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Australian Open - Damen-Finale live: Garbine Muguruza vs Sofia Kenin zum Nachlesen im Ticker

Garbine Muguruza spielt im Australian-Open-Finale um ihren dritten Grand-Slam-Titel, Sofia Kenin um ihren ersten - ab 9.30 Uhr live im TV auf Eurosport, im Livestream via Eurosport Player und im Liveticker bei uns! (Zum Spielbericht!)

von tennisnet.com
zuletzt bearbeitet: 01.02.2020, 20:19 Uhr

tennisnet.com Live Ticker

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Ende

Damit enden die Australian Open 2020 in der Damen-Konkurrenz mit einer Grand-Slam-Debüt-Siegerin und Muguruza hat nun genauso viele Finals verloren wie gewonnen. Morgen steht dann noch das Herrenfinale zwischen Novak Djokovic und Dominic Thiem an. Viel Spass dabei - und bis dahin!

Fazit II

Am Ende macht Muguruza fast doppelt so viele Fehler, da helfen auch mehr Asse und ein paar mehr Winner nicht mehr drüber weg. Vor allem nicht, wenn man dazu noch zehn Breakbälle ungenutzt lässt. Vor allem hier bewies Kenin Nervenstärke und war zur richtigen Zeit zur Stelle, nutzte ihre Chancen eiskalt und verdient sich diesen Sieg.

Fazit

Schon während des Spiels war Kenin dem Nervenzusammenbruch ob ihres bevorstehenden Erfolgs nahe, nun kullern die Tränen endgültig. Die 21-jährige US-Amerikanern dreht ein zumeist gutes und spannendes Finale nach verlorenem ersten Satz zu ihren Gunsten, ist in Satz 2 und 3 die bessere Spielerin und hält ihre Nerven noch gerade so im Griff, um ihre heute besseren Fertigkeiten durch zu bringen und die Partie für sich zu entscheiden. Und obwohl Muguruza die gesamte Partie über mental und emotional stabiler wirkte, war sie es, die dem Druck nicht mehr standhielt und mit drei Doppelfehlern im letzten, entscheidenden Spiel das Match herschenkte.

4:6, 6:2, 6:2

Und irgendwie passt das dann: Mit einem Doppelfehler beendet Muguruza das Spiel - und Kenin ist Australian-Open-Siegerin 2020!

4:6, 6:2, 5:2

Die nächste Chance liegt bereit. Zweiter Aufschlag von Muguruza, den wandelt Kenin in einen Vorhandwinner cross um.

4:6, 6:2, 5:2

Vergeben. Die 21-Jährige muss noch warten, spielt den Returnfehler. Gleichzeitig die erste vergeben Breakchance von ihr in diesem Spiel.

4:6, 6:2, 5:2

Fragezeichen im Gesicht von Muguruza. Der Ball gerät viel zu lang, was ein einfacher Fehler. Matchball Kenin!

4:6, 6:2, 5:2

Oh man, aber diese Doppelfehler brechen ihr langsam das Genick. Das sind nicht so super viele, aber sie kommen meist zum dämlichsten Zeitpunkt. Zum dritten Mal in dieser Partie macht Muguruza zwei Doppelfehler in Folge. Einstand.

4:6, 6:2, 5:2

Maximaler Druck jetzt für Muguruza. Doch damit kann sie umgehen, dafür hat sie die Erfahrung. Bei 30:0 kassiert sie zwar den Rückhandwinner, dann stellt sie mit ihrem achten Ass aber auf 40:15.

4:6, 6:2, 5:2

Und dann fehlt aber die Kraft. Einfacher Returnfehler von Muguruza, das ist das 5:2 für Kenin.

4:6, 6:2, 4:2

Der Returnfehler von Muguruza stellt auf 40:15, doch Muguruza kämpft. Erst der relativ einfache Punkt, dann folgt ein packender Ballwechsel mit vielen Wendungen. Ein Mondball von Kenin klatscht auf die Grundlinie und ist im Zurücklaufen ganz eklig zu retournieren, das macht Muguruza aber hervorragend. Wenig später wird die harte Arbeit belohnt, mit der Vorhand zwingt sie Kenin dann doch noch zum Fehler.

