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Wo sind die HTT-Topstars geblieben?

Der sportlich betrachtet so heiße Monat August, mit gleich zwei Turnieren aus der HTT Masters Series...

von Claus Lippert
zuletzt bearbeitet: 17.08.2026, 16:18 Uhr

Der sportlich betrachtet so heiße Monat August, mit gleich zwei Turnieren aus der HTT Masters Series 1000 Kategorie sowie einem 500er-Event zum Monatsende im Union Tenniscenter La Ville, ist am vergangenen Wochenende gar nicht so hitzig wie erwartet angelaufen. Die 12. Auflage des Juli Masters Series 1000 Turniers am Altmannsdorfer Ast, ist stimmungstechnisch eher unterkühlt über die Bühne gegangen. Sportlich hochwertigen Tennissport wird es aufgrund mangelender Star-Dichte wohl erst mit dem heutigen Halbfinale zu bewundern geben. Dort matcht sich übrigens HTT-Großmeister Damian Roman gegen die beiden spielstarken Youngsters Patrick Breitenstein und Nelson Gregor sowie gegen Überraschungsmann Marko Neubauer um seinen bereits 17. HTT Masters Series 1000 Karriere-Titel. Ein Bericht von C.L

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 Wird der Anfang September anstehende Arbeitskreis das Thema “big events und big players” lösen können?

Wenn Anfang September ein Arbeitskreis im UTC La Ville zusammentritt, um Lösungen für die aktuelle Krise auf der HTT zu suchen, wird auch das Thema “Topstars bei den großen HTT Events” ein großes sein. Warum sie so selten bei den “big events” der HTT zu Werke gehen, warum sie oftmals alle Turniere außer den Grand Slams unbesucht lassen, und was es dazu braucht, um 500er-, und HTT Masters 1000 Events für die Topleute wieder attraktiv zu machen. Für die 12. Ausgabe des Juli Masters 1000 Turniers kommt diese für Anfang September geplante Initiative freilich zu spät. Stattdessen wurde das fünfte HTT 1000er Turnier zum müden Abklatsch einstiger epochaler Sommer-Veranstaltungen, die den Ruf der HTT über die Stadtgrenzen hinaus mitbegründeten. Die aktuelle Juli Masters Series Ausgabe war hingegen eher “Wasser auf die Mühlen” der Topstars, die sich mit festgezurrten Argumenten einem Start bei Masters 1000 Events verschließen. “Es sind zuwenige gute Spieler am Start, dadurch werden viele Matches in den Anfangsrunden zu uninteressant, was eine Teilnahme insgesamt zu unattraktiv macht” so der Tenor der HTT-Asse. Riskiert man einen Blick auf das Main Draw, so kann man den kritischen Spielerköpfen nur Recht geben. Einmal mehr spielt HTT Branchen-Primus Damian Roman den Alleinunterhalter auf höchster HTT-Ebene, “eskortiert” von dem ein oder anderen ab und zu einmal im Circuit auftauchenden Topspieler jugendlichen Alters, während das Gros der HTT Topstars dem rumänischen HTT Altmeister dabei zu sieht, wie der seine letzten HTT-Ziele realisieren, und weitere HTT Rekorde brechen kann.

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Halbfinale bei einem HTT 1000er so leicht wie noch nie möglich

Soweit einmal die aktuelle Realität auf der HTT kurz zusammengefasst, gleich mit der schlechten Nachricht für die HTT-Faulenzer hinterher. Auf der HTT wurden am Wochenende wieder Stimmen laut, die den HTT Veranstalter drängen, einige Regeln in Zusammenhang mit den in drei Monaten anstehenden HTT Finals ganz einfach kurzer Hand mit sofortiger Wirkung zu ändern. “Keiner kann mehr mitansehen, wie sich einige Spieler neuerlich nur die Kirsche von der Torte beim HTT Saisonfinale abholen wollen”, um im Jargon des Damian Roman zu bleiben. Noch möchte man seitens der Tour-Organisation den Arbeitskreis und die davor liegende große Umfrage abwarten, und Vorschläge der Topstars hören. Das es eine Änderung im System oder ein Umdenken der Topspieler braucht ist aber unbestritten, und allerspätestens mit der Juli Masters Ausgabe vom zurückliegenden Wochenende belegt und untermauert. Wenn der Juli Masters Series 1000 Champion von 2022 Damian Roman in sein 27. Semifinale auf HTT 1000er-Ebene spaziert, wenn sein halbfinaler Gegner Patrick Breitenstein gar nur ein einziges Game verlustig abschreiben muss, und wenn Nelson Gregor mit angezogener Handbremse durchs Tableau marschiert, und der besten Dame auf der Tour Hortencia Birnbaumer und dem israelischen Youngster Jonatan Groysmann nur jeweils drei Games überlässt, dann sind eben kritische Fragen erlaubt und die logische Folge. Wenn auch noch ein gewisser Marko Neubauer mit einem gepflegten 5er-ITN das Halbfinale eines HTT Masters Series 1000 Turniers komplettiert, könnte das Echo dieses Turniers und der Nachklang des 12. Juli Masters Series 1000 Turniers sogar noch lauter werden.

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Nicklaus und Neubauer – die Sensationen des Turnier

Zum sportlichen Geschehen bleibt somit nicht viel zu berichten. Außer, dass im Halbfinale der mittlerweile junge Schlager zwischen Damian Roman und Patrick Breitenstein ansteht, und das Turnier womöglich aus der Lethargie reißen könnte. Zum vierten Mal steht dieses Generationen-Duell alleine in dieser Saison schon auf dem Programm. Den letzten direkten Showdown lieferten sich Roman und Breitenstein im Viertelfinale von Kitzbühel, wo sich der Routinier aus Rumänien vor wenigen Wochen in drei spannenden Sätzen durchsetzen konnte. Im Viertelfinale des aktuellen Turniers hatte die HTT Nr. 1 allerdings vorallem im ersten Satz zu kämpfen, ehe er die Hackordnung auf der HTT nach einem frühen 1:4 Rückstand gegen einen stark und amitioniert kämpfenden Julian Erhardt wieder herstellte. Ansonsten blieben große Momente an diesem abermals heißen Tennis-Weekend mit Temperaturen jenseits der geschmacklosen 35 Grad Marke aus. Erwähenswert bleibt noch der Auftritt von Jakob Nicklaus, der sich im Achtelfinale gegen den weitaus höher eingeschätzten Matthias Wurzer bei 3:6, 2:5 Rückstand schon mit der Niederlage anzufreunden hatte, ehe der 17jährige vom WAC zur Aufholjagd seines Lebens ansetzte, und den Muckendorfer Favoriten mit 3:6, 7:6, 7:5 aus dem laufenden Bewerb beförderte. Ach ja, und weil Benjamin Kotzaurek, die Nr. 2 des Turniers am Sonntag verschnupft aufwachte, war sein erhoffter Sprung an die Ranglisten-Spitze mit einem Schlag abgeblasen, und der Weg für Turniersensation Marko Neubauer frei.

 

 

 

von Claus Lippert

Montag
17.08.2026, 15:08 Uhr
zuletzt bearbeitet: 17.08.2026, 16:18 Uhr