Jannik Sinner hat Career-Masters im Blick, Alexander Zverev sieht "zwei Lücken"

Alexander Zverev fand nach seiner klaren Finalniederlage beim Masters-Turnier gegen Jannik Sinner in Madrid klare Worte.

von Florian Goosmann
zuletzt bearbeitet: 03.05.2026, 20:41 Uhr

Alexander Zverev, Jannik Sinner
© Getty Images
Alexander Zverev, Jannik Sinner

Bei der Sektdusche, da immerhin spielte Alexander Zverev mutig nach vorne. Während Jannik Sinner noch am Verschluss seiner Schampusflasche werkelte, nutzte Zverev seine einzige Chance des Tages, um dem Italiener eine Abreibung zu verpassen. Immerhin. 

Das 1:6, 2:6 zuvor, im Finale des 1000er-Turniers, das versuchte Zverev gar nicht, sich schönzureden. Jannik Sinner sei “mit Abstand der beste Spieler der Welt momentan”, urteilte der Deutsche. Der nun seine letzten neun Aufeinandertreffen mit dem Italiener allesamt verloren hat. Alleine vier Mal haben die beiden bereits in diesem Jahr gegeneinander gespielt. Und drei Mal im Herbst des Vorjahres.

Was zweierlei zeigt: Zverev spielt extrem konstantes Tennis, das ihn in aller Regelmäßigkeit in die finalen Runden bringt. Dort aber trifft er mit Sinner aktuell auf einen, der keine Schwächen zeigt. 

In Madrid kam hinzu, dass Zverev nicht seinen besten Tag erwischt hatte. Vom Offensivgeist der letzten Monate war wenig zu spüren, Sinner allerdings agierte auch einem brutal hohen Niveau, vor allem beim Return. Zur Einordnung: Zverev verfehlte im gesamten Match lediglich acht erste Aufschläge (er legte damit eine durchaus starke Erste-Aufschlag-Quote von 77 Prozent hin) - Sinner brachte es dennoch auf vier Breaks… Und der Italiener ließ selbst nichts anbrennen, gestattete Zverev keine Breakchance. 

Wer soll Sinner in Alcaraz' Abwesenheit aufhalten?

Sinner spielt damit, speziell nach Alcaraz' verletzungsbedingter Pause, in einer eigenen Liga. Zverev allerdings auch. Und das formulierte der Deutsche entsprechend. 

Auf die Frage, ob es aktuell eine große Lücke zwischen Sinner und Alcaraz und dem Rest des Feldes gebe, antwortete Zverev: “Ich glaube, dass es eine große Lücke zwischen Sinner und allen anderen gibt zurzeit.” Und dann gebe es noch eine zwischen Alcaraz, ihm selbst, womöglich Djokovic - und den anderen. “Ich denke also, dass es zwei Lücken gibt.”

Holt Sinner in Rom das Career-Masters?

Tatsächlich tut sich die Frage auf, wer Sinner aktuell auf seiner Rekordjagd aufhalten soll. Alcaraz, der mit dem Sieg bei den Australian Open und in Doha einen Fabel-Start ins Jahr hingelegt hatte, fällt auf unabsehbare Zeit aus. Rom und die French Open hat er bereits abgesagt.

Dort kann sich der Weltranglisten-Erste damit unsterblich machen. Rom ist das einzige Masters-Turnier, das Sinner noch fehlt für “alle Neune” - die übrigen Events der Masters-Serie hat er allesamt mindestens ein Mal gewonnen. Und Roland-Garros ist das einzige Major-Turnier, das Sinner noch zu seinem Karriere-Grand-Slam fehlt. 

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Montag
04.05.2026, 08:11 Uhr
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