WTA Bogota: Sara Errani gewinnt mit 35 Aufschlägen von unten!

Die Italienerin Sara Errani strauchelt seit geraumer Zeit mit ihrem Aufschlag. In Bogota steht sie dennoch im Viertelfinale.                       

von Florian Goosmann
zuletzt bearbeitet: 12.04.2019, 10:59 Uhr

Sara Errani
© Getty Images
Sara Errani

Die French-Open-Finalistin aus 2012 war noch nie für gute Aufschläge bekannt, in jüngster Zeit scheint sich das Aufschlag-Problem jedoch massiv verstärkt zu haben.

In der Qualifikation von Bogota machte Errani zum Auftakt 18 Doppelfehler gegen Danielle Lao (und gewann), bei ihrer Niederlage in Runde zwei gegen Landsfrau Jasmine Paolini waren es ebenfalls 18 Stück.

Errani kam dann als Lucky Loserin ins Hauptfeld - und fabrizierte wiederum 18 Doppelfehler bei ihrem Dreisatzsieg über Irina Bara.

In ihrem Achtelfinale gegen Bibiane Schoofs waren es dann nur vier Stück - wohl auch, weil Errani offenbar bei 35 von 55 Aufschlagpunkten von unten servierte!

Errani: Bereits 137 Doppelfehler in 2019

Während der "Aufschlag von unten" seit Nick Kyrgios' Aktion gegen Rafael Nadal in Acapulco zwar als interessantes Thema zur Rhythmusunterbrechung diskutiert wird, ist er bei der 31-Jährigen ein Notfallprogramm.

Denn obwohl die ehemalige Nummer 5 der Welt in den Ballwechseln wie gewohnt auftritt, scheint ihr der Aufschlag in den vergangenen Jahren abhanden gekommen zu sein: Zehn Matches spielte Errani in diesem Jahr, 137 Doppelfehler legte sie hierbei bereits hin. Grund zur Sorge gibt vor allem die "Art" der Doppelfehler: Teils sprangen Erranis Aufschläge noch auf derselben Seite auf.

Errani ist nach ihrer Dopingsperre seit dem Februar wieder auf der Tour und aktuell auf Rang 243 notiert.

Im Viertelfinale von Bogota trifft sie auf die Australierin Astra Sharma.

Erinnerungen an Anna Kournikova und Guillermo Coria

Den Rekord für die meisten Doppelfehler in einem Match hält allerdings weiterhin Anna Kournikova. Sie fing sich im Laufe iherer Karriere die "Yips" ein, nervöse Muskelzuckungen, die auch im Golf und Darts einige Karrieren auf den Prüfstand gestellt haben. Bei ihrem Zweitrundenmatch der Australian Open 1999 gegen Miho Saeki legte Kournikova 31 Doppelfehler hin - und gewann dennoch mit 1:6, 6:4 und 10:8. 

Auch der ehemalige French-Open-Finalist Guillermo Coria litt zum Ende seiner Laufbahn an den "Yips" - und beendete wohl auch deswegen seine Karriere schon mit 27 Jahren.

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von Florian Goosmann

Freitag
12.04.2019, 09:45 Uhr
zuletzt bearbeitet: 12.04.2019, 10:59 Uhr