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ATP und WTA suchen Plan B für Doha und Dubai 2027

Aufgrund des anhaltenden Iran-Kriegs ist die Durchführung der ATP- und WTA-Turniere in Doha und Dubai im nächsten Frühjahr nach den Australian Open mehr als fraglich. Umso dringlicher schauen sich die beiden Spielerorganisationen bereits nach Alternativen um.

von Dietmar Kaspar
zuletzt bearbeitet: 20.09.2026, 15:28 Uhr

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Aufgrund der aktuellen politischen Situation wird Daniil Medvedev seinen diesjährigen Titel im kommenden Jahr womöglich nicht in Dubai verteidigen können.

Mehr als ein halbes Jahr her, doch immer noch sind den weltweiten Tennisfans die Posts von Daniil Medvedev, Andrey Rublev und Tallon Griekspoor in bester Erinnerung, als diese im Frühjahr in den sozialen Netzwerken ihre Updates aus Dubai veröffentlichten. Wie ihre Doppelkollegen Heliovaara, Patten, Arevalo und Pavic saßen die ATP-Top-Stars aufgrund des gestarteten Iran-Kriegs im mittleren Osten fest und mussten wahrliche Abenteuer unternehmen, wie z.B. Medvedev mit seiner ganzen Familie bei einem schnell entschlossenen Auto-Trip nach Jordanien, um doch noch eine Flug-Möglichkeit zum folgenden Masters-Turnier in Indian Wells zu bekommen.

Die seitens der USA und Israel kurzweilig geplante militärische Intervention streckt sich bereits mehr als ein halbes Jahr und aufgrund der festgefahrenen Situation ist ein Ende nicht absehbar. Und so laufen seitens der ATP und der WTA bereits die Planungen für alternative Spielorte, um ein Prozedere im Anschluss an die Australian Open wie in diesem Jahr in Dubai zu vermeiden.

Auf Seiten der WTA sind sogar schon Alternativen namentlich durchgedrungen. So werden Singapur und auch verschiedene Destinationen in Australien gehandelt, um den Reiseaufwand für die Spielerinnen möglichst gering zu halten. Ursprünglich ist für die Top-Spielerinnen direkt nach den Australian Open der Middle-East-Swing geplant mit Start in Abu Dhabi, gefolgt von Doha und Dubai.

Etwas problematischer stellt sich die Sachlage bei den Herren dar, die sich nach dem ersten Major des Jahres in Melbourne bereits in verschiedene Richtungen weit weg von Australien bewegen. So steht die erste Runde des Davis-Cups auf dem Programm, sowie die europäischen Turniere in Montpellier, Rotterdam, das US-Event in Dallas und der Golden Swing in Südamerika. Insofern macht eine Verlängerung des australischen Sommers bei den ATP-Spielern keinen Sinn. Auch wenn noch keinerlei Alternativ-Vorschläge durchgedrungen sind, präferiert die Herren-Spielorganisation weitere Turniere in Europa.

Doch auch abseits der beiden großen Spielerorganisationen dürften die Telefone aktuell heiß laufen. Vom 21. bis 24. Oktober soll die dritte Ausgabe des hochdotierten und umstrittenen Schaukampf-Turniers „Six Kings Slam“ in Riad über die Bühne gehen. Ob das Event in Saudi-Arabien aufgrund der aktuellen Lage tatsächlich stattfinden wird, dürfte ebenfalls mehr als ungewiss sein.

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Sonntag
20.09.2026, 18:52 Uhr
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