Mladenovic - Serena wie die Großen Vier

Kristina Mladenovic nähert sich beharrlich den besten 20 Spielerinnen auf der WTA-Tour - und bricht eine Lanze für sich und ihre Kolleginnen.

von Jens Huiber
zuletzt bearbeitet: 11.03.2017, 17:07 Uhr

Kristina Mladenovic hält den Status Quo im Damentennis für hervorragend

Die Idee ist so bestechend einfach wie erfolgversprechend: Man verzichte einfach auf lästige Doppel-Verpflichtungen, die einem womöglich Grand-Slam-Titel bescheren könnten. Weiters entsage man sich dem Dienst in der Nationalmannschaft, schließlich könnte da ja am Ende des Jahres eine Finalteilnahme drohen. Und wer weiß - vielleicht wird sich die Entscheidung von Caroline Garcia, ihr Erfolgsdoppel mit Kristina Mladenovic aufzulösen und bis auf weiteres nicht mehr im Fed-Cup-Team Frankreichs zu spielen, als richtig erweisen.

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Im Moment besticht indes eher die ehemalige Spielgefährtin Garcias, Kristina Mladenovic eben, durch sportliche Meilensteine wie etwa den ersten Triumph bei einem WTA-Turnier. So geschehen vor ein paar Wochen in St. Petersburg, beim Event in Acapulco hätte Mladenovic beinahe ein DaCapo hingelegt. In Indian Wells trifft die Französin, die mit ihrem Nationalteam im Fed Cup in der Schweiz angetreten und unterlegen war, in Runde zwei auf Annika Beck. Ex-Kollegin Garcia hat die zweite Hürde schon gemeistert, in der Weltrangliste trennt die beiden Ex-Kameradinnen nur noch ein Platz.

Inspiration Serena

Das WTA-Premier-Event ist aber auch ein guter Ort, um sich über die großen Fragen des Tennissports Gedanken zu machen. Etwa über Unterschiede zwischen der ATP- und der WTA-Tour bzw. über etwaige Attraktivitätsdifferenzen. Ein Thema, das im vergangenen Jahr kontrovers diskutiert wurde. Und das Tommy Haas etwas schneller auf den Posten des Turnierdirektors befördert hat, als dies in der Karriereplanung der langjährigen deutschen Nummer eins vorgesehen war.

"Für mich ist das Damentennis nicht weniger attraktiv als das Herrentennis, auch wenn die TV-Stationen mehr für die Rechte bei den Herren ausgeben", erklärte Mladenovic. "Ich glaube, die wahren Fans unseres Sports mögen das Damentennis sehr." Es gäbe genügend Frauen, die junge Mädchen inspirieren würden, allen voran die langjährige Branchenbeste. "Ich sehe keinen großen Unterschied zwischen Serena Williams und den großen Vier bei den Herren."

Hier die Ergebnisse der Damen in Indian Wells: Einzel, Doppel, Einzel-Qualifikation

Hier der Spielplan

Die aktuelle WTA-Weltrangliste

von Jens Huiber

Samstag
11.03.2017, 17:07 Uhr