Zverev gegen Müller - warum Melbourne nicht Hamburg ist
Alexander Zverev trifft am Mittwoch in der zweiten Runde der Australian Open 2026 auf Alexandre Müller. Und ist trotz einer Niederlage im bislang letzten Treffen klarer Favorit.
von Jens Huiber
zuletzt bearbeitet:
19.01.2026, 17:50 Uhr

Es ist nicht davon auszugehen, dass Alexander Zverev seinen Montagabend damit verbracht hat, sich das so elendslange (3:53 Stunden!) wie aber auch unterhaltsame Match zwischen Alexandre Müller und Alexei Popyrin im Hotelzimmer im TV anzusehen. Obwohl es ja darum ging, gegen wen Zverev am Mittwoch in der zweiten Runde der Australian Open antreten wird.
Dass es dann Müller geworden ist, nun, damit kann Zverev gut leben (mit Popyrin wäre das allerdings auch so gewesen). Der Franzose ist jedenfalls kein Gegner, der Zverev aus dem Turnier servieren wird wie zuletzt Hubert Hurkacz beim United Cup. Mit spielerischer Finesse á la Alexander Bublik oder Carlos Alcaraz ist der Franzose auch nicht gesegnet. Wenn schon, dann muss Müller gegen Zverev über den Kampf ins Match finden. So, wie es ihm im vergangenen Jahr in Hamburg gelungen ist.
Zverev wird gewarnt sein
Da hat Müller nämlich das Achtelfinale im Tiebreak des dritten Satzes für sich entschieden, Zverev damit den Heimsieg verwehrt. Was die deutsche Nummer eins verschmerzen konnte - zum einen, weil Zverev am Rothenbaum im jähr 2023 ja ohnehin schon einen Titel geholt hat. Und zum anderen, weil er dann ja doch noch ein paar Tage Vorbereitung vor Ort in Roland-Garros genießen konnte. Bei einem Event, das ihm natürlich sportlich viel wichtiger war als jenes in seiner Geburtsstadt.
Der Vollständigkeit halber: Die beiden Partien gegen Alexandre Müller davor hatte Alexander Zverev ziemlich eindeutig gewonnen. Was die Ausgangslage für das Treffen am Mittwoch auch gut beschreibt. Im Grunde kann sich der Weltranglisten-Dritte nur selbst schlagen. Bei allem Respekt vor der aktuellen Nummer 52 in den ATP-Charts. Andererseits haben die Schicksale von Félix Auger-Aliassime, Jiri Lehecka oder Flavio Cobolli gezeigt, dass auch in der frühen Phase eines Grand-Slam-Turniers Hürden warten können, die einen vermeintlichen Favoriten ins Straucheln bringen. Oder zu Fall.
Hier das Einzel-Tableau der Männer