4:6, 6:2, 4:2

Muguruza haut einen Rückhandreturn longline seitlich deutlich ins Aus, dann kassiert sie nach 19 kräftzehrenden Schlägen einen überragenden Winner als Passierschlag. Die Tür für Kenin steht offen.

4:6, 6:2, 4:2

Ohwei, und jetzt spielt Muguruza ihren fünften Doppelfehler.

4:6, 6:2, 3:2

Ohren gespitzt, Augen auf, Breakball für Kenin! Ihr Return touchiert die Netzkante, so hat Muguruza mit der Rückhand am Netz Probleme und legt sie ins Aus.

4:6, 6:2, 3:2

So ein Ass tut dann mal richtig gut und bringt zwei Spielbälle. Doch die kann Muguruza beide nicht nutzen, stattdessen steht sie zwei Mal nicht gut zum Ball und macht die Fehler. Einstand.

4:6, 6:2, 3:2

Einfache Spiele gibt es da kaum mehr. Stattdessen geht es über 15 beide. Dann wehrt Kenin einen Schmetterball überkopf toll ab, die Rally wird so quasi neu aufgezogen. Erneut ist es aber Muguruza, die zum Angriff kommt. Und nach fünf, sechs Schlägen kann sie diesmal den Schmetterball überkopf unterbringen.

4:6, 6:2, 3:2

Das Ass zum Vorteil für Kenin. Und mit dem fünften Punkt in Folge dreht sie das Spiel. Muguruza rückt ans Netz vor, wird dort aber zu einem schwierigen Rückhand-Volley gezwungen. Und dann kann Kenin den Passierschlag setzen. 3:2, wir nähern uns langsam der Entscheidung und das macht sich auch atmosphärisch bemerkbar.

4:6, 6:2, 2:2

Das Spiel erreicht seine Spitze, das Niveau ist jetzt super. Auch den dritten Breakball wehrt Kenin mit einem selbstbewussten Winner von der Grundlinie aus ab. Muguruza verteidigt gut, kommt aber ihrerseits nicht ins Angriffsspiel und hat das Nachsehen.

4:6, 6:2, 2:2

Und gleich noch so ein toller Schlag, wieder mit der Rückhand, diesmal longline. Muguruza konnte bislang nur 2 von 11 Breakbällen nutzen. Kenin 3 von 3.

4:6, 6:2, 2:2

Schon wieder kann es Kenin gar nicht erwarten, den nächsten Aufschlag ins Spiel zu ballern. Muguruza nimmt aber etwas Tempo raus, dreht sich nochmal um. Der dann folgende Ballwechsel ist lang und intensiv, Muguruza verteidigt an der Grundlinie viel, kommt dann aber an einen Rückhandwinner nicht mehr ran.

4:6, 6:2, 2:2

Und das zeigt Wirkung - Kenin wackelt! Die kinderleichte Vorhand aus dem Halbfeld geht volle Möhre ins Netz, drei Breakbälle für Muguruza.

4:6, 6:2, 2:2

Nun pumpt sich auch die ansonsten eher in sich gekehrte Muguruza emotional auf, ruft das ein oder andere "Come On!" rüber. In diesem Spiel gleich zwei Mal, weil Kenin die Fehler macht. 0:30.

4:6, 6:2, 2:2

Und dann holt sich Muguruza mit dem Vorhandwinner den wichtigen Ausgleich. Schon zuvor verteidigte sich Kenin weit im Vorhandeck und per Mondball nur mit Mühe.

4:6, 6:2, 2:1

Heikle Phase für Muguruza jetzt. Aber sie kann sich befreien. Kenin erst mit dem Returnfehler, dann das Ass von der Spanierin.

4:6, 6:2, 2:1

Erst der freie Punkt für Muguruza, dann missrät ein Stopp aber völlig und schafft es gerade mal so zum Netz, bei weitem aber nicht rüber. Dann kassiert Muguruza die Rückhandrakete, da kommt sie nicht ran. Toller Schlag von Kenin zum 15:30.

