ATP Masters Montreal: Ben Shelton unter Druck - auch wegen der US Open
Erstmals tritt Ben Shelton bei einem ATP-Masters-1000-Turnier als Titelverteidiger an, allerdings hat er das kanadische Championat im vergangenen Jahr ja in Toronto geholt. 2026 wird in Montreal gespielt.
von Jens Huiber
zuletzt bearbeitet:
02.08.2026, 18:54 Uhr

Leute, die es wissen sollten, berichten darüber, dass man eher nach Montreal denn nach Toronto reisen muss, um touristisch auf seine Kosten zu kommen. Wer der ATP- (oder auch der WTA-)Tour Woche für Woche folgt - und zwar physisch - der kann ja jeweils nach zwei Jahren Bilanz ziehen: Denn einmal sind die Frauen in Montreal zu Gast, die Männer parallel dazu in Toronto. Und in diesem Jahr ist es bekanntlich umgekehrt.
Während es bei den Frauen aufgrund des verletzungsbedingten Ausfalls von Victoria Mboko allerdings keine Chance auf eine Titelverteidigung gibt, steht Ben Shelton in Montreal gewohnt selbstbewusst in den Startlöchern.Spielpraxis genug hat der US-amerikanische Linkshänder in Washington ja gesammelt, auch wenn im dritten Drei-Satz-Match in Folge das Aus im Viertelfinale gegen Alejandro Tabilo kam.
Shelton gegen Sinner, Alcaraz, Zverev mit schlechter Bilanz
Das sollte Shelton in Montreal nun nicht passieren. Denn dann liefe er Gefahr, in der Weltrangliste nach hinten zu rutschen. Aktuell wird der 23-Jährige auf Position acht geführt, mindestens genau dort möchte Ben Shelton auch stehen, wenn die Setzliste für die US Open erstellt wird. Denn nur ein Platz zwischen fünf und acht erspart einem dort ein Treffen mit einem der großen Favoriten vor dem Viertelfinale. Und damit sind in erster Linie Alexander Zverev und vor allem auch Jannik Sinner gemeint, gegen die Shelton eine eher traurige Matchbilanz aufweist.
Gegen Zverev hat Shelton alle bisherigen fünf Partien verloren, gegen Sinner steht das Head-to-Head bei 1:9. Da möchte man sich ein Treffen mit diesen beiden doch so lange als möglich aufsparen. So nebenbei hat Shelton auch weder gegen Carlos Alcaraz (Bilanz: 0:3) oder Novak Djokovic (0:1) bislang gewinnen können.
Ausreichend Druck für Shelton ist also da. Starten wird er als Nummer fünf, eine Wiederauflage des Endspiels von 2025 gegen Karen Khachanov wäre nach der Auslosung bereits im Viertelfinale möglich.
Hier das Einzel-Tableau in Montreal
