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Wird Nick Kyrgios jetzt zum reinen Rasen- und Showspieler?

Nick Kyrgios hat erstmals konkretisiert, wie 2026 seine Rückkehr auf die Tennisbühne aussehen soll. Der Australier peilt den Neustart auf Rasen an und will parallel auch bei der spektakulären UTS-Serie aufschlagen.

von Isabella Walser-Bürgler
zuletzt bearbeitet: 14.03.2026, 18:31 Uhr

Nick Kyrgios geht 2026 selektiv an
© Getty Images
Nick Kyrgios geht 2026 selektiv an

Die vergangenen Jahre waren für Nick Kyrgios geprägt von zahlreichen gesundheitlichen Rückschlägen. Immer wieder machten ihm Knieprobleme und eine hartnäckige Armverletzung zu schaffen. Zuletzt bezeichnete der Australier sein Knie sogar als „komplett durch“. Damit liefert er selbst einen drastischen Hinweis darauf, wie sehr sein Körper unter den Belastungen gelitten hat.

Vom Wimbledon-Finalisten zum Zuschauer

Dabei liegt sein sportlicher Höhepunkt noch gar nicht so lange zurück. 2022 erreichte Kyrgios das Finale von Wimbledon und bestätigte seine starke Form mit einem Viertelfinale bei den US Open. Doch die anschließenden Verletzungen verhinderten die Fortsetzung dieses Laufs. Ein vorsichtiger Comebackversuch Anfang 2025 in Australien und während des Sunshine-Doubles blieb ohne nachhaltigen Erfolg. Danach tauchte Kyrgios nur noch sporadisch bei einzelnen Turnieren auf, zuletzt im australischen Melbourne im Doppel- und Mixed Doppel.

Rasen als logischer Neustart

Nun scheint der 30-Jährige zumindest einen klaren Plan für die weitere Saison 2026 zu haben. Er visiert ein Comeback auf der Tour während der Rasensaison an. Diese Entscheidung überrascht wohl niemanden wirklich, denn Kyrgios wird seit Jahren nicht müde zu betonen, dass es sich beim grünen Untergrund um seinen absoluten Lieblingsbelag handelt. Dort entfalten schließlich auch sein explosiver Aufschlag und seine improvisationsreiche Spielweise besonders viel Wirkung.

Ranking-Neustart und alternative Bühne

Sportlich beginnt Kyrgios praktisch bei null. Aktuell rangiert er jenseits der Top 700 der Weltrangliste. Parallel zum geplanten Tour-Comeback will Kyrgios aber auch weiterhin bei der Showserie Ultimate Tennis Showdown antreten, die von Patrick Mouratoglou während der Corona-Pandemie 2020 ins Leben gerufen wurde. Das schnelle Format mit verkürzten Sätzen und Entertainment-Charakter hat sich bei vielen Profis als attraktive Ergänzung zum klassischen Turnierkalender etabliert.

Show oder sportlicher Anspruch?

Während die UTS-Tour bereits Anfang April im französischen Nimes startet und mit einem großen Finale in London endet, liegt Kyrgios' sportliches Ziel wohl auf der Rasensaison, die im Juni mit den Turnieren in 's-Hertogenbosch und Stuttgart startet. Dort will er wieder Matches auf höchstem Niveau bestreiten. Der Reiz dieses Comebacks für den Zuschauer? Wenn Kyrgios wirklich fit ist, winken Matches voller Unwägbarkeiten.

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von Isabella Walser-Bürgler

Samstag
14.03.2026, 19:59 Uhr
zuletzt bearbeitet: 14.03.2026, 18:31 Uhr

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