4:6, 6:2, 2:1

Der erste Spielball ist weg, weil ein Lob zu lang wird und ins Aus segelt. Gutes Entscheidung da von Muguruza, ans Netz zu gehen. Bringt aber nicht all zu viel, beim nächsten Ballwechsel macht sie den einfachen Fehler und Kenin legt wieder vor.

4:6, 6:2, 1:1

Zwei Muguruza-Fehler stellen auf 30:0, dann kommt der Return super und am Netz kann die Spanierin mit der Vorhand punkten. Dann leitet Kenin ihren Netzangriff mit einer tollen Vorhand aus der Platzmitte ein. Muguruza spielt ihr den Ball genau auf den Schläger und hat dann keine Chance mehr.

4:6, 6:2, 1:1

Und per Servicewinner holt sich Muguruza das Spiel zu Null.

4:6, 6:2, 1:0

Dann nochmal ein überzeugender Punkt von Muguruza, eingeleitet mit einem guten ersten Service, zwingt sie Kenin im Rückhandeck zum Fehler. Dann spielt Kenin eigentlich einen tollen Return - setzt ihren möglichen Vorhandwinner aber weit ins Aus.

4:6, 6:2, 1:0

Und muss auch beim nächsten Ballwechsel kämpfen. Zu leichten Punkten kommt sie fast gar nicht mehr. Zum Glück aus ihrer Sicht geht aber Kenins Rückhand seitlich ins Aus.

4:6, 6:2, 1:0

Mehr aber auch nicht. Eine Rückhand gerät viel zu flach und landet im Netz. Muguruza war lange nicht mehr in Führung.

4:6, 6:2, 0:0

Und Kenin nimmt ihre Energie und ihren Lauf mit. Drei Mal kommt der Erste, drei Mal punktet Kenin. Dann darf Muguruza mithilfe eines gewaltigen Netzrollers mal schnuppern.

3. Satz

Auch den 3. Satz darf Kenin eröffnen.

Zwischenfazit

Der 1. Satz war knapp, im 2. war Kenin die deutlich bessere Spielerin. Die 21-Jährige agiert mit Wut im Bauch und hochemotional, wandelt das aber in positive Energie um. Zehn Punkte konnte sie mehr erzielen, Muguruza sammelte mickrige drei Returnpunkte und machte deutlich mehr Fehler. So war da war nichts zu holen.

4:6, 6:2

Und den nutzt sie gleich mal. Guter Return, dann wird Muguruzas Rückhand zu lang und segelt ins Aus. Auch ihren dritten Breakball verwertet Kenin - und gleicht damit verdient nach Sätzen aus.

4:6, 5:2

Ein Returnfehler stellt auf 30 beide. Dann packt Kenin aber einen überragenden Returnwinner mit der Rückhand longline aus und holt sich den Satzball.

4:6, 5:2

Muguruza setzt sich selbst mit zwei Fehlern immer mehr unter Druck. Bei 0:30 den Mondball dann mit dem Rückhandvolley mit viel Topspin zu retournieren ist mutig, wird aber belohnt. Der küsst noch knapp die Linie.

4:6, 5:2

Mit dem Winner klopft Muguruza nochmal an, dann ist der Druck aber wieder zu hoch. An der Grundlinie kann sie sich nur verteidigen, bis ein Ball zu hoch gerät und leicht von Kenin zum Vorhandwinner geprügelt werden kann. Wütend und mit einer deutlichen 5:2-Führung im Rücken stampft Kenin zur Bank. Noch keine halbe Stunde gespielt im 2. Satz, das geht alles flott gerade.

4:6, 4:2

Ganz stark, wie Kenin da eine Vorhandrakete aus dem Rückhandeck kratzt. Muguruza ist mit dem weiten Mondball überfordert, weiss nicht genau, ob sie vollieren soll oder besser nicht. So rennt sie zurück zur Grundlinie, verhaut den Schlag aber völlig.

4:6, 4:2

Spannendes Vorhandduell, immer wieder fliegt die Kugel quer über das Feld. Das Tempo steigt, dann hat Sofia so viel Winkel in ihrem Schlag, dass Muguruza nicht mehr rankommt. Und per Servicewinner stellt Kenin auf 30:0. Dann verzieht sie aber eine Rückhand und bringt Muguruza damit ins Spiel.

