Zwei Superstars, ein Flieger: Alcaraz und Sinner in Melbourne angekommen

Carlos Alcaraz und Jannik Sinner sind nach ihrem Schaukampf in Seoul gemeinsam nach Melbourne zu den Australian Open gereist.

von Jens Huiber
zuletzt bearbeitet: 11.01.2026, 12:31 Uhr

Es passt kein Blatt Papier zwischen Jannik Sinner und Carlos Alcaraz
© Getty Images
Es passt kein Blatt Papier zwischen Jannik Sinner und Carlos Alcaraz

Man stelle sich einmal vor, dass Ivan Lendl und John McEnroe einen Schaukampf gegeneinander bestritten hätten - und dann gemeinsam zum nächsten Turnier weitergereist wären. Nein, das übersteigt jede noch so rege Fantasie. Eher hätte der eine ein Fahrrad genommen als mit dem anderen in dasselbe Flugzeug zu steigen. Ob diese Rivalität gesund war, weiß man nicht. Aber dass McEnroe und Lendl auch abseits des Platzes Rivalen waren, darüber gab es keine Zweifel. 

Carlos Alcaraz und Jannik Sinner dagegen kommen bestens miteinander aus. Bevor die beiden die Weltherrschaft im Tennis übernommen haben, gab es ja auch gemeinsame Trainingstage in Spanien. Und jetzt haben Carlitos und Jannik eben ökonomisch gedacht und sind gemeinsam von Seoul aus nach Melbourne geflogen. Dort wird nun eine Woche lang trainiert, ehe es dann mit dem ersten Major 2026 losgeht. 

Medvedev als größter Herausforderer?

Dort sind Alcaraz und Sinner, die die jüngsten acht Titel bei den Majors gewonnen haben, natürlich haushohe Favoriten. Alleine schon deshalb, weil die Konkurrenz bislang auch wenig gezeigt hat, das die Branchenführer in Aufregung versetzen würde. Taylor Fritz kämpft mit seinem Körper, hat beim United Cup erstaunlich viele Matches verloren. Alexander Zverev ist eben da an Hubert Hurkacz zerschellt. 

Novak Djokovic wiederum wollte sich eigentlich in Adelaide einschlagen, sagte seinen Start beim 250er dann aber doch ab, weil er sich noch nicht fit genug fühlte. Keine guten Vorzeichen für jenen Mann, der in der Vorsaison bei allen vier Grand-Slam-Turnieren das Halbfinale erreicht hatte. Am ehesten könnte noch Daniil Medvedev eine Gefahr für Sinner und Alcaraz werden - aber der Russe hat in den direkten Duellen mit den beiden zuletzt nicht viel Licht gesehen. 

Und so ist die größte Frage wohl, wie Carlos Alcaraz mit der Trennung von Juan Carlos Ferrero zurecht kommt. In Seoul war das kein Thema. In Melbourne könnte es eines werden.
 

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Sonntag
11.01.2026, 15:20 Uhr
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