Alexander Zverev: Mal wieder nur der Sieger der Herzen
Alexander Zverev unterlag auf dramatische Art und Weise im Halbfinale der Australian Open gegen Carlos Alcaraz. Am Ende springt trotz einer starken und kämpferischen Leistung wieder kein Titel heraus.
von Daniel Hofmann
zuletzt bearbeitet:
30.01.2026, 14:46 Uhr

„Wird der irgendwann mal müde?“ fragte Alexander Zverev in der Mitte des zweiten Satzes in Richtung seiner Box. Ein Satz, der bezeichnend war für eine Partie, die in nur ganz wenigen Phasen nicht auf Augenhöhe stattgefunden hat. Trotzdem hatte Carlos Alcaraz in der Gesamtbetrachtung des Matches stets das berühmte Quäntchen mehr Spielglück. Diese Kleinigkeiten entscheiden am Ende einen solchen Fünfsatzkrimi.
Carlos Alcaraz wurde in der Tat müde. Zumindest hatte der Spanier körperliche Probleme ab Mitte des dritten Satzes, die Alexander Zverev nicht ausnutzen konnte. Der spanische Matador kämpfte sich zurück in den Spielmodus, während Alexander Zverev mit viel Biss den Weg zurück in das Match gefunden hat, was auch Gegner Alcaraz nach dem Duell honorierte.
Zverev bekommt Lobeshymnen, aber keinen Titel
Damit zerlief auf dem brütend heißem Hardcourt der Rod Laver Arena an diesem Freitag erneut eine Chance auf den langersehnten ersten Grand-Slam-Titel der Karriere für den selbstbewusst agierenden Alexander Zverev. Am Ende bleiben wieder nur die Sätze zur Anerkennung der Leistung und dem tollen Kampf, den der Wahl-Monegasse über fünf Stunden lieferte.
Diese Niederlage könnte Nachwirkungen haben und die Tennissaison 2026 nachhaltig beeinflussen. Doch das wird sich erst dann zeigen, wenn Alexander Zverev auf der Major-Bühne erneut auf einen der großen Namen treffen wird. Bis dahin besser einfach mal den Kopf ausschalten.
