WTA: Garbine Muguruza - hätte da noch mehr kommen müssen?

Der Triumph bei den WTA Finals in Guadalajara war der zehnte Titelgewinn von Garbine Muguruza auf der WTA-Tour. Erstaunlich wenige für eine Frau der Klasse der Spanierin.

von Jens Huiber
zuletzt bearbeitet: 19.11.2021, 19:59 Uhr

Das ist Trophäe Nummer zehn für Garbine Muguruza
© Getty Images
Das ist Trophäe Nummer zehn für Garbine Muguruza

Garbine Muguruza also. Nicht Naomi Osaka, die noch zu Jahresbeginn fast unschlagbar gewirkt hat (außer gegen Muguruza, die bei den Australian Open zwei Matchbälle gegen die spätere Siegerin aus Japan nicht nutzen konnte), nicht Ashleigh Barty, die nach ihrem Wimbledon-Sieg in der zweiten Phase ihrer 2021er-Welttour auf Autopilot gestellt hat, und auch keine der beiden Teenager, die bei den US Open den Titel untereinander ausgemacht haben. Nein, Muguruza, auch erst 28 Jahre alt, hat sich in Guadalajara das letzte große Championat des Jahres geholt.

Sehr zum Gaudium der Zuschauer, die die in Venezuela geborene Spanierin und ihre Landsfrau Paula Badosa während der Tage der WTA Finals hochleben haben lassen. Für Muguruza war es der dritte Titel des Jahres, eine ordentliche Bilanz. Insgesamt durfte die Spanierin aber erst zehn Siegerpokale hochstemmen - und das ist für eine Spielerin mit der Klasse von Muguruza eigentlich keine angemessene Ausbeute.

Muguruza mit Martinez erfolgreich

Ja, 2016 in Roland Garros und 2017 in Wimbledon hat die mittlerweile 28-Jährige zwei Majors gewonnen. Aber es hätten mehr sein dürfen. Nicht bei den US Open, in New York fühlt sich Garbine Muguruza traditionell nicht zuhause. Aber in Melbourne 2020 etwa, als sie im Endspiel einer sehr biederen Sofia Kenin unterlag. Oder 2018 in Roland Garros, wo sie sich im Halbfinale von Simona Halep die Schneid abkaufen ließ.

Natürlich, Muguruza war über die Jahre immer wieder mal leichter, mal schwerer verletzt, die Zusammenarbeit mit Coach Sam Sumyk verlief auch nicht immer friktionsfrei. Seit sich Conchita Martinez quasi hauptamtlich um die Belange der Trainerin bei Muguruza kümmert, ist eine gewisse Beruhigung eingetreten. Auch wenn Andrea Petkovic bei den US Open noch angemerkt hatte, dass sie an Muguruza schätze, dass die Spanierin eigentlich gleich positiv verrückt sein wie sie selbst.

Djokovic gegen ein Trio

Verrückt sind jedenfalls alle Hierarchien im Frauentennis, seit es nicht mehr heißt: Serena Williams gegen das Feld. Bartys Sieg in Wimbledon war ebenso eine einigermaßen vorhersehbare Wendung wie jener von Osaka in Melbourne. Barbora Krejcikova gegen Anastasia Pavlyuchenkova und Emma Raducanu gegen Leylah Fernandez aber, mit diesen Grand-Slam-Endspielen war keinesfalls zu rechnen.

Während sich bei den Männern ein Duell von Novak Djokovic mit den Sportskameraden Medvedev, Zverev und Tsitsipas um die ganz großen Coups abzeichnet, scheint bei den Frauen alles offener denn je. Von weiteren Teenage-Erfolgen bei Majors  oder einer überragenden Ash Barty über ein letztes, richtig großes Hurrah von Angelique Kerber bis hin zum (endlich) ersten Grand-Slam-Sieg von Karolina Pliskova scheint alles möglich. Garbine Muguruza ist mitten drin in der Verlosung.

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von Jens Huiber

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