Ab vier Stunden chancenlos: Jannik Sinner keiner für lange Distanzen

Dass Jannik Sinner am letzten Sonntag seinen Titel in Wimbledon gegen Alexander Zverev erfolgreich verteidigen konnte, lag ganz sicher an der dominanten Spielweise des Südtirolers. Der damit seiner größten Schwäche aus dem Weg ging: der langen Spielzeit.

von Daniel Hofmann
zuletzt bearbeitet: 14.07.2026, 22:00 Uhr

Jannik Sinner bevorzugt eindeutig die zügigen Matches bei Grand Slams.
© Getty Images
Jannik Sinner bevorzugt eindeutig die zügigen Matches bei Grand Slams.

Auch wenn Alexander Zverev am Sonntag mit der Satzführung nach dem Tiebreak des ersten Satzes sicherlich die Hoffnungen bei den deutschen Tennisfans deutlich größer werden ließ, so musste sowohl der Weltranglistenzweite als auch seine Gefolgschaft am Ende anerkennen, dass Jannik Sinner an diesem Tag nicht zu schlagen war. Zu dominant war die Vorstellung des Südtirolers ab dem zweiten Satz.

Dass die folgenden drei Sätze dann hintereinander an Sinner gingen, war für den Weltranglistenersten durchaus wichtig. Denn wie eine Statistik nach dem Rasenklassiker zeigt, wäre es bei einem fünften Satz für Jannik Sinner wohl schwierig geworden. Denn das Match hätte dann über vier Stunden gedauert. Und Matches die eine Spielzeit von 3:50 Stunden überschritten, hat der Brachenprimus noch nie gewonnen.

Sinner ohne Sieg nach einem Marathom-Match

Die Bilanz ist echt kaum zu glauben, doch Jannik Sinner unterlag in allen neun Matches, die diese Spielzeit überschritten. Interessant ist dieser Aspekt natürlich auch im Zusammenhang mit der Fitnessdebatte, die um den Italiener nach den French Open kusierte. Nach seiner frühen Niederlage in der Hitze von Paris bezweifelten viele Beoabchter des Tennissports, dass Sinner in Wimbledon mit hundert Prozent agieren kann. Das eher moderate Wetter in den 14 Tagen von London warsicherlich hilfreich.

Nun hat der 24-Jährige die kritischen Stimmen verstummen lassen. Doch Zweifel bleiben zumindest in Sachen Spieldauer. Ein Sieg nach einem Marathonmatch bei den  US Open könnte diese Diskussion endgültig beenden. Doch wer gerade einen Grand-Slam-Titel gewonnen hat, der ist wiederum eigentlich niemanden Rechenschaft schuldig. Trotzdem wäre ein Duell über fünf Sätze am Sonntag gegen Alexander Zverev sicherlich interessant geworden. 

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Mittwoch
15.07.2026, 08:00 Uhr
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