Zverev gegen Cobolli: München lässt grüßen
von Jens Huiber
zuletzt bearbeitet:
29.04.2026, 23:21 Uhr

Nein, der Zuspruch der Top-Profis für die Verlängerung mittlerweile fast aller 1000er-Turniere ist wirklich nicht groß. Auch Alexander Zverev hat sich schon mehrfach kritisch geäußert. Aber man stelle sich nun vor, die Sause in der Caja Magica müsste innerhalb einer Woche über die Bühne gehen. Dann hätte Zverev ja nach seinem sehr, sehr späten Erfolg gegen Jakub Mensik am selben Tag noch einmal ran gemusst.
So aber hatte Zverev aber ein paar Stunden länger frei. In denen er aber sicherlich auch trainiert hat. Einfach weil die deutsche Nummer eins nicht aus seiner Haut kann.
Nun geht es heute für Zverev also wieder gegen Flavio Cobolli (ab 20 Uhr live bei Sky und in unserem Liveticker). Der Italiener hat Zverev vor nicht einmal zwei Wochen im Halbfinale recht sicher im griff gehabt. Damals hatte der mit der Niederlage entthronte Titelverteidiger gemeint, dass er einfach ein bisschen müde gewesen sei.
Cobolli in München gegen Zverev erfolgreich
Das könnte auch nach dem Erfolg gegen Jakub Mensik der Fall sein. Der erste Satz war Zverev da ja sehr geschmeidig gelungen, danach wurde es immer kälter und das Match immer ausgeglichener. Dass Zverev letztlich gewinnen konnte, war wohl auch seiner Fitness geschuldet. Da hat Mensik noch große Defizite.
Flavio Cobolli dagegen lebt von seiner Beinarbeit. Der Italiener fliegt nur so über den Court, am Dienstag hat dies Daniil Medvedev erfahren. Der Russe hat sein Ausscheiden mit Würde getragen, nach einem eher mauen Saisonstart spielt Cobolli nun wirklich gutes Tennis. Was natürlich auch für Alexander Zverev gilt.
Die erneut späte Spielansetzung sollte von der Idee her eher Flavio Cobolli zum Vorteil gereichen. Je kälter und langsamer, umso besser für Cobolli. Denn im Madrider Frühlingsfrost entwickeln die Aufschläge von Alexander Zverev nicht immer die gewohnte Wucht. Und dieser Faktor könnte beim Wiedersehen mit Flavio Cobolli ein entscheidender sein. In München jedenfalls (bei solidem Wetter) hat Cobolli durchaus formidabel retourniert.
Hier das Einzel-Tableau in Madrid
