ATP Cincinnati: Novak Djokovic vs. Daniil Medvedev ab 0 Uhr im Livestream, Liveticker und TV

Novak Djokovic bekommt es im Halbfinale des ATP-Masters-1000-Turniers von Cincinnati mit Daniil Medvedev zu tun. Das Match ist ab 0 Uhr MESZ in der Nacht zum Sonntag angesetzt und läuft live im TV und Stream bei Sky und in unserem Live-Ticker.

von Florian Goosmann
zuletzt bearbeitet: 20.08.2019, 19:33 Uhr

tennisnet.com Live Ticker

[Aktualisieren]

Ende

In dieser Verfassung hat Daniil Medvedev allerbeste Chancen, sich auch im Finale gegen David Goffin durchzusetzen. Diesem Match werden wir uns am Sonntag um 22:00 Uhr MESZ widmen. Einstweilen danke ich für das Interesse und wünsche eine gute Nacht.

Fazit

Nach gut 100 Minuten ist die Überraschung perfekt. Im Aufeinandertreffen der beiden in dieser Woche formstärksten Spieler gibt Daniil Medvedev dem Weltranglistenersten das Nachsehen, bezwingt Novak Djokovic nach Satzrückstand mit 3:6, 6:3 und 6:3. Damit zieht der Russe zum zweiten Mal in Folge und zum zweiten Mal überhaupt in das Finale eines Masters ein. Das verdiente sich der 23-Jährige durch einen grossartigen Auftritt. Nachdem sich der Rechtshänder im 1. Satz dem gleichfalls gross aufspielenden Gegner beugen musste, wusste sich der Weltranglistenachte danach stetig zu steigern. Wie zuvor auch Djokovic ging der Russe sogar noch eine Spur effizienter zu Werke, nutze alle seine drei Breakchancen und überdies auch stets gleich den ersten Satz- bzw. Matchball. Medvedev spielte sich fast in einen Rausch, traf zum Ende nahezu alles. Auf dem Niveau kam der Djoker letztlich nicht mehr mit.

6:3, 3:6, 3:6

Daniil Medvedev zaudert nicht, packt einen sensationellen Vorhandreturn aus. Die Filzkugel zischt cross über den Platz und bringt ihm den Sieg.

6:3, 3:6, 3:5

Dennoch geht Djokovic offensiv zu Werke marschiert nach vorn. Medvedev spielt einen knallharten Vorhandpassierball longline. Da kommt der Serbe zwar ran, bringt den Ball aber nicht übers Netz. Zwei Matchbälle für Medvedev!

6:3, 3:6, 3:5

Der Serbe verzieht eine Rückhand leichtfertig und wird weiter in die Enge getrieben. 15:30!

6:3, 3:6, 3:5

Danach jedoch verwandelt Medvedev den zweiten Matchball und stellt auf 5:3. Das bedeutet für Djokovic, es ist gewaltig Druck auf dem Kessel. Sein folgendes Aufschlagspiel muss sitzen.

6:3, 3:6, 3:4

Dann liegen zwei Spielbälle für Medvedev bereit. Das verleitet ihn, mit fast 206 Stundenkilometern auf einen zweiten Aufschlag drauf zu hauen. Doppelfehler!

6:3, 3:6, 3:4

Dann hat der Russe alle Zeit bei einem Smash. Den trifft er nicht sauber, das Ding gerät sehr lang. Der Russe aber hat Glück, der Ball berührt die Linie.

6:3, 3:6, 3:4

Plötzlich agiert Djokovic wieder sehr präzise, setzt jetzt seine Rückhand auf die Seitenlinie. Danach geht Medvedev in den Angriffsmodus, muss tief zum Volley runter, löst diese Aufgabe aber souverän. 15 beide!

6:3, 3:6, 3:4

Dann wuchtet der Djoker seine Rückhand cross über den Platz. Der Ball hat eine gute Länge und gibt Medvedev das Nachsehen. Der Serbe tut seine Pflicht und verkürzt auf 3:4.

6:3, 3:6, 2:4

In einem längeren Ballwechsel zeigt Djokovic seine ganze Klasse, zieht die Vorhand knallhart die Linie runter. Der Ball passt genau, da ändert auch die Challenge von Medvedev nichts.

6:3, 3:6, 2:4

In der Summe jedoch serviert Medvedev derzeit bärenstark, sorgt so für zwei schnelle Punkte und zieht auf 4:2 davon.

