WTA Madrid: Barboara Strycova verliert bei (Mini?-)Comeback nach 805 Tagen
Die ehemalige Weltranglisten-Erste im Doppel, Barbora Strycova, ist nach über zwei Jahren beim Combined-Event von Madrid auf die WTA-Tour zurückgekehrt. Im Einzel setzte es eine Auftaktniederlage.
von Stefan Bergmann
zuletzt bearbeitet:
25.04.2023, 19:26 Uhr

Gesamt gute zwölf Millionen US-Dollar hat Barbora Strycova in ihrer Karriere an Preisgeld erspielt - zwar kommen auf der einen Seite hohe Ab- und Ausgaben in die Rechnung, die der Tennissport so mit sich bringt, andererseits muss man Sponsoren- und Werbegelder wieder dazurechnen. Kurzum: Geldsorgen sollte sich die 37-jährige Tschechin zeitlebens wohl nicht mehr machen müssen.
Es muss also einen anderen Motivationsfaktor geben, warum die Dame aus Pilsen nach über zweijähriger Tour-Pause noch einmal professionell zum Schläger greift. Die bislang letzte Partie hatte Strycova im Einzel bei den Australian Open 2021 gespielt, dort zum Auftakt klar gegen Svetlana Kuznetsova mit 2:6, 2:6 verloren. Kurz danach gab sie bekannt, dass sie in froher Erwartung sei und brachte dann im Herbst ihren Sohn "Vincent" zur Welt.
Strycovas Zukunft bleibt vage
Strycova hatte bereits im Mai 2021 erklärt, eigentlich den Schläger an den Nagel hängen zu wollen, versprach jedoch nach der Babypause noch einmal für ein kleines Abschiedsmatch auf die Tour zurückzukommen. Nun hat sie ihre Ankündigung nach 805 Tagen Pause wahr gemacht und beim WTA-Tour-1000-Turnier in Madrid eine Auftaktpartie gegen Elisabetta Cocciaretto gespielt. Zwar ging das Match gegen die 15 Jahre jüngere Italienerin verloren, das Ergebnis von 3:6, 6:7 (5) darf sich nach einer so langen wettkampffreien Phase allerdings durchaus sehen lassen.
Und es wird nicht der einzige Auftritt der Westslawin in der spanischen Metropole bleiben, startet sie doch mit ihrer früheren Standardpartnerin Su-Wei Hsieh aus Taiwan auch im Doppelwettbewerb. An das als "Double Trouble" bekannte Gespann haben noch viele Kolleginnen böse Erinnerungen parat - Strycova konnte in ihrer Karriere auch die Spitze des Doppel-Rankings erklimmen.
Die routinierte Tennis-Mama will in Zukunft auch noch bei anderen ausgewählten Turnieren an den Start gehen. Wo und wie lange sie ihr Comeback noch weiterführt wollte die beliebte Wimbledon-Doppel-Championesse allerdings nicht verraten.
Hier das Einzel-Tableau aus Madrid.
Hier das Doppel-Tableau aus Madrid.
