Yevgeny Kafelnikov - Thiem als nächster potenzieller Major-Champion

Grand-Slam-Sieger, Poker-Champion, Spitzengolfer: Yevgeny Kafelnikov ist bei „Kasi live“ (täglich ab 18 Uhr in unserem Instagram-Account „tennisnetnews“) alle Stationen seiner Karriere durchgegangen.

von tennisnet.com
zuletzt bearbeitet: 07.04.2020, 12:39 Uhr

Yevgeny Kafelnikov - seit 2019 Mitglied der Tennis Hall of Fame
© Getty Images
Yevgeny Kafelnikov - seit 2019 Mitglied der Tennis Hall of Fame

Yevgeny Kafelnikov hat all das erreicht, was er sich für seine Karriere vorgenommen hatte. Diese Bilanz zog die russische Legende im Instagram-Chat mit Christopher Kas am Sonntagabend. Und tatsächlich: 25 Titel im Einzel auf der ATP-Tour (davon zwei bei Grand-Slam-Turnieren: 1996 in Paris, 1999 bei den Australian Open), dazu sogar 27 im Doppel, und das Erklimmen der Weltranglisten-Position eins im Jahre 1999 sind aller Ehren wert. Womit sich seine russischen Landsleute allerdings am meisten identifizieren, so Kafelnikov, sei die olympische Goldmedaille in Sydney 2000, wo der mittlerweile 46-Jährige im Endspiel Tommy Haas besiegen konnte.

Der Tennisszene ist Yevgeny Kafelnikov nach wie vor eng verbunden, auf Twitter tauscht er sich regelmäßig mit Brad Gilbert aus. Um das russische Tennis ist es nicht schlecht bestellt, unter den aktuell 15 besten Spielern in den ATP-Charts befinden sich drei Landsleute Kafelnikovs: Daniil Medvedev, Andrey Rublev und Karen Khachanov. Das größte Potenzial billigt Kafelnikov dabei interessanterweise Rublev zu, auch wenn dieser oft mit körperlichen Problemen und gelegentlich mit mentalen Aussetzern zu kämpfen habe. Die unglaubliche Saison 2019 von Medvedev hat Kafelnikov zwar wohlwollend zur Kenntnis genommen, diese Erfolge zu bestätigen würde aber extrem schwierig werden.

Thiem und Zverev mit dem größten Potenzial

Für das Tennisjahr 2020 sieht Yevgeny Kafelnikov noch nicht ganz schwarz. Geht aber davon aus, dass bis in den Dezember hinein gespielt wird. Und darüber solle sich bitte niemand beschweren, so hätte man das zu seiner Zeit ohnehin gemacht. Angesprochen auf die kommenden Grand-Slam-Sieger sieht Kafelnikov im Gegensatz zu Marcos Baghdatis, der sich unmittelbar vor ihm bei „Kasi live“ gezeigt hatte, Alexander Zverev auf einem guten Weg. Und vor Rublev, Medvedev oder Stefanos Tsitsipas.

Die Nummer eins auf der Liste der potenziellen Grand-Slam-Sieger ist aber auch für Kafelnikov Dominic Thiem. Die Kunde vom neulich aufgeflammten Streit zwischen Thiem und Ex-Coach Günter Bresnik hat allerdings auch Yevgeny Kafelnikov in Russland erreicht. Und dessen Meinung ist eindeutig: „Dominic sollte Günter dankbar sein.“ Schließlich habe der den Hauptanteil an der Entwicklung der österreichischen Nummer eins.

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Dienstag
07.04.2020, 08:20 Uhr
zuletzt bearbeitet: 07.04.2020, 12:39 Uhr