ATP: Frühere Nummer 49 denkt unter Tränen ans Karriereende
Federico Coria gehörte jahrelang zu den besten 100 Spielern der Welt. Nach Verletzungen und einem dramatischen Absturz im Ranking denkt der 34-jährige Argentinier nun offen ans Aufhören.
von Stefan Bergmann
zuletzt bearbeitet:
27.09.2026, 15:42 Uhr

Es waren emotionale Szenen beim ATP-Challenger in Buenos Aires: Federico Coria verlor in der zweiten Runde gegen den Weltranglisten-355. Eduardo Ribeiro mit 4:6, 5:7 – und kämpfte anschließend vor den heimischen Fans mit den Tränen. Noch deutlicher wurde der Argentinier später bei der Pressekonferenz: „Heute habe ich das Gefühl, dass es vielleicht das letzte Mal gewesen sein könnte.“
Dabei blickt der jüngere Bruder des früheren Weltranglistendritten Guillermo Coria auf eine durchaus beachtliche Karriere zurück. Federico stand fünf Jahre in Folge zum Saisonende in den Top 100 und erreichte im Februar 2023 mit Rang 49 seine persönliche Top-Platzierung. Auch schaffte er es zweimal in ein ATP-Finale: 2021 in Bastad gegen Casper Ruud und 2023 in Cordoba gegen Sebastian Baez. Dazu kommen sechs Titel auf Challenger-Ebene. Bei den Majors war sein bestes Ergebnis die dritte Runde der French Open 2020.
Entscheidungsfrist für Februar gesetzt
Von diesen Zeiten und Leistungen ist Coria derzeit allerdings weit entfernt. Nach einer Operation am rechten Ellbogen, der ihm enorme Probleme beim Aufschlag bereitet hatte, kamen Beschwerden am Bauch und am Oberschenkel hinzu. Die langen Pausen hinterließen auch im Ranking deutliche Spuren: Von Rang 49 der Welt ging es in rasantem Tempo jenseits der Top 900.
Ganz aufgeben will Coria allerdings noch nicht. Schon vor seinem Auftritt in Buenos Aires hatte sich der 34-Jährige selbst eine letzte Frist gesetzt: „Wenn ich bis Februar kein Turnier gewinne, höre ich auf.“ Spätestens beim Argentina Open 2027 soll also Klarheit herrschen. Zu wünschen wäre dem Sandplatz-Spezialisten der Turn-Around allemal.
