Wimbledon: Linda Noskova besteht Nervenprobe und gewinnt ersten Grand-Slam-Titel
Linda Noskova hat am Samstag ihren ersten Grand-Slam-Titel geholt. Die 21-jährige Tschechin gewann das Wimbledon-Finale gegen ihre Landsfrau Karolina Muchova mit 6:2, 5:7 und 6:3.
von Nikolaus Fink
zuletzt bearbeitet:
11.07.2026, 19:53 Uhr

Hier könnt ihr das Match im Ticker nachlesen
Die Wimbledon-Siegerin 2026 heißt Linda Noskova! Die 21-Jährige besiegte ihre tschechische Landsfrau Karolina Muchova nach einer im zweiten Satz hochdramatischen Partie und sicherte sich durch den 6:2, 5:7 und 6:3-Erfolg ihre erste Grand-Slam-Trophäe.
Während Muchova ihr zweites Major-Endspiel nach jenem bei den French Open 2023 bestritt, erlebte Noskova am Samstag auf dem Centre Court von Wimbledon eine Premiere. Beeindrucken ließ sich die Tschechin, die im Vorfeld des Rasenklassikers das WTA-500-Turnier in Berlin für sich entschieden hatte, davon zunächst aber nicht.
Noskova dominiert zu Beginn
Noskova schaffte das erste Break zum 3:1 und holte sich nach etwas mehr als einer halben Stunde per Lob den ersten Satz. Vor allem bei eigenem Aufschlag ließ die Weltranglistenzwölfte nahezu nichts anbrennen, Muchova fand im ersten Abschnitt keine einzige Breakmöglichkeit vor.
Der zweite Satz begann ausgeglichener, Noskova entschärfte beim Stand von 1:1 drei Breakchancen ihrer um acht Jahre älteren Kontrahentin. Die Strafe folgte für Muchova, die im Halbfinale gegen Coco Gauff einen Matchball abgewehrt hatte, in Form des Breaks zum 2:4 auf dem Fuß.
Muchova wehrt fünf Matchbälle ab
Im achten Game fand Noskova drei Matchbälle vor, diese wusste Muchova abzuwehren. Die 21-Jährige wackelte nun bedenklich, vergab einen weiteren Matchball per Doppelfehler und musste den Aufschlag zum 4:5 abgeben. Nach Abwehr des fünften Matchballs glich Muchova zum 5:5 aus - und erzwang unter großer Mithilfe ihrer Gegnerin wenig später einen dritten Durchgang.
Mit drei abgewehrten Breakbällen im ersten Game des Entscheidungssatzes stoppte Noskova Muchovas Lauf. Die 21-Jährige erkämpfte sich eine 3:0-Führung und brachte ihre Aufschlagspiele anschließend sicher durch. Beim Stand von 5:2 war Noskova neuerlich nur mehr ein Game vom Matchgewinn entfernt.
Tschechische Dominanz geht weiter
Anders als im vorangegangenen Satz behielt Noskova diesmal die Nerven. Nach 2:28 Stunden Spielzeit verwandelte sie per Servicewinner ihren sechsten Matchball zum hart erarbeiteten 6:2, 5:7 und 6:3-Erfolg. “Ich werde diese zwei Wochen definitiv nie vergessen”, sagte Noskova auf dem Court.
Noskova tritt in Wimbledon die Nachfolge von Iga Swiatek an, die im Vorjahr im Südwesten Londons triumphiert hatte. Vor der Polin hatten mit Barbora Krejcikova (2024) und Marketa Vondrousova (2023) zwei Tschechinnen den Titel geholt. In der neuen Weltrangliste am Montag wird Noskova unmittelbar hinter Muchova mit Platz sieben ein neues Karrierehoch einnehmen.
Hier das Einzel-Tableau der Frauen