6:3, 3:6, 2:3

Eine Chance macht Djokovic mit einer Rückhand longline zunichte. Medvedev riskiert viel beim zweiten Aufschlag, fabriziert jetzt seinen zweiten Doppelfehler in diesem Aufschlagspiel.

6:3, 3:6, 2:3

Medvedev feuert weiter aus allen Rohren - Ass Nummer 15. Das nächste lässt nicht lange auf sich warten. Schnell liegen zwei Spielbälle bereit.

6:3, 3:6, 2:3

In dieser Phase unterläuft dem Serben der erste Doppelfehler. Das jedoch lässt sich verschmerzen - vor allem weil der Djoker sein fünftes Ass hinterher schickt und auf 2:3 verkürzt.

6:3, 3:6, 1:3

Nun sollte der Weltranglistenerste alsbald zurück in die Spur finden. In der Tat bahnt sich ein beschwerdefreies Aufschlagspiel an. 40:0!

6:3, 3:6, 1:3

Und der Russe punktet weiter mit dem Aufschlag. Zwei Spielbälle liegen bereit. Djokovic reagiert laufstark, legt die Vorhand kurz cross ab. Seinen zweiten Spielball aber nutzt Medvedev kurz darauf und zieht auf 3:1 davon.

6:3, 3:6, 1:2

Medvedev erlaubt sich einen Doppelfehler, mag das aber nicht glauben. Die Challenge gibt ihm Recht. Der 23-Jährige darf noch einmal und setzt sein 13. Ass.

6:3, 3:6, 1:2

Weiterhin werden die Chancen effizient genutzt. Diesmal hilft Djokovic, der mit einer Rückhand im Netz hängen bleibt und sein Service abgibt.

6:3, 3:6, 1:1

Djokovic macht Druck, fängt sich dann den Konter ein, kann den Halbflugball nur mit Mühe setzen. Medvedev ist zur Stelle und punktet mit der Rückhand. Das bringt zwei Breakbälle.

6:3, 3:6, 1:1

Überaus flink geht im Anschluss auch Medvedev zu Werke, haut dem Konkurrenten die Asse um die Ohren. Abschliessend zeigt sich der Russe am Netz aufmerksam, wuchtet den Schmetterball ins Feld und geht zu Null durch.

6:3, 3:6, 1:0

Mit seine vierten Ass verschafft sich der Djoker drei Spielbälle. Nachwirkungen nach dem Satzverlust sind nicht erkennbar. Der Serbe ist dann auch am Netz aufmerksam und drückt den Rückhandvolley zum Spielgewinn rein.

3. Satz

Nachdem sich Medvedev nochmals an rechten Oberarm behandeln hat lassen, eröffnet nun der Weltranglistenerste den finalen Durchgang.

Zwischenfazit

Wie im 1. Satz entschied das hoch effiziente Ausnutzen einer Breakchance. Diesmal war es Daniil Medvedev, der in den entscheidenden Phasen keine Gefangenen machte und den Satz letztlich souverän ausservierte. Für Novak Djokovic bedeutet das ungeliebte Überstunden.

6:3, 3:6

Noch einmal schlägt Medvedev gut auf, muss dann nur noch mit der Vorhand longline vollstrecken. Zu Null marschiert der Russe zum Satzgewinn.

6:3, 3:5

Folglich serviert Medvedev jetzt zum Satzgewinn. Nach dem neunten Ass sind wir bei 30:0. Das zehnte folgt auf dem Fuss. Drei Satzbälle sind zur Hand.

6:3, 3:5

Und jetzt schlägt Medvedev effizient zu, geht auf einen zweiten Aufschlag des Kontrahenten los und setzt die Rückhand longline perfekt. Das ist das Break zum 5:3.

6:3, 3:4

Djokovic nimmt die Herausforderung zunächst an, gleicht zum 30 beide aus. Im Anschluss jedoch schafft es sein Rückhandstopp nicht über das Spielhindernis, was Medvedev den ersten Breakball überhaupt beschert.

6:3, 3:4

Dann verlässt den Djoker das feine Händchen beim Volley. Der Vorhandflugball schafft es nicht übers Netz. Im folgenden langen Ballwechsel teilt eine Vorhand longline dieses Schicksal. 0:30!

6:3, 3:4

Danach rutscht Djokovic eine Vorhand seitlich ins Aus. Damit bringt Medvedev sein Service durch und stellt auf 4:3. Noch hält der Russe tapfer stand.

6:3, 3:3

Medvedev reagiert glänzend, punktet mit einer Rückhand cross und schiebt zwei Asse nach.

