tennisnet.com ATP › Grand Slam › Wimbledon

Wimbledonsiegerin Linda Noskova: "Noch eine Person, der ich danken möchte..."

Wimbledonsiegerin Linda Noskova hat am Ende die Nerven behalten in einem dritten Satz, der anderen wohl entglitten wäre. Nach ihrem Sieg wurde sie emotional - und bedankte sich bei ihrer Mutter.

von Florian Goosmann
zuletzt bearbeitet: 12.07.2026, 10:11 Uhr

Linda Noskova
© Getty Images
Linda Noskova

Wie leicht hätte dieses Spiel kippen können. Fünf vergebene Matchbälle, fünf Spiele am Stück für Gegnerin Karolina Muchova - und aus dem vermeintlichen 6:2, 6:2 wurde dann ein 6:2, 5:7 aus der Sicht von Linda Noskova.

Die aber behielt die Nerven. Auf dem Weg in die Umkleidekabine habe sie die Trophäen erblickt und sich gesagt: “Auf keinen Fall gehe ich hier heute mit der kleineren nach Hause.” Das erste Aufschlagspiel im dritten Satz war dann entscheidend. Muchova hatte Breakball, entschied sich aber falsch: Sie habe eine Vorhand die Linie entlang angepeilt, dann aber doch cross gespielt, erklärte sie einigermaßen niedergeschlagen in der Pressekonferenz. Und Noskova habe diesen Ball ihrerseits mit einem krachenden Vorhandwinner beantwortet. Und spielte den dritten Durchgang dann vorneweg - und gewann am Ende mit 6:2, 5:7, 6:3.

Noskova wirkte tatsächlich extrem cool, nach ihrem Sieg aber wurde sie doch emotional - was sie zunächst entschuldigte, denn sie weine eigentlch nie, so die 21-Jährige. Die dann auch bei den Fans für einen stillen Moment sorgte. “Da ist noch eine Person, der ich danken möchte”, sagte sie. “Und das ist meine Mama. Ohne sie würde ich definitiv nicht hier stehen. Danke schön”, schluchzte sie und schickte einen Kuss gen Himmel.

Noskovas Mutter war kurz vorm Wimbledonturnier 2024 nach langem Kampf gegen den Krebs verstorben. 

Verpasse keine News!
Aktiviere die Benachrichtigungen:
Noskova Linda

von Florian Goosmann

Sonntag
12.07.2026, 14:12 Uhr
zuletzt bearbeitet: 12.07.2026, 10:11 Uhr

Verpasse keine News!
Aktiviere die Benachrichtigungen:
Noskova Linda