WTA Linz: Cori Gauff scheitert an Tamara Korpatsch

Der Name Cori Gauff wird im Hauptfeld des WTA-Turniers in Linz fehlen. Die 15-jährige US-Amerikanerin unterlag der Deutschen Tamara Korpatsch in der zweiten Qualifikations-Runde glatt in zwei Sätzen. 

von Jörg Allmeroth
zuletzt bearbeitet: 07.10.2019, 17:23 Uhr

Cori Gauff spielt in Linz nur noch im Doppel
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Cori Gauff spielt in Linz nur noch im Doppel

Von Jörg Allmeroth aus Linz

Gut zehn Minuten waren auf dem Centre Court der TIPS-Arena von Linz gespielt, da musste Tamara Korpatsch erst mal ihren Frust loswerden. 1:3 lag Korpatsch zurück gegen die amerikanische Teenagerin Cori Gauff, viel lief zunächst nicht zusammen bei der Hamburgerin, da wunderte nicht, dass sich Korpatsch laut die Frage stellte: „Was spiele ich denn hier?“ 

Doch der Moment des Ärgers ging schnell vorbei, denn anschließend hatte die deutsche Außenseiterin nur noch wenig Grund zur Klage. Als schließlich abgerechnet war in diesem Qualifikationsspiel der zweiten Runde, war Korpatsch die strahlende und völlig verdiente Überraschungssiegerin, und zwar keineswegs zu knapp mit dem 6:4, 6:2-Arbetszeugnis. Korpatsch im Hauptfeld, Gauff gescheitert, damit hatte wohl keiner gerechnet bei der 29. Auflage des WTA-Turnier in Linz, das 2019 als „Upper Austria Ladies“ firmiert. „Ich wäre schon gern ins Hauptfeld gekommen. Aber im Moment läuft es ein bisschen holprig bei mir“, sagte Gauff später. Das „Wunderkind“, das in Wimbledon und bei den US Open ähnlich wie nur die Superstars der Branche im Mittelpunkt des Interesses gestanden hatte, spielt in Linz nun noch in der Doppelkonkurrenz, gemeinsam mit ihrer Landsfrau Catherine McNally.

Hier das Einzel-Tableau in Linz

Schon zuvor hatte sich Anna-Lena Friedsam für den Hauptwettbewerb qualifiziert, sie gewann eine wesentlich dramatischere Partie gegen die Amerikanerin Shelby Rogers mit 6:3, 4:6 und 6:3. Friedsam wird beim Turnier von der ehemaligen US Open-Siegerin Roberta Vinci gecoacht, offenbar handelt es sich dabei aber nur um eine vorübergehende Lösung. Das siegreiche deutsche Qualifikationstrio komplettierte Laura Siegemund, die gegen die Tschechin Tereza Martincova mit 7:6 (11:9) und 6:0 gewann. Am Montagmorgen hatte der DTB bekanntgegegeben, dass Julia Görges bei den Turnieren in Linz und Luxemburg von Fed Cup-Coach Jens Gerlach aushilfsweise betreut wird. Görges hatte sich kürzlich von ihrem kompletten Tennis-Team getrennt, von Trainer Sebastian Sachs und von Physiotherapeut Florian Zitzelsberger. Ob Görges weiterhin ihren Trainings- und Lebensmittelpunkt in Regensburg behalten wird, ist unklar.

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von Jörg Allmeroth

Montag
07.10.2019, 17:21 Uhr
zuletzt bearbeitet: 07.10.2019, 17:23 Uhr