6:3, 3:3

Der Weltranglistenerste will es jetzt wissen und macht Druck. Der 32-Jährige taucht am Netz auf und drückt den Vorhandvolley rein. 0:30!

6:3, 3:3

Dann prügelt Medvedev beim Return etwas hektisch auf die Filzkugel ein, verzieht die Vorhand völlig. So bringt Djokovic sein Aufschlagspiel zügig zu Null durch.

6:3, 2:3

Kurz cross setzt Djokovic einen perfekten Rückhandstopp. Besser lässt sich der nicht spielen. Medvedev macht keinerlei Anstalten, diesen Ball noch zu erlaufen.

6:3, 2:3

Im Anschluss legt der angeforderte Physiotherapeut Hand am rechten Oberarm von Medvedev an. Dort scheinen ihn Schmerzen zu plagen. Aber es geht zunächst weiter, ernsthaft beeinträchtigt wirkt er bisher auch nicht.

6:3, 2:3

Anschliessend probiert es der 23-Jährige erneut mit einem Stopp. Wieder ist der Djoker zur Stelle. Nun aber spielt der Russe die Vorhand longline genau hinten ins Eck und stellt auf 3:2.

6:3, 2:2

Als Medvedev ein Rückhanstopp nicht gelingt, liegt plötzlich ein Breakball für Djokovic bereit. Darauf reagiert der Russe perfekt, schlägt zwei Asse in Folge.

6:3, 2:2

Bei einem gefühlvollen Halbvolley von Medvedev muss Djokovic wieder die Beine in die Hand nehmen, schiebt seine Vorhand dann mit Auge am Kontrahenten vorbei.

6:3, 2:2

Schon liegen wieder zwei Spielbälle bereit. Djokovic schlägt nochmals durch die Mitte auf. Der Rückhandreturn des Widersachers segelt ins Aus.

6:3, 1:2

Djokovic serviert durch die Platzmitte, das ist das dritte Ass des 32-Jährigen. Auch in der Folge geht die Nummer 1 clever zu Werke.

6:3, 1:2

Aufgeschoben ist nicht aufgehoben. Im Anschluss senkt sich eine Rückhand des Serben zu spät. Medvedev hält sein Service und legt wieder vor. Dieser fordert danach für die kommende Pause einen Physiotherapeuten an.

6:3, 1:1

Medvedev hat zwei Spielbälle, serviert wahrlich nicht schlecht nach aussen. Doch bekommt er den Vorhandreturn von Djokovic direkt vor die Füsse gespielt.

6:3, 1:1

Djokovic spielt einen Rückhandstopp, Medvedev kontert mit dem Gegenstopp und hat anschliessend das Feld für seinen Über-Kopf-Ball offen. Das aber sollte der einzige Punkt bleiben. Mit seinem zweiten Ass macht Djokovic das Spiel kurz darauf zu.

6:3, 0:1

Als Medvedev mit der Vorhand an der Netzkante hängen bleibt, reagiert Djokovic blitzschnell, holt diesen Ball in der Tat noch, sieht sich dann aber einem Lob gegenüber. Und der gerät eine Spur zu lang.

6:3, 0:1

Den zweiten Spielball weiss Medvedev zu nutzen, da der Rückhandreturn von Djokovic einen Hauch zu lang gerät.

2. Satz

Nun ist es an Medvedev, den zweiten Durchgang zu eröffnen. Zwar geht der erste Punkt weg, doch der Russe findet mit seinem dritten Ass in die Spur.

Zwischenfazit

Novak Djokovic lässt überhaupt keine Zweifel aufkommen. Höchst konzentriert geht die Nummer 1 zu Werke und nutzt die sich bietenden Chancen effizient aus. Dem Serben genügten ein Breakball und ein Satzball, um die entscheidenden Punkte zu machen. Das, was Daniil Medvedev anbot, nahm sein Gegenüber dankend an.

6:3

Und der Russe patzt noch einmal ohne grössere Not, verzieht jetzt seine Vorhand. Damit nutzt Djokovic seinen ersten Satzball zum Gewinn des ersten Durchgangs.

5:3

Als Medvedev eine Rückhand longline verrutscht, liegen zwei Satzbälle für den Djoker bereit.

5:3

Nun aber hat es Djokovic selbst auf dem Schläger, muss den Satz nur noch ausservieren. Etwas stotternd geht es los, dann zeigt der fünffache Wimbledonsieger lupenreines Serve and Volley, legt den Rückhandflugball sehr sicher ab. 30:15!

