ATP Tokio: Kei Nishikori zwiegespalten vor dem „letzten Moment“
Kei Nishikori wird beim ATP-Tour-500-Event in Tokio seinen Abschied aus dem professionellen Tenniszirkus nehmen. Er tut dies mit gemischten Gefühlen.
von Jens Huiber
zuletzt bearbeitet:
30.09.2026, 08:38 Uhr

Wer weiß, wie weit das heimische Publikum Kei Nishikori in Tokio noch einmal tragen wird. Geht es nach der Papierform, dann sollte sein erstes Match beim traditionsreichen 500er-Event auch das letzte sein (und zwar das allerletzte seine Karriere), schließlich muss Nishikori gegen Frances Tiafoe ran. Aber was weiß man schon? „Big Foe“ leistet sich fernab der Heimat ab und zu ja auch ein paar Aussetzer.
Aber unabhängig vom Ausgang dieser oder potenziell noch folgender Partien, werden die Tennisfans in Zukunft auf Kei Nishikori verzichten müssen. Die letzten Jahre seiner Karriere hatte er ja immer wieder mit Verletzungen zu kämpfen, war sich indes aber auch nie zu schade, sich dann eben über die ATP-Challenger-Tor wieder in Form und ins Gespräch zu bringen. Wobei Nishikori ja ein Mann der leisen Töne ist: Wer einmal in einer seiner Pressekonferenzen war, weiß, dass diese eher eine Messe in gedämpfter Atmosphäre gleichen denn einem Feuerwerk der guten (oder schlechten) Laune wie etwa bei Aryna Sabalenka.
Nishikori holt 2012 den Titel in Tokio
Vor seinem letzten Turnier gab sich Nishikori jedenfalls nachdenklich. „Es wird sehr emotional. Ich habe gemischte Gefühle“, erklärte der US-Open-Finalist von 2014 gegenüber der Website der ATP. „Ich freue mich darauf, in Japan zu spielen. Aber ich weiß auch, dass dies mein letzter Moment sein wird. Es ist also ein bisschen traurig. Aber natürlich möchte ich gutes Tennis spielen.“
Die gute Nachricht ist: Kei Nishikori hat keinen Druck, sich in die Siegerliste des Turniers in Tokio einzutragen. Denn da ist er schon vermerkt. „Das war mein größter Moment hier. Weil ich glaube, dass dies für alle japanischen Spieler ein Traumturnier ist. Jeder möchte es gewinnen - und ich habe es geschafft. Das war 2012 und ich habe im Finale Milos Raonic geschlagen.“
Hier das Einzel-Tableau in Tokio