4:6, 4:2

Eine Vorhand gerät zu lang, dann macht Muguruza das mit dem Vorhandwinner aber wieder gut und sichert sich zwei Spielbälle. Und per Servicewinner stellt die Spanierin auf 2:4.

4:6, 4:1

Kenin hat im 2. Satz sieben Punkte mehr gemacht, das ist dann doch schon ein kleiner Unterschied. So wird das eigene Aufschlagspiel für Muguruza mehr denn je zur Pflicht. Und sie startet gut, profitiert von zwei Fehlern Kenins.

4:6, 4:1

Aber Kenin marschiert. Der Service ist gut, in den kurzen Rallys gibt sie den Ton an. Da ist wenig zu holen für Muguruza. Und so ist die 21-Jährige auf 4:1 enteilt.

4:6, 3:1

Aber Muguruza abzuschreiben, ist jederzeit ein Fehler. Kenin liest zwar den Stopp ihrer Gegnerin gut, der folgende Lob ist aber perfekt und klatscht genau auf die Linie.

4:6, 3:1

Immer wieder wunderlich, wie hibbelig und aufgekratzt Kenin spielt. Kaum einmal lässt sie die Shot Clock unter 15 Sekunden laufen, das geht alles in einem Affenzahn. Doch das ist eben ihre Art, damit pusht sie sich. Genauso wie die offenen Emotionen und Gefühlsausbrüche. Schnelles 30:0, begleitet von einigen Siegerfäusten, die US-Amerikanerin ist auf einem guten Weg zum Satzausgleich.

4:6, 3:1

Und Kenin schlägt zu. Guter Return, dann wird Muguruzas Rückhand zu lang.

4:6, 2:1

Langsam knistert es aber wieder. Es geht über 30 beide. Und Muguruza leitet ihren Netzangriff schlecht ein, spielt ihre Rückhand ohne Druck. Am Netz kriegt sie die Kugel von Kenin vor die Füsse gelegt, ihr notgedrungener Halbvolley geht schief. Breakball!

4:6, 2:1

Da ist er, der erste Punkt des Rückschlägers, gefolgt von einem lauten "Come on!". Muguruzas Rückhand geht ins Netz. Sie lässt sich aber nicht aus der Bahn werfen, volliert sich am Netz zum schnellen Ausgleich.

4:6, 2:1

Und wir warten noch ein bisschen länger. Erst spielt Kenin ihr erstes Ass, dann dominiert sie einen knackige Rally, scheucht Muguruza die Grundlinie entlang und punktet mit der Vorhand inside out. Gleiches Spiel beim nächsten Ballwechsel, diesmal zeigt sie mit Vorhand, Rückhand und Slice ihre Variabilität und zwingt Muguruza zum Fehler. Und weil der nächste Return dann im Netz landet, geht auch das dritte Spiel zu Null über die Bühne.

4:6, 1:1

Kenin mit dem Rückhandfehler, dann prügelt Muguruza ihr viertes Ass ins Feld. Wir warten auf den ersten Returnpunkt im 2. Satz.

4:6, 1:1

Ganz anders Muguruza, die zwar "nur" 60 Prozent ihrer ersten Aufschläge rein bringt, dann aber erst vier Punkte abgegeben hat. Wenn der Erste kommt, macht sie also fast immer den Punkt. So auch jetzt. Zwei Erste, schnelles 30:0.

4:6, 1:0

Kenin bringt starke 75 Prozent ihrer ersten Aufschläge durch, macht dann aber nur 21 von 35 möglichen Punkten. In diesem ersten Spiel sind es allerdings 100 Prozent, da brennt nichts an. Zu Null und in Windeseile stellt sie auf 1:0. Da war wohl auch ein bisschen Wut im Bauch.

2. Satz

Der 2. Satz läuft, Kenin legt wieder vor.

Zwischenfazit

Nach 53 umkämpften Minuten macht Muguruza den ersten Schritt Richtung Titelgewinn. Das Spiel ist ausgeglichen, oftmals hat Kenin ihre Energie und Emotion aber nicht ganz im Griff, agiert manchmal zu hektisch und ungeduldig. Bei nur zwei Punkten mehr für Muguruza ist es aber müssig, viel über besser oder schlechter zu reden. Hier ist alles drin.