5:3

Letztlich ist es ein starker Aufschlag nach aussen, der einen Rückhandreturnfehler des Serben provoziert. Medvedev verkürzt auf 3:5.

5:2

Mit einem Rückhand-Lob hat Medvedev auch keinen Glück. Gefahr ist im Verzug! Da kommt dem Russen das zweite Ass doch sehr gelegen.

5:2

In der Folge steht Medvedev unter Druck, muss gegen den Satzverlust servieren. Der erste Punkt bei diesem Unterfangen landet auf seinem Konto. Dann unterläuft dem 23-Jährigen der erste Doppelfehler dieses Matches. 15 beide!

5:2

Danach braust der Serbe in anderthalb Minuten durch sein Aufschlagspiel, bringt dieses zu Null durch und zieht auf 5:2 davon.

4:2

Djokovic greift sofort zu, lässt den Russen erneut viel laufen, bis dem irgendwann der Strom ausgeht und die Rückhand im Netz hängen bleibt.

3:2

Im Anschluss stellt sich Djokovic den Gegner am Netz zurecht und passiert diesen mit einem Cross-Ball. Das bedeutet die erste Breakchance dieser Partie.

3:2

Mit einem feinen Vorhandstopp verschafft sich Medvedev einen weiteren Spielball. Diesen weiss der 23-Jährige nicht zu nutzen.

3:2

Seinen Spielball vermag Medvedev nicht zu nutzen, da Djokovic wieder gross aufspielt, den Kontrahenten geduldig laufen lässt, ehe er mit dem Smash vollendet.

3:2

Jetzt sucht Medvedev die Offensive und vollstreckt mit dem Vorhandflugball. Anschliessend schafft es ein Return von Djokovic nicht übers Netz. Erstmals geht es über Einstand.

3:2

Wunderbar verteilt Djokovic die Bälle, lässt den Gegner gehörig laufen. So spielt der topgesetzte Serbe den Russen grandios aus, setzt die Rückhand longline - und gegen die Laufrichtung des Widersachers.

3:2

Wenig später liegt ein Spielball für die Nummer 1 bereit. Erneut sucht der Titelverteidiger den Weg nach vorn, muss wieder tief zum Volley runter, und spielt den mit der Rückhand als Stopp kurz cross. Da läuft Mevdedev gar nicht erst los.

2:2

Dann hat der Djoker Pech mit einem Rückhandstopp, der auf die Netzkante fällt, sich aber entscheidet, im Feld des Serben zu Boden zu gehen. So probiert es der 32-Jährige im Anschluss wieder druckvoll mit der Vorhand. Medvedev gerät in Not, bringt den Ball nur ganz kurz zurück. Djokovic taucht am Netz auf, spielt einen tiefen Volley und legt diesen ganz gefühlvoll ab.

2:2

Es sollte der einzige Punktgewinn des Serben bleiben. Mit einer Vorhand inside-in verschafft sich Medvedev zwei Spielbälle. Und gleich der erste ist es, da ein Vorhandreturn von Djokovic zu lang gerät.

2:1

Im folgenden Aufschlagspiel des Russen bekommt Djokovic zunächst die Returns nicht hin. 30:0! Als das wenig später funktioniert, bringt ihm im anschliessenden Ballwechsel ein Vorhandfehler des Kontrahenten den Punkt.

2:1

Im Anschluss jedoch lässt der Weltranglistenerste nichts anbrennen, regelt die Angelegenheit über gute Aufschläge. Passenderweise beschert ihm das erste Ass den Spielgewinn zum 2:1.

1:1

Jetzt übt Medvedev Druck aus, nagelt den Gegner auf dessen Rückhandseite fest und spielt die Rückhand cross dann noch einmal in dieses Eck. Somit erwischt der Russe den Konkurrenten auf dem falschen Fuss.

1:1

Mit einem Aufschlag durch die Mitte organisiert sich der Russe einen Spielball, serviert anschliessend noch einmal stark. Der Return von Djokovic schafft es nicht übers Netz.

1:0

Medvedev probiert es mit einem Stopp - der gerät viel zu lang. Sein Gegenüber kontert mit dem Gegenstopp. Den erläuft der Russe, spielt die Vorhand auf den Körper von Djokovic, der mit einer Blitzraktion den Schläger vor die Brust bringt und die Filzkugel ins Feld des Gegners tropfen lässt.

