ATP Montreal: Zverev peilt sein bestes Tennis an - dann folgen die Titel schon
Alexander Zverev geht in Absenz von Jannik Sinner als Topfavorit in das ATP-Masters-1000-Turnier in Montreal. Und hat nach wie vor große Ziele.
von Jens Huiber
zuletzt bearbeitet:
03.08.2026, 10:30 Uhr

Die ATP-Weltrangliste erzählt manchmal ja nur die halbe Wahrheit, besser bedient ist man eigentlich mit einem Blick auf das Race to Turin, also die Jahreswertung. Ja, auch in dieser liegt Jannik Sinner nach wie vor in Führung, allerdings beträgt der Vorsprung des Südtirolers dort auf Alexander Zverev nur 1.400 Punkte. In den ATP-Charts sind es dagegen um die 5.000. Da sind natürlich die gesamten Erfolge von Sinner im Herbst 2025 noch inkludiert.
Die Chancen, dass sich Alexander Zverev also gefährlich nahe an Sinner heran robbt, stehen gut,. Schon in Montreal könnte der French-Open-Champion 1.000 Punkte gutmachen, schließlich verzichtet Jannik Sinner wie schon im letzten Jahr auf einen Start beim kanadischen Masters. Zverev dagegen nimmt alles mit, mit Montreal verknüpft er außerdem gute Erinnerungen, 2017 gewann er hier das Finale gegen Roger Federer.
Zverev beißt sich nur an Sinner die Zähne aus
Der Sprung an die Spitze der Weltrangliste sei natürlich immer noch sein Ziel, erklärte Zverev bei seinem Presstermin in Montreal, aber: „ Ich glaube immer noch, dass das erste Ziel sein sollte, das bestmögliche Tennis zu spielen“, sagte der 29-Jährige. „Dann werden die Resultate folgen, dann werden Turniersiege folgen, und das Ranking auch.“ Dieser Ansatz hat im Fall von Zverev ja in den letzten Monaten Früchte getragen, nicht nur mit dem Sieg in Roland-Garros, sonder auch mit dem erstmaligen Einzug in das Endspiel von Wimbledon.
In Montreal startet der gebürtige Hamburger als Nummer eins, erster Gegner wird entweder Tallon Griekspoor oder Lorenzo Sonego sein. Verläuft das Turnier nach Plan, ginge es im Viertelfinale gegen Taylor Fritz, den Zverev in Wimbledon ja endlich mal wieder bezwingen konnte. Und es spricht wenig dagegen, dass dies nicht auch in Montreal der Fall sein würde.
Lediglich an Jannik Sinner hat sich Alexander Zverev 2026 die Zähne ausgebissen. Die Vier-Satz-Niederlage in Wimbledon war bereits die zehnte in Folge gegen die Nummer eins der Welt, fünf davon sind in der laufenden Saison zustande gekommen. Aber auch da sieht Zverev nicht alles verloren: „Es ist jetzt kein positives Zeichen, dass ich gegen denselben Spieler mehrmals verloren habe, aber ich glaube es zeigt ganz eindeutig, dass wir beide die stabilsten Spieler auf der Tour sind. Und das wiederum ist positiv.“
Hier das Einzel-Tableau in Montreal
