Zu früh für Alarm im Camp Swiatek?

Iga Świątek hat im Jahr 2026 noch kein Halbfinale bei einem WTA-Turnier erreicht. Die Dominanz der vergangenen Jahre ist erst einmal verloren gegangen.

von Jens Huiber
zuletzt bearbeitet: 16.03.2026, 20:01 Uhr

Iga Świątek sucht bislang nach dem großen Erfolg 2026
© Getty Images
Iga Świątek sucht bislang nach dem großen Erfolg 2026

Iga Świątek hat in der WTA-Weltrangliste also einen Platz eingebüßt, firmiert aktuell als Nummer drei hinter Aryna Sabalenka und Elena Rybakina. Das ist natürlich immer noch absolut herausragend. Allerdings scheint Swiatek in den letzten Monaten mehr als nur diesen einen Rang in den Charts eingebüßt zu haben - nämlich ein gerüttelt Maß an ihrer Aura.

Denn dass die Polin, sechsmalige Siegerin eines Grand-Slam-Turniers, ab und zu gegen Sabalenka oder Rybakina verliert, das mag auch im Match-Up der Spielstile begründet sein: Denn beide spielen extrem flach und schnell in die Vorhand von Swiatek, die mit ihrem extremen Griff damit große Probleme hat. Wenn man sich allerdings ansieht, gegen wen die Polin in dieser Saison schon eine Niederlage hinnehmen musste, dann kann man fast verstehen, dass Iga Swiatek bei der Nennung der Favoritinnen für ein großes Turnier wie jetzt in Miami nur das ist, was die US-Amerikaner einen „Afterthought“ nennen: also einen fast vergessenen Hintergedanken.

Swiatek auf Sand immer noch eine Macht?

Beim United Cup jedenfalls verlor Swiatek gegen Coco Gauff und Belinda Bencic. Beide herausragende Spielerinnen, kein Zweifel, aber vom Match-Up her eigentlich schwer in Ordnung für eine Swiatek in Hochform. Die Pleite im Viertelfinale der Australian Open gegen Elena Rybakina war fast schon eingepreist, nicht aber die in derselben Runde in Doha gegen Maria Sakkari. Und zuletzt in Indian Wells musste sich Swiatek Elina Svitolina geschlagen geben. Die ja eigentlich auch ein Spiel hat, das Iga Swiatek genügend Zeit für ihre Schläge gibt. Immerhin: Davor konnte sich Swiatek an Sakkari revanchieren und ließ Karolina Muchova keine Chance.

Aber natürlich muss man das alles mit größter Vorsicht genießen. Zum einen, weil Swiatek im vergangenen Jahr ja ziemlich überraschend in Wimbledon den Titel holen konnte. Und zum anderen, weil ja bald auf jenem Geläuf gespielt wird, auf dem Iga Swiatek in den letzten Jahren dominiert hat: auf Sand. Wenn die eher mittelprächtige Serie auch auf der Terre Battue anhält, dann ist wirklich Alarm im Camp Swiatek angesagt.

In Miami ist Iga Swiatek noch an Position zwei gesetzt, so schnell haben die Veranstalter dann auch nicht auf die Verschiebungen in den WTA-Charts  reagieren können. Und in Runde drei könnet es gegen Alexandra Eala gehen. Gegen eben die hat Swiatek im vergangenen Jahr im Hard Rock Stadium verloren.

Hier das Einzel-Tableau in Miami 

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Dienstag
17.03.2026, 08:00 Uhr
zuletzt bearbeitet: 16.03.2026, 20:01 Uhr

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