1:0

Mit einer Vorhand longline treibt der Titelverteidger seinen Kontrahenten in den Rückhandfehler und verschafft sich zwei Spielbälle. Und als kurz darauf eine weitere Rückhand des Russen in den Maschen zappelt, hat Djokovic das erste Spiel im Sack.

0:0

Danach muss Djokovic zweimal über den Zweiten gehen. In letztem Fall packt Medvedev einen blitzsauberen Vorhandreturn aus, der die Linie runter zischt. 30:15!

1. Satz

Alles ist angerichtet. Novak Djokovic schreitet zur Tat und eröffnet das Match. Der erste Aufschlag kommt auf Anhieb. Es entwickelt sich gleich ein Ballwechsel, den der Serbe mit einer Rückhand longline abschliesst.

Wahl

In diesem Moment finden sich die Hauptdarsteller auf dem Platz ein. Naturgemäss heimst der grosse Novak Djokovic den grösseren Applaus ein. Nach einigen Handgriffen der Vorbereitung trifft man sich zusammen mit Stuhlschiedsrichter Mohamed Lahyani zur Wahl am Netz. Die Münze fällt zugunsten des Serben, der sich für Aufschlag entscheidet. Anschliessend spielen sich die beiden noch fünf Minuten ein.

Wetter

Um 18:00 Uhr Ortszeit herrschen in Cincinnati gute Bedingungen. Noch vor etwa drei Stunden gab es einen heftigen Regenschauer. Nun findet die Sonne bei 28 Grad immer wieder Lücken im locker bewölkten Himmel. Die Tribünen aber werfen zunehmend Schatten, weshalb der Center Court in Kürze komplett frei von direkter Sonneneinstrahlung sein wird. Das macht die Sache für unsere Protagonisten einfacher.

H2H

Vier Partien haben die Kontrahenten bereits gegeneinander bestritten - angefangen mit einem Davis-Cup-Match 2017, welches Medvedev im 4. Satz aufgeben musste. Im gleichen Jahr siegte Djokovic in Eastbourne (Rasen) in zwei Sätzen. 2019 begegnete man sich schon zweimal. In Melbourne hatte der Serbe auf dem Weg zum Turniersieg im Achtelfinale das bessere Ende. Erst im letzten Aufeinandertreffen - auf dem Sand von Monte Carlo - war Medvedev erstmals siegreich.

Djokovic 2019

Vier Endspiele bestritt Novak Djokovic in dieser Saison - das aber noch einmal auf einem ganz anderen Niveau, schliesslich spielte er fast ausnahmslos Masters- und Major-Turniere. Und der Weltranglistenerste gewann drei davon. Im Januar holte der Serbe seinen siebten Australian-Open-Titel, siegte dann beim Masters in Madrid und ergatterte in Wimbledon seinen insgesamt 16. Grand-Slam-Erfolg. Beim fünffachen ATP-Weltmeister sind eigentlich kaum noch Wünsche offen, der Hunger des Rechtshänders scheint dennoch längst nicht gestillt.

Djokovic in Cincinnati

Novak Djokovic spielt die Western and Southern Open zum 13. Mal. Lange rannte der Serbe dem Turniersieg im US-Bundesstaat Ohio hinterher, zog in fünf Endspielen den Kürzeren. Erst vor zwölf Monaten gelang dem fünffachen Wimbledonsieger der grosse Wurf. Mit seinem erstmaligen Triumph in Cincinnati machte der Djoker das Golden Masters perfekt, er hat als erster und einziger Spieler alle aktuellen Masters-Turniere gewonnen. In diesem Jahr gab auch der 32-Jährige noch keinen Satz ab, schaltete auf seinem Weg Sam Querrey, Pablo Carreno Busta und Lucas Pouille aus.

Medvedev in Cincinnati

Seit dem Debüt 2017 steht Medvedev in Cincinnati zum dritten Mal im Hauptfeld, schied bisher aber stets in der 1. Runde aus. Nun also schwingt sich der Russe zu neuen Höhen auf und schickt sich an, in sein zweites Masters-Finale in Folge zu stürmen. Auf seinem bisherigen Weg räumte er die ungesetzten Kyle Edmund, Benoit Paire, Jan-Lennard Struff und den Qualifikanten Andrey Rublev allesamt in zwei Sätzen aus dem Weg. Nun aber wartet eine richtig knackige Aufgabe.

