Darren Cahill fordert von den Spielern mehr Selbständigkeit

Der Australier will das Coaching auf dem Platz einschränken - zumindest für sich.

von tennisnet.com
zuletzt bearbeitet: 01.04.2016, 13:38 Uhr

SYDNEY, AUSTRALIA - JANUARY 12: Simona Halep of Romania talks to her coach Darren Cahill between games in her match against Caroline Garcia of France during day three of the 2016 Sydney International at Sydney Olympic Park Tennis Centre on January 1...

Alleine schon wegenJelena Jankovicmüsste man der serbischen Sprache mächtig sein – die Art und Weise, wie sie ihren sie coachenden Bruder auf dem Platz abkanzelt, ist pantomimisch von allerhöchstem Unterhaltungswert. Und für jene Tennisfreunde, die die ehemalige Weltranglisten-Erste Wort für Wort verstehen, sicherlich auch ein Hörgenuss. Leichter fällt es den interessierten Beobachtern beiGarbine Muguruza, die drückt ihren Unmut gegenüber Neu-Coach Sam Sumyk im feinsten Englisch aus. Genau so verkehren auchSimona Halepund Darren Cahill, den Temperamenten der beiden angemessen allerdings eher ruhig.

Zumal im Falle von Cahill die Expertise als Trainer völlig außer Frage steht, hat der Australier doch schon in der Trainerbox von Andre Agassi, Ana Ivanovic oder Andy Murray gesessen. Darüber hinaus weiß Cahill als TV-Kommentator auch über den Mehrwert, den das „On-Court-Coaching“ mit sich bringt, Bescheid. „Das bringt viele Vorteile mit sich“, erzählte Cahill dieser Tage auf dem amerikanischen Sportsender ESPN. „Und ich weiß, aus der Perspektive des TV, das die Leute das Coachen auf dem Platz mögen.“ Er selbst sei ein wenig zurückhaltender. Zu viele Spielerinnen verließen sich laut Cahill zu sehr auf das rettende Gespräch auf dem Platz.

Kennenlernphase mit der Nummer fünf der Welt

„Es ist sehr wichtig, dass die Spieler lernen, ihre Probleme auf dem Platz selbst zu lösen“, fuhr Cahill fort. Im Moment sei er mit Simona Halep in einem Stadium des gegenseitigen Kennenlernens, weshalb er sich doch öfter als eigentlich von ihm gewünscht auf dem Court wiederfindet. „Zur Zeit benutzen wir es sehr oft, weil sie meine Arbeitsweise kennenlernen muss und ich die ihre. In der Zukunft werden wir das einschränken.“ Sein Schützling hat nach einem auch verletzungsbedingt schwierigen Start in das Tennisjahr in den letzten Wochen wieder aufsteigende Form bekundet. Auch wenn der erste Turniersieg von Halep 2016 noch aussteht.

von tennisnet.com

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01.04.2016, 13:38 Uhr