WTA Rom: Fast jede Spielerin hat ein schlechtes Matchup
Nicht nur in Rom hängt viel davon ab, wer sich einem während eines Turniers in den Weg stellt.
von Jens Huiber
zuletzt bearbeitet:
14.05.2026, 06:37 Uhr

Da denkt man sich nach Ansicht eines mitreißenden Frauen-Matches am Dienstagabend: Ja, hier spielt die kommende Siegerin der French Open 2026. Nein, nicht Coco Gauff, die ja als Titelverteidigerin nach Paris reisen wird. Sondern Mirra Andreeva, die eine grandiose Leistung in der Offensive abgeliefert hat. Aber an Gauff gescheitert ist, weil die eben defensiv noch ein bisschen besser war, Andreeva ein paar Extra-Bälle spielen ließ, damit auch mehr Chancen zu Fehlern gab.
Und diese Chancen „nutzte“ Mirra Andreeva noch zu oft. Aber die Entwicklung von einer eher passiven, wiewohl sehr schlauen Strategin hin zu einer dominanten Spielerin auch auf einem gar nicht so schnellen Sand: Da hat Andreeva mit ihrem Team um Conchita Martinez wirklich ganze Arbeit geleistet.
Swiatek gegen Ostapenko noch sieglos
Aber wie das so häufig ist im Tennissport: Es kommt immer auf das Matchup an. Und da kann Andreeva nur hoffen, dass Coco Gauff im Stade Roland-Garros erst sehr spät in ihrem Weg steht. Denn irgendwie passt es gegen die US-Amerikanerin nicht. Mittlerweile sind es fünf Partien, die Andreeva gegen Gauff verloren hat. Und damit alle gespielten.
Nicht einmal 24 Stunden nach Andreeva hat sich Iga Swiatek mit einer brillanten Leistung gegen Jessica Pegula plötzlich auch wieder ins Gespräch für den Titel am Bois de Boulogne gebracht (für jenen im Foro Italico sowieso). Aber auch Swiatek hat mindestens eine Gegnerin, bei der sie kein gutes Gefühl auf den Platz mitnimmt: Denn so wechselhaft kann Jelena Ostapenko gar nicht spielen, dass sie nicht gegen Iga Swiatek doch immer wieder ihre Hochform zeigen würde. 6:0 (!) steht es für die Lettin. Und gerade in Paris ist Ostapenko besonders gefährlich: Schließlich hat sie dort 2017 ihren einzigen Grand-Slam-Titel geholt.
Die einzige Spielerin, die immer alles zu bestimmen scheint, ist Aryna Sabalenka. Aber die hat ja manchmal das schwierigste Match-Up überhaupt: nämlich gegen sich selbst.
Hier das Einzel-Tableau in Rom