Medvedev 2019

Daniil Medvedev ist eine der aktuell heissesten Nummern im Geschäft. Der 23-Jährige spielte in diesem Jahr bereits fünf Finals, gewann allerdings nur das 250er von Sofia, was seinen insgesamt vierten Turniersieg auf der ATP-Tour bedeutete. Zuletzt erreichte der Rechtshänder beim Rogers Cup in Montreal sein erstens Masters-Endspiel überhaupt, wirkte dort aber recht kraftlos und blieb gegen Rafael Nadal ohne Chance. Dennoch spülte ihn das in der Weltrangliste noch eine Stufe weiter nach oben. Besser als auf Platz 8 stand Medvedev nie.

Halbfinale

Drei der gesetzten Spieler sind bei den Western and Southern Open in Cincinnati im Turnier verblieben. Einer, der an 16 gesetzte David Goffin, steht nach seinem Halbfinalerfolg über Richard Gasquet bereits im Endspiel. Die anderen beiden, der topgesetzte Weltranglistenerste und die Nummer 9 der Setzliste, würfeln nun gleich den zweiten Finalisten aus. Dabei bekommt es der derzeit beste Tennisspieler der Welt mit einem ebenfalls sehr formstarken Russen zu tun.

Willkommen

Herzlich willkommen beim Masters-Turnier von Cincinnati zur Halbfinalbegegnung zwischen Novak Djokovic und Daniil Medvedev.

Novak Djokovic
© Getty Images
Novak Djokovic

Der Titelverteidiger bleibt der Mann in Cincinnati, den es zu schlagen gilt: Novak Djokovic ließ auch im Viertelfinale gegen Lucas Pouille nichts anbrennen. Nach einem engen ersten Satz blieb er im Tiebreak der stabilere Mann; in Durchgang zwei wehrte er drei Breakchancen des Franzosen sicher ab - 7:6 (2), 6:1 hieß es am Ende für den Weltranglisten-Ersten./

Alles im Lot also? Hoffentlich! Denn etwas Sorgen bereitete eine kurze Behandlungspause Djokovics am rechten Ellenbogen.

Der Serbe hatte hier in den Jahren 2016 und 2017 starke Probleme und unterzog sich Anfang 2018 einem kleinen Eingriff, seither schien wieder alles okay. Er habe eine Verspannung, vor allem beim Aufschlag, und etwas Schmerzen verspürt, sagte Djokovic im Anschluss an das Pouille-Match. "Ich werde das nach dem Spiel anschauen lassen und hoffentlich fit sein für morgen", kündigte er nach seinem Sieg an.

Im Halbfinale von Cincinnati trifft der Djoker auf einen der Spieler der Stunde - Daniil Medvedev. Der 23-Jährige steht mit Rang 8 in der Welt aktuell so hoch wie nie zuvor und feierte zuletzt 12 Siege aus 14 Spielen mit den Finals in Washington (Niederlage gegen Nick Kyrgios) und Montreal (Niederlage gegen Rafael Nadal).

Im Viertelfinale schlug er Federer-Bezwinger Andrey Rublev sicher mit 6:2 und 6:3 und gab damit noch keinen Satz im Verlauf des Turniers ab. Auch in Washington und Montreal hatte sich Medvedev jeweils ohne Satzverlust ins Finale gespielt.

Und Djokovic wird gewarnt sein: Zwar führt er im direkten Vergleich mit 3:1, das letzte Duell in Monte Carlo im Frühjahr aber gewann Medvedev. Auch bei den Australian Open gelang ihm gegen Djokovic ein Satzgewinn.

"Er ist in Form. Hat viel Selbstvertrauen, verfehlt keinen Ball von der Grundlinie. Er scheint auch nicht müde nach den vielen Matches zuletzt. Im Gegenteil, das scheint ihm gut zu tun", meinte der Djoker.

Auch Medvedev ist voll des Lobes für Djokovic, den er vom Spiel-Stil her als Vorbild betrachtet.

Djokovic vs. Medvedev live auf Sky

Das Match zwischen Novak Djokovic und Daniil Medvedev ist ab 0 Uhr MESZ angesetzt. Das erste Halbfinale spielen Richard Gasquet und David Goffin (ab 19 Uh MESZ). Zu sehen ist die Begegnung zwischen Djokovic und Medvedev im TV und Livestream bei Sky.

Verpasse keine News!
Aktiviere die Benachrichtigungen:
Djokovic Novak

von Florian Goosmann

Samstag
17.08.2019, 16:31 Uhr
zuletzt bearbeitet: 20.08.2019, 19:33 Uhr

Verpasse keine News!
Aktiviere die Benachrichtigungen:
Djokovic Novak