WTA Hamburg: Tamara Korpatsch kämpft um ihr Finale daheim

Die Hamburgerin Tamara Korpatsch steht bei ihrem Heimturnier zum ersten Mal überhaupt im Halbfinale. Korpatsch setzte sich am Freitagabend im letzten Viertelfinale des WTA-250er-Turniers gegen die an Position zwei gesetzte Ukrainerin Anhelina Kalinina mit 6:3, 1:6 und 6:1 durch und gewann damit auch ihr drittes Dreisatzmatch in dieser Woche.

von PM
zuletzt bearbeitet: 24.07.2026, 21:48 Uhr

Tamara Korpatsch steht in Hamburg im Halbfinale
© MSC Hamburg Ladies Open/ WITTERS
Tamara Korpatsch steht in Hamburg im Halbfinale

„Die Beine waren heute richtig gut, aber ich sollte vielleicht nicht jedes Mal über drei Sätze gehen“, sagte die 31-Jährige mit einem breiten Grinsen im Gesicht. Ihr Erfolgsgeheimnis im Viertelfinale gegen Anhelina Kalinina: „Ich habe einfach gemacht, was mein Vater gesagt hat. Aber ich verrate Euch nicht, was es war“, lachte Korpatsch, die nach dem Turnier ein neues „Career High“ in der Weltrangliste erreichen wird. Erstmals steht sie unter den besten 70 Spielerinnen der Welt! Doch dieses Ergebnis soll in Hamburg nur ein Zwischenziel sein. Ihre Mission am Rothenbaum ist noch lange nicht vorbei! Zuletzt stand Korpatsch im Februar dieses Jahres in einem WTA-Finale, ihren bisher einzigen Turniersieg feierte sie im Jahr 2023 im rumänischen Cluj. „Ich denke jetzt erstmal von Match zu Match. Gegen Mayar Sherif habe ich in Rom im Tiebreak des dritten Satzes gewonnen“, erinnert sich Korpatsch zurück.

Seitdem ist eine ganze Menge passiert. Mayar Sherif surft nämlich gerade auf einer fast schon unheimlichen Erfolgswelle. Die beste ägyptische Tennisspielerin aller Zeiten hat im Viertelfinale ihr 13. Match in Folge gewonnen und ist hungrig auf weitere Erfolge. Gegen Paula Badosa musste sie auf dem Center Court rund dreieinhalb Stunden kämpfen, um die Spanierin zum zweiten Mal innerhalb von fünf Tagen zu bezwingen – diesmal mit 7:6, 6:7 und 6:4. „Es war ein unglaublich hohes Level, so etwas habe ich schon lange nicht mehr erlebt. Ich habe einfach in den letzten Wochen immer an das geglaubt, was ich getan habe. Und wenn man das tut, wird man am Ende belohnt“, bilanzierte Sherif nach einer enorm intensiven Partie, um sich anschließend gleich wieder so gut wie möglich zu regenerieren. Längst ist klar: Die Spielerin, die sich in dieser Woche am schnellsten von den Strapazen erholen kann, hat die besten Chancen auf den Turniersieg.

Das erste Halbfinale am Samstag (nicht vor 14 Uhr) bestreiten Anna Bondar und Elina Avanesyan. Bondar setzte ihre beeindruckende Serie am Hamburger Rothenbaum auch am Freitag nahtlos fort und feierte mit einem 6:1, 7:6 gegen Alina Charaeva ihren zwölften Sieg im 13. Match in der Hansestadt. In Hamburg läuft's für die Ungarin wirklich fast wie von selbst. „Ich nehme alles Positive aus den Matches mit. Und natürlich mein Selbstbewusstsein aus den letzten Jahren. Ich werde mein Bestes geben. Hoffentlich erreiche ich das Finale“, meinte Bondar. Es wäre nach ihrem Turniersieg 2024 und der Finalteilnahme im vergangenen Jahr das dritte Hamburg-Endspiel in Folge für die sehr variabel aufspielende Bondar, die mittlerweile auf allen Belägen eine extrem gefährliche Gegnerin ist. Elina Avanesyan geht derweil völlig ausgeruht in diesen Halbfinaltag. Nach der Absage von Oleksandra Oliynykova wegen einer Bauchmuskelverletzung zog die Armenierin kampflos in die Vorschussrunde. Es ist das erste Mal seit März 2025, dass sie wieder in einem Halbfinale auf der Tour steht. Ihr bisher einziges Finale erreichte sie 2024 in Iasi in Rumänien.
 

von PM

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24.07.2026, 21:47 Uhr
zuletzt bearbeitet: 24.07.2026, 21:48 Uhr