Alexander Zverev: Was hinter seinen Erfolgen wirklich steckt

Der deutsche Tennisstar dankt seiner Mutter für ihren unerschütterlichen Glauben. Seine Worte machen deutlich, welche Herausforderungen ein Leben mit Diabetes für ein Kind und dessen Familie mit sich bringt – und warum Zverev heute selbst anderen Betroffenen hilft.

von tennisnet.com
zuletzt bearbeitet: 14.09.2026, 13:52 Uhr

Diese Zverevs! Mischa, Sascha, Alexander sr. und Irina
© Getty Images
Diese Zverevs! Mischa, Sascha, Alexander sr. und Irina

Wenn Alexander Zverev auf dem Tennisplatz steht, sehen die meisten Menschen vor allem den erfolgreichen Spitzensportler: seine Aufschläge, seine Siege und die körperlichen Höchstleistungen, die er Woche für Woche auf der Tour erbringt. Was dabei oft in Vergessenheit gerät, ist der lange und schwierige Weg, der hinter diesen Leistungen steckt. 

Zverev lebt seit seiner frühen Kindheit mit Typ-1-Diabetes. Im Alter von vier Jahren wurde die Erkrankung diagnostiziert. Die damalige Einschätzung der Ärzte war ernüchternd: Sein Leben und vor allem seine sportlichen Möglichkeiten würden dadurch stark eingeschränkt sein. 

Bei der Siegerehrung nach seinem Triumph bei den US Open erinnerte Zverev daran, welche entscheidende Rolle seine Mutter in dieser Zeit spielte: „Wenn dein vierjähriger Sohn mit Diabetes diagnostiziert wird und die Ärzte dir sagen, dass sein Leben und der Sport sehr begrenzt sein werden, braucht es eine unglaublich starke Mutter, die aus dieser Ordination hinausgeht und sagt: ,Mein Sohn wird dorthin kommen, wo er hinwill. Wenn er Tennisspieler werden will, wird er Tennisspieler. Diese Krankheit wird uns nicht definieren.‘“ Für Zverev ist deshalb klar: Seine Mutter sei „die wichtigste und stärkste Person“, die er kenne.

Was eine solche Diagnose für eine Familie bedeutet 

Diese Worte zeigen eine Seite des Spitzensportlers, die im Alltag der Profitour nur selten sichtbar wird. Man sieht Zverev heute bei seinen Topleistungen auf dem Court. Man sieht, wie er über Stunden kämpft, Turniere gewinnt und sich mit den Besten der Welt misst. Doch oft wird vergessen, was eine Diabetes-Diagnose für ein kleines Kind und dessen gesamte Familie bedeutet. 

Es geht nicht nur um medizinische Werte und regelmäßige Kontrollen. Es geht um Ängste, Unsicherheit und die Frage, was im Leben überhaupt möglich sein wird. In der Schule, im Sport und später während der Pubertät bringt die Erkrankung zusätzliche Herausforderungen mit sich. Auch Eltern und Geschwister sind gefordert, Verantwortung zu übernehmen, Sicherheit zu geben und gleichzeitig dafür zu sorgen, dass sich das Kind nicht ausschließlich über seine Krankheit definiert. 

Dass Zverev trotz dieser Voraussetzungen den Weg an die Weltspitze geschafft hat, ist daher nicht nur eine außergewöhnliche sportliche Leistung. Es ist auch das Ergebnis eines starken familiären Umfelds und eines unerschütterlichen Glaubens daran, dass Diabetes große Ziele nicht grundsätzlich verhindern muss.

Engagement weit über den Tennisplatz hinaus 

Zverev nutzt seine Bekanntheit inzwischen, um anderen Menschen mit Diabetes zu helfen. Mit der Alexander Zverev Foundation unterstützt er insbesondere Kinder und Jugendliche, die an Typ-1-Diabetes erkrankt sind. Gleichzeitig möchte die Stiftung Aufmerksamkeit schaffen und Betroffenen Mut machen. 

Unterstützt wird Zverev bei diesem Engagement auch von seinem Partner OMNi-BiOTiC®. Gemeinsam werden Initiativen umgesetzt und Gelder gesammelt, um die Arbeit der Stiftung voranzutreiben und betroffenen Familien konkret zu helfen. 

Zverev zeigt damit, dass sein Einfluss weit über Ergebnisse, Weltranglistenpunkte und gewonnene Trophäen hinausgeht. Großartig ist nicht nur, was Sascha Zverev auf dem Tennisplatz leistet. Mindestens ebenso bemerkenswert ist, wie offen er mit seiner Erkrankung umgeht und wie er seine eigene Geschichte nutzt, um anderen Kindern und ihren Familien Hoffnung zu geben.

von tennisnet.com

Montag
14.09.2026, 19:57 Uhr
zuletzt bearbeitet: 14.09.2026, 13:52 Uhr