WTA Zhuhai: Kiki Bertens beginnt "Trostrunde" erfolgreich

Die an Position eins gesetzte Niederländerin Kiki Bertens ist erfolgreich in die WTA Elite Trophy in Zhuhai gestartet. Bertens besiegte Donna Vekic in zwei Sätzen.

von Jens Huiber
zuletzt bearbeitet: 22.10.2019, 14:14 Uhr

Erfolgserlebnis für Kiki Bertens in Zhuhai
© Getty Images
Erfolgserlebnis für Kiki Bertens in Zhuhai

Franz Beckenbauer hat den UEFA Pokal dereinst ja als Cup der Verlierer bezeichnet, im Vergleich zur großen Champions League. Mittlerweile dürfen im Fußball auch Landesvierte des Ligabetriebs in der angeblichen Meisterklasse mitspielen, das wäre zu aktiven Zeiten Franz Beckenbauers übrigens undenkbar gewesen.

Die WTA Trophy in Zhuhai würde streng nach Besetzung dem alten UEFA Cup nahe kommen: Wer es nicht zum Saisonfinale der besten acht Spielerinnen des Jahres auf der WTA-Tour geschafft hat, der darf in Zhuhai aufschlagen. Für ein paar Weltranglisten-Punkte. Und für ein paar mehr US Dollar. Am Start sind zwölf Frauen, die in der sich dem Ende zuneigenden Saison Großes geleistet, den allerletzten Schritt aber versäumt haben.

Bertens vergab Finalchancen

Für niemand ist dies treffender als für Kiki Bertens. Die Niederländerin, im vergangenen Jahr noch bei den besten Acht des Jahres am Start, hätte sich zunächst in Linz, vor allem aber in Moskau die entscheidenden Punkte für eine neuerliche Teilnahme am großen Saisonfinale holen können. Cori Gauff und Kristina Mladenovic hatten andere Ideen, stellten einen Matchsieg über die holländischen Nationalinteressen.

Und so müht sich Bertens also an Position eins gesetzt bei der Elite Trophy in einer der vier Dreiergruppen. Der Auftakt gegen Donna Vekic ist mit dem 7:6 (5) und 6:2 schon mal gut geglückt, als zweite Gegnerin steht noch Dayana Yastremska an. Im vergangenen Jahr hatte sich Ashleigh Barty den Titel in Zhuhai geholt, damals im Anschluss an das WTA Finale. Die Australierin darf in diesem Jahr um den letzten großen Einzeltitel des Jahres mitspielen, eine Woche nach Zhuhai in Shenzhen.

Sabalenka erfolgreich

Ebenfalls erfolgreich gestartet ist Aryna Sabalenka: Die Weißrussin hatte nach einem eher schwachen Sommer im Einzel (im Doppel gab es an der Seite von Elise Mertens den Triumph bei den US Open) bis vor wenige Wochen auch noch eine kleine Chance, sich für Shenzhen zu qualifizieren. So aber ist es Zhuhai geworden. Und da besiegte Sabalenka Maria Sakkari mit 6:3 und 6:4.

Franz Beckenbauer hat 1996 den Cup der Verlierer übrigens gewonnen. Als Trainer des FC Bayern München. Vielleicht tut es ihm Kiki Bertens als Aktive ja nach. 

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von Jens Huiber

Dienstag
22.10.2019, 13:27 Uhr
zuletzt bearbeitet: 22.10.2019, 14:14 Uhr