat, der also ganz neu war: Auf mentaler Ebene ist einem das bewusst.”
Dieses Gefühl zumindest einmal zu erleben, sei toll, “und ich finde, ich bin mit dieser Situation gut klargekommen.”
