Alexander Zverev und Stefanos Tsitsipas - Keine dicken Freunde

Alexander Zverev trifft im Viertelfinale des ATP-Masters-1000-Turniers von Madrid auf Stefanos Tsitsipas (ab 19:30 Uhr live auf Sky und in unseren Live-Scores). Die Bilanz gegen den Griechen ist ausgeglichen.

von Jens Huiber
zuletzt bearbeitet: 10.05.2019, 15:50 Uhr

Stefanos Tsitsipas ermangelt es nicht an Selbstvertrauen
Stefanos Tsitsipas ermangelt es nicht an Selbstvertrauen

Alexander Zverev sagt es, wie es ist. Das hat er nicht nur vergangene Woche in München so gehalten, als die deutsche Nummer Eins freimütig über seine diversen Baustellen wie die Situation mit Manager Patricio Apey, die Trennung von seiner Freundin und die Absenz seines Vaters Auskunft gab. Auch im Sommer 2018 hat Zverev ein offenes Wort an alle gerichtet, die ihm gerne zuhören: Da erklärte der mittlerweile 22-Jährige nach seiner Niederlage gegen Stefanos Tsitsipas in Toronto sinngemäß, dass dieser eigentlich gar nicht so besonders gut gespielt hätte. Er, Zverev, hätte den Sieg verschenkt.

Wie das beim ebenfalls mit einem gerüttelt Maß an Selbstvertrauen ausgestatteten Griechen angekommen ist, darüber lässt sich trefflich spekulieren. Tsitsipas pflegt eine innige Feindschaft zu Daniil Medvedev, vielleicht auch, weil er dem Russen spielerisch bis dato nichts anhaben konnte. Gegen Zverev, auf den der Mann aus Athen heute um 19:30 Uhr beim ATP-Masters-1000-Turnier in Madrid trifft (live auf Sky und in unserem Match-Tracker).

Tsitsipas mit zweitem Turniersieg

Zverev hat am Mittwoch David Ferrer in den Ruhestand geschickt, sich gegen Hubert Hurkacz im Achtelfinale sehr schwer getan. Der gebürtige Hamburger agierte über weite Strecken zu passiv, Hurkacz tat in den entscheidenden Situationen seinem Gegner mehrere Gefallen, produzierte zum Teil erstaunliche Fehler. Und musste sich nach der Partie fragen, wie er nach gewonnenem ersten Satz zweimal eine Break-Führung nicht über die Runden bringen konnte.

Tsitsipas hatte am Donnerstag mit Fernando Verdasco erstaunlich wenige Probleme, davor gegen Adrian Mannarino ebenso. Vergangene Woche holte sich der 20-Jährige in Estoril seinen ersten Titel auf Sand, den dritten insgesamt in seiner Karriere nach Stockholm 2018 und Marseille 2019. In der Jahreswertung, dem Race to London, liegt Stefanos Tsitsipas auf einem starken vierten Rang noch vor Dominic Thiem. Alexander Zverev wurde vor dem Turnier in Madrid nur auf Position 20 geführt.

Dass es zwischen den beiden nicht ganz rund läuft, hat Alexander Zverev dann auch vor ein paar Tagen noch einmal bestätigt, wenn auch sehr subtil: Auf die Frage, wem aus der jungen Garde er denn am ehesten einen Sieg bei einem der großen Turniere zutraue, antwortete Zverev ohne Zögern: „Den beiden Kanadiern.“ Dabei sind Denis Shapovalov und Félix Auger-Aliassime in den ATP-Charts weit hinter Stefanos Tsitsipas klassiert. Der derzeit übrigens auch von Patricio Apey gemanaget wird - dem Vernehmen nach die Geschäftsbeziehung mit dem Chilenen aber ebenfalls möglichst bald beenden möchte.

Hier das Einzel-Tableau in Madrid

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von Jens Huiber

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10.05.2019, 14:56 Uhr
zuletzt bearbeitet: 10.05.2019, 15:50 Uhr

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