ATP-Challenger Bonn: Rodionov kämpft sich zum Sieg gegen McDonald
Mit einer deutlichen Leistungssteigerung kämpfte sich der Niederösterreicher Jurij Rodionov im Achtelfinale des ATP-Challenger-75-Turniers in Bonn nach einem Fehlstart gegen den Schweriner Niels McDonald zurück in die Partie und triumphierte am Ende noch in zwei Sätzen. Ebenfalls den Einzug in Viertelfinale schaffte der Düsseldorfer Teenager Jamie Mackenzie mit einem Dreisatz-Erfolg gegen den Dänen Elmer Moller.
von Dietmar Kaspar
zuletzt bearbeitet:
29.07.2026, 19:12 Uhr

Als Titelverteidiger ging der Matzener Jurij Rodionov favorisiert in seine Achtelfinal-Partie gegen den Schweriner Niels McDonald, der per Wildcard im Turnier startete. Doch der deutsche French-Open-Juniorensieger aus dem Vorjahr fühlte sich zum Start pudelwohl auf dem Platz und erspielte sich eine schnelle 3:0-Führung. Beim Stand von 3:5 sah sich der 27-jährige Rodionov bei eigenem Service gar drei Satzbällen gegenüber, konnte diese aber alle abwehren und in den Tiebreak vorrücken. Dort hatte der Linkshänder mit 7:3 das Momentum auf seiner Seite und konnte den ersten Durchgang noch für sich verbuchen.
Mit dem Satzgewinn im Rücken spielte Rodionov nun seine ganze Routine aus, verschaffte sich ein frühes Break und ließ bei eigenem Aufschlag nichts mehr anbrennen. Beim Stand von 5:3 erspielte sich der österreichische Davis-Cup-Spieler bei Aufschlag seines 18-jährigen Gegners zwei laufende Breakbälle und machte mit einem weiteren Break zum Abschluss den Deckel auf den 7:6 (3), 6:3-Erfolg nach 1:48 Stunden drauf.
Im Viertelfinale sieht sich der Weltranglisten-136. dem Düsseldorfer Jamie Mackenzie gegenüber
Mackenzie triumphiert im Achterbahn-Match gegen Molle
Der 18-jährige Mackenzie hatte gegen den Dänen Elmer Moller einen Wechsel zwischen Berg- und Talfahrt zu überstehen. Nachdem die Nr. 2 der Juniorenweltrangliste den ersten Satz mit seinen druckvollen Schlägen komplett dominierte und nur einen Spielverlust zulassen musste, fand sein an Nr. 7 gesetzter Gegner im zweiten Durchgang immer besser zu seinem variablen Spiel und konnte den Satzgleichstand mit dem gleichen Ergebnis herstellen. Im Entscheidungs-Durchgang hatten beide Spieler ihren Rhythmus bei eigenem Service gefunden, ehe der DTB-Junior die erste Break-Möglichkeit konsequent zur 4:2-Führung nutzen konnte. Zwar musste der Wildcard-Spieler in seinem letzten Aufschlagspiel noch eine Break-Chance seines 23-jährigen Gegners abwehren, besiegelte aber mit seinem ersten Matchball den 6:1, 1:6, 6:3-Erfolg nach 1:44 Stunden.
Hier das Einzel-Tableau aus Bonn
