ATP: Nummer-1-Rennen - Macht Alexander Zverev den Andy Murray von vor 10 Jahren?

Alexander Zverev hat mit zwei Grand-Slam-Erfolgen in 2026 gute Chancen, zum Jahresende auch die Nummer 1 zu werden. Ein Vorbild für einen Schlussspurt gibt es. 

von Florian Goosmann
zuletzt bearbeitet: 30.09.2026, 07:44 Uhr

© Getty Images

Zwei Majorerfolge in einem Jahr? Sollten eigentlich für die Nummer 1 reichen. Das Problem für Alexander Zverev: Der aktuelle Weltranglisten-Erste Jannik Sinner hat ebenfalls ein überragendes Spieljahr hinter sich, zumindest, wenn er antreten konnte. Der Wimbledon-Titel, dazu die Reihe an Masters-Events - wo Zverev nicht sonderlich gut punkten konnte.

Nun können dem Deutschen aber die Verletzungsprobleme des Italieners in die Karten spielen. Sinner laboriert aktuell an Knieproblemen, einen geplanten Start in Peking sagte er ab. Auch Shanghai scheint in Gefahr - sollte ein italienischer Medienbericht stimmen, wonach sogar eine Operation im Raum steht, sogar das restliche Spieljahr. 

Da scheint der Weg frei für Zverev. Aktuell liegt Sinner mit 11.000 Punkten in Führung, Zverev lauert dahinter mit 9.630 Zählern. Und: Bis auf ein Finale in Wien und ein Halbfinale in Paris hat Zverev wenig zu verteidigen in den restlichen Monaten. In dieser Woche geht Zverev in Peking an den Start.

Murray mit legendärem Saisonfinish 2016

Ein guter Endspurt, sollte Sinner doch noch eingreifen, könnte die Sache absichern. Womit man bei Andy Murray wäre. Der Schotte hatte vor exakt zehn Jahren mit Siegen in Peking, Shanghai, Wien, Paris und bei den ATP Finals einen mörderischen Jahresendspurt hingelegt und Novak Djokovic von der Spitze verdrängt. “Das war meine einzige Chance, die Nummer 1 zu werden”, erzählte Murray dieser Tage im Podcast von Andy Roddick. 

Der erste Gedanke dazu? Sei ihm in Shanghai gekommen, so Murray. “Ich war nach den US Open noch meilenweit abgeschlagen.” 

Ohne Sinner hat Zverev die Nummer 1 schon in der Tasche

Zverevs Vorteil: Im Race to Turin, dem Jahresranking 2026, führt er bereits mit 8.650 Punkten vor Jannik Sinner mit 7.950 Zählern. Sollte der Italiener gar nicht mehr antreten können in diesem Jahr, wäre ein Endspurt sogar entbehrlich. 

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Mittwoch
30.09.2026, 09:50 Uhr
zuletzt bearbeitet: 30.09.2026, 07:44 Uhr

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