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WTV & HTT mit Aktion scharf gegen Gewalt & Rassismus

Der Wiener Tennisverband (WTV) und die Hobby Tennis Tour (HTT) gehen ab sofort massiv gegen Gewalt, ...

von Claus Lippert
zuletzt bearbeitet: 30.09.2022, 12:18 Uhr

Der Wiener Tennisverband (WTV) und die Hobby Tennis Tour (HTT) gehen ab sofort massiv gegen Gewalt, Rassismus und ungebührliches Verhalten auf dem Tennisplatz vor. Und das nicht mit blumigen Statements und losen Ankündigungen, sondern mit knallharten Maßnahmen, um der kleinen aber doch vorhandenen Gruppe an potentiellen Radaubrüdern endlich Einhalt zu gebieten. Ein Bericht von C.L

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“Lasse mir die HTT nicht durch ein paar Chaoten zerstören”

“Genug ist genug”, dieser im Frühjahr 2019 anlässlich unruhiger politischer Zeiten berühmt gewordene Spruch, ist dreieinhalb Jahre später auch höchst treffend auf die Hobby Tennis Tour umzulegen. “Es reicht. Ich lasse mit die Hobby-Tennis-Tour nicht von ein paar Chaoten kaputt machen”, so wurde WTV-Präsident Christian Barkmann bei den heurigen OTC Open deutlich. Der Grund: Seit den Corona-Lockdowns häuften sich unschöne Vorfälle, die man mit dem einstigen Nobelsport niemals in Verbindung zu bringen dachte. Der einstmals “weiße Sport” hat dunkle Flecken abbekommen, durch Zeitgeossen mit schlechter Kinderstube, und Krakeeler, die der breiten Masse an friedlichen und enthusiastisch Turniertennis spielenden Sportlern den Spaß raubt. Pöbeleien, persönliche Beleidigungen, und Tätlichkeiten wie der Griff an den Hals, ein Rempler oder eine schallende Ohrfeige, das Repertoire der Unruhestifter an Unflätigkeiten ist gleich groß wie unangebracht, und ab sofort durch den Wiener Tennisverband auch nicht mehr toleriert.

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WTV-Präsident stellt klar: Lizenzentzug für Radaubrüder

Die Zeit des Wegschauens, die Zeit des untätig Seins ist vorüber. “Es ist nicht 5 vor 12, es ist für die Radaubrüder bereits 5 nach 12”, so Christian Barkmann. “Es wird eng für alle diejenigen, die sich im Kreis einer so großen Gemeinschaft nicht entsprechend zu benehmen wissen”, klang der WTV Präsident beim letzten gemeinsamen Gespräch mit dem HTT-Veranstalter mehr als ernst. Mit 1. Oktober starten der WTV und die HTT daher also die “Aktion scharf” gegen alle jene, die Turniere oder Meisterschaftsmatches als Bühne für ihr ekelhaftes Verhalten missbrauchen. Und dabei wird der Verband keinesfalls nachlässig oder halbherzig im Sanktionieren der Krawallmacher vorgehen. “Wer immer ab sofort negativ auffällt, seinen Gegner beschimpft, sich am Inventar eines Tennisplatzes austobt, oder gar gegenüber seinem Gegenüber handgreiflich wird, mit einem Satz, wer die Ruhe und das Ambiente eines HTT Turniers stört, wird mit dem Entzug seiner ITN-Lizenz sanktioniert”, stellt Barkmann glasklare Fakten in den Raum. In der Realität heißt das: Tennisspielende Radaubrüder können nach Verlust ihrer ITN Lizenz nirgendwo im Land mehr Turnier und Meisterschaft spielen. Googeln nach einer neuen Sportart bleibt dann als einziger Ausweg. Und eine schwarze Liste mit potentiellen Kandidaten auf einen ehest baldigen Lizenzentzug und Spielern die in der Vergangeheit schwer verhaltensgestört auffällig wurden gibt es auch bereits. Es wird also eng für Krawallschanis, mal sehen wer von Radaubrüdern den Schuß vor den Bug verstanden hat.

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von Claus Lippert

Freitag
30.09.2022, 10:54 Uhr
zuletzt bearbeitet: 30.09.2022, 12:18 Uhr