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Andre Agassi übt Kritik an Sinners Match-Vorbereitung

In der Expertenrunde von TNT Sports wurde das frühe Aus von Jannik Sinner bei den French Open thematisiert. Dabei sieht die US-amerikanische Tennislegende Andre Agassi grundlegende Versäumnisse des Südtirolers bei dessen Vorbereitung auf die Partie gegen Juan Manuel Cerundolo, die bei hohen äußeren Temperaturen stattfand.

von Dietmar Kaspar
zuletzt bearbeitet: 05.06.2026, 10:59 Uhr

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Tennislegende Andre Agassi sieht bei der Vorbereitung von Jannik Sinner auf Matches bei heißen Bedingungen noch Optimierungsbedarf.

Prominent war wieder einmal das Aufgebot an absoluten Tennis-Experten, als TNT Sports zur fachlichen Einordnung der aktuellen Geschehnisse in Roland Garros lud. Doch gebannt lauschten Ex-Profis wie John Isner und Caroline Wozniacki, als Andre Agassi seine Meinung bezüglich des frühen Aus von Top-Favorit Jannik Sinner zum Besten gab.

Hellhörig wurde die Runde besonders, als die US-amerikanische Tennislegende nicht die körperliche Fitness, sondern die Vorbereitung des Südtirolers auf das Match in Zweifel zog: „Es gibt einen Unterschied zwischen fit sein und vorbereitet sein. Wir reden nicht über einen Spieler, der nicht hart arbeitet. Wir reden nicht über jemanden, der körperlich nicht vorbereitet ist um auf dem höchsten Level zu agieren. Wir reden über den aktuell besten Spieler der Welt.“

An der vorhandenen körperlichen Fitness des vierfachen Major-Champions hegt der ehemalige Weltranglistenerste aufgrund seiner vergangenen Folge keinen Zweifel: „Im letzten Jahr war er in der Lage, ein fünfeinhalb stündiges Finale zu spielen. Es gibt für ihn keine Entschuldigung, das er diesmal nach 1:45 Stunden in die Wand gecrasht ist. Da stimmt etwas nicht. Er war ein Match davon entfernt, das Draw weit für sich offen zu haben. Viele von uns dachten, er würde weit kommen und dabei kaum Sätze abzugeben.“

Aufgrund der gewohnt perfektionistischen Herangehensweise im Team Sinner, der neben seinen Top-Coaches Darren Cahill und Simone Vagnozzi auch einen großen Stab von Ärzten und Fachleuten um sich schart, verwunderte ihn dieser körperliche Einbruch des Weltranglistenersten komplett: „Es gibt da etwas, das sie überprüfen müssen. Vielleicht sollten sie eine weitere Person ins Team holen oder eine andere Perspektive einnehmen. Ich glaube, es könnte ein Problem im Zusammenhang mit der Flüssigkeitszufuhr vorliegen.“

Erfahrungen, lange Matches bei extremer Hitze zu spielen, durfte Agassi gerade auch bei seinen insgesamt vier Grand-Slam-Titeln in Melbourne zur Genüge sammeln. Einen Schlüssel für seine großen Erfolge dort sieht er in der entsprechenden Flüssigkeitsaufnahme: „Immer, wenn ich in Australien bei großer Hitze ein Best-of-five-Match bestritt, habe ich in den 24 Stunden rund um das Spiel 12 bis 24 Liter Wasser getrunken – zusätzlich zu meinem Kohlenhydrat- und Proteinverhältnis von 4 zu 1. Aber man muss das eben auch konsequent durchziehen. Es ist immer besser, man hat es vorrätig obwohl man es nicht benötigt, als wenn man es nicht vorrätig hat, obwohl man es benötigt.“

Hier das Einzel-Tableau der Herren aus Roland Garros

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