Alexander Zverev im erlauchten 500er-Club - als dritter Deutscher nach Becker und Haas

Alexander Zverev hat am Donnerstag den nächsten Meilenstein seiner herausragenden Karriere erreicht: den 500. Matchsieg.

von Jens Huiber
zuletzt bearbeitet: 03.08.2025, 13:05 Uhr

In Wimbledon wurde Alexander Zverev vor ein paar Wochen gefragt, wie er denn als Veteran die eine oder andere Entwicklung auf der ATP-Tour einschätze. Der Journalist konnte die Frage allerdings gar nicht zu Ende stellen - denn Zverev war nur mäßig amüsiert darüber, dass er schon als Veteran gilt. Wahr ist natürlich: Die langjährige deutsche Nummer eins spielt seit 2014 auf der ATP-Tour, da hat sich naturgemäß schon einige Erfahrung angesammelt.

Und Siege. Das 6:7 (3), 6:3 und 6.2 gegen Matteo Arnaldi am Donnerstagabend in der dritten Runde des ATP-Masters-1000-Turniers in Toronto war der 500. Matcherfolg von Alexander Zverev. Damit liegt Zverev unter den noch aktiven Profis auf Platz fnf. Lediglich Novak Djokovic, Marin Cilic, Gael Monfils und Stan Wawrinka haben öfter einen Court auf der ATP-Tour als Sieger verlassen als der gebürtige Hamburger. Lediglich sechs Profis haben in der jüngeren Vergangenheit dafür weniger Versuche gebraucht als Zverev: Rafael Nadal, Djokovic, Roger Federer, Andy Murray, Andy Roddick und Lleyton Hewitt. Nadal, das nur zum Vergleich, ist mit einer Bilanz von 500 Siegen zu 105 Niederlagen „gestartet“. Alexander Zverev mit 500 zu 212.

Zverev deutlich erfolgreicher als Medvedev und Co.

Aus rein deutscher Sicht ist Zverev der dritte 500-Siege-Mann: Ganz oben thront Boris Becker mit 713, Tommy Haas hat während seiner Karriere 569 gesammelt. 

Wie außergewöhnlich Zverevs Bilanz ist, beweist vielleicht ein Blick auf seine unmittelbaren Konkurrenten im selben Alter. Daniil Medvedev etwa, der nach der Partie von Zverev gegen Toronto-Titelverteidiger Alexei Popyrin zu später Stunde verlor, kommt „nur“ auf 405 Matchsiege. Stefanos Tsitsipas steht bei 364, Andrey Rublev bei 360.

„500 ist definitiv ein Meilenstein und darüber bin ich glücklich“, erklärte Zverev noch auf dem Court. Als junger Spieler wolle man zunächst einfach nur Erfolge feiern und eine gute Karriere haben. Das ist bei Alexander Zverev längst der Fall. Sollten allerdings weitere 500 Siege folgen, dann würde der 28-Jähirge unwiderruflich den Status eines Veteranen einnehmen. Der nächste Sieg ist bekanntlich aber immer der schwierigste. Was im Fall von Zverev ganz besonders stimmt. Denn im Achtelfinale von Toronto muss er gegen Francisco Cerundolo ran, der alle drei bisherigen Duelle mit Zverev gewonnen hat.

Hier das Einzel-Tableau in Toronto 

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