4:6

Der zweite Satzball ist es dann aber. Kenin macht von der Grundlinie den Rückhandfehler, der 1. Satz geht an die Spanierin.

4:5

Der erste ist weg, obwohl sie ihre Vorhand eigentlich nur ins Ziel hätte bringen müssen, Kenin war vor lauter Verteidigungs-Zwang noch weit im Rückhandeck unterwegs. Doch Muguruza steht völlig verkehrt zum Ball, verliert die Körperspannung und setzt den einfachen Schlag ins Netz.

4:5

Und gleich noch ein Servicewinner. Zwei Satzbälle für Muguruza.

4:5

Weil Muguruza jetzt zum Satzgewinn aufschlagen kann. Es geht über 15 beide, dann spielt Muguruza den guten ersten Aufschlag mit viel Schnitt nach aussen, den Kenin nicht retourniert bekommt.

4:5

Beim zweiten hat Muguruza aber alles im Griff. Guter Return, schneller Angriffsschlag. Und am Netz volliert sich Muguruza zum Break und legt wieder vor. Kenin hadert.

4:4

Und vergibt den ersten. Muguruza will eigentlich vorrücken, das lässt Kenin mit guter Länge aber nicht zu. Stattdessen steht Muguruza dadurch falsch zum Ball und setzt ihr Rückhand ins Netz.

4:4

Dann sitzt der Return und die Spanierin kann Druck machen. Mit dem Vorhandwinner holt sie sich zwei Breakbälle.

4:4

Wirkt gerade ein bisschen so, als wäre der Aufschlag kein sonderlicher Vorteil, weil beide unter dem Druck, den das mitbringt, leiden. Kenin gibt die ersten beiden Punkte ab, dann spielt Muguruza aber den Returnfehler.

4:4

Und wie! Zum zweiten Mal in der Partie streut Muguruza den doppelten Doppelfehler ein und schenkt ihr Aufschlagspiel her.

3:4

Und da flattern doch gleich mal die Nerven. Doppelfehler, zwei Breakbälle für Kenin.

3:4

Die Partie ist völlig offen und ausgeglichen, Muguruza hat aber eben noch dieses eine Break Vorsprung. Richtig stabil und unfassbar waren ihre letzten Aufschlagspiele aber auch nicht. Und Kenin weiss das, profitiert vom Muguruza-Fehler und stellt auf 15:30.

3:4

Also gleich nochmal, das lässt Kenin nicht auf sich setzen. Und jetzt kommt der Slice, tickt kurz hinter der Netzkante auf, Muguruza kommt zu spät. Und dann zwingt sie Muguruza mit der Rückhand zum Vorhandfehler und bringt ihr wackliges Spiel doch noch durch.

2:4

Mit ganz viel Willenskraft holt sich Kenin mit druckvollem Grundlinienspiel den Spielball. Vergibt den aber leichtfertig, ihr Rückhand slice überlebt die Netzkante nicht.

2:4

Aber Muguruza lässt nicht locker. Nächster Kenin-Fehler, noch ein Breakball. Dann der hohe Return von Muguruza, der ganz eklig hoch auf die Linie klatscht. Den schwingt sie mit der Rückhand cross rein, so kann Muguruza nicht angreifen. Und mit der nächsten Rückhand cross wehrt sich auch diesen Breakball ab.

2:4

Doch Kenin bleibt mutig. Guter Aufschlag, dann rückt sie ans Netz vor, punktet aber gar mit ihrem einleitenden Angriffsschlag. Drei Breakbälle abgewehrt, Einstand!

2:4

Den ersten kann Kenin willensstark mit dem Vorhandwinner abwehren, dann hat sie etwas Glück, dass Muguruza die einfache Vorhand zu weit setzt. ein breakball bleibt aber noch.

2:4

Ohje, Kenin wackelt. Erst der Fehler, dann Muguruzas Winner, dann ein erneuter Fehler. Und urplötzlich hat Muguruza drei Breakbälle bereitliegen.

2:4

Doch sie streut noch ein paar Fehler zu viel ein. Ausserdem kann sich Muguruza auf ihren Ersten verlassen, hat mit dem erst einen einzigen Punkt verloren. So holt sie sich erst den Vorteil - und dann auch das Spiel.

2:3

Kenin wird stärker, zumindest den Breakball hätte sie mittlerweile verdient. Toller Winner inside out zum nächsten Einstand.

2:3

Huiuiui, 23 Schläge, dabei hätte Muguruza erneut eigentlich frühzeitig einen Mondball zum Punkt vollieren müssen. Doch sie zieht zurück, bleibt an der Grundlinie und so kommt es zum offenen Schlagabtausch. Kenin macht mehr Druck, doch Muguruza kann sich befreien, rückt ans Netz vor und trifft dort den Volley mit der Bratpfanne. Nicht schön, aber erfolgreich.

2:3

Aber Kenin bleibt dran. Mit dem tollen Return cross ins Rückhandeck öffnet Kenin das Feld und punktet dann longline mit der Vorhand. Dann versemmelt Muguruza einen Vorhandvolley, der eigentlich zwingend ein Punkt sein muss. Da ist aber zu viel Angst drin. Als Quittung gibt's den Passierball longline zum 30 beide.

2:3

Das beweist sie auch in ihrem folgenden Aufschlagspiel. Erst zwingt sie Kenin zum Rückhandfehler, dann spielt sie ihr zweites Ass und geht so blitzschnell mit 30:0 in Führung.

2:3

Und mit einem Servicewinner hält Kenin ihr Spiel. Da war mehr drin für Muguruza, die in dieser Anfangsphase die solidere, ruhigere Spielerin ist.

1:3

Und den nächsten Punkt macht Kenin, allerdings mit etwas Glück. Eine Vorhand gerät eigentlich zu kurz, Muguruza könnte per Vorhand-Topspin punkten, verhaut die aber.

1:3

Kenin serviert sich zum Ausgleich, setzt dann aber die einfache Rückhand ins Netz. weil aber auch Muguruza nicht fehlerfrei agiert und ihre Vorhand ebenfalls zu lang gerät, geht es über 30 beide.

1:3

Das Spiel steigert sich langsam. Nach langem Grundlinienduell holt Muguruza ihre Gegnerin mit dem Slice ans Netz, Kenin kommt rechtzeitig ran und setzt ihrerseits den Slice cross kurz hinter die Netzkante. Aber auch Muguruza ist schnell auf den Beinen, ist rechtzeitig zur Stelle und schaufelt den Ball zum Punkt ins Feld.

1:3

Muguruza macht den deutlich ruhigeren Eindruck und spielt auch das sicherere Spiel. Gute Grundlinienschläge, gute Länge. Bis Kenin ihre Rückhand seitlich ins Aus setzt. Break bestätigt, 3:1 für die zweifache Grand-Slam-Siegerin.

1:2

Kenins Mondball landet im Aus, die Amerikanerin schimpft mit sich. das hat aber erstmal nicht viel zu bedeuten, das hat sie während der zwei Stunden gegen Barty auch durchgehend gemacht.

1:2

Nach vier Versuchen fliegt die Kugel endlich nochmal ins richtige Viereckt - und bringt Muguruza den Punkt. Weil Kenin kurz darauf aber einen tollen Vorhandwinner schlägt, geht es auch in diesem Spiel über Einstand.

1:2

Kenin mit dem nächsten Fehler, dann spielt Muguruza ihren ersten Doppelfehler. Und schickt gleich noch einen hinterher, hoppla. 30 beide.

1:2

Nächste Challenge von Muguruza, und wieder beweist die 26-Jährige ein gutes Auge. Statt zweiter Aufschlag heisst es erstes Ass und 15:0.

1:2

Und nach einem leichten Fehler von Kenin nach erneut ordentlichem Return holt sich Muguruza das frühe Break dann doch noch. Im dritten Anlauf zwar erst, aber macht ja nichts.

1:1

Toller Returnwinner von Muguruza mit der Rückhand. Der Zweite kommt angeschichen, den kann die Spanierin früh nehmen und longline perfekt ins Eck setzen.

1:1

Eigentlich ein guter Aufschlag von Kenin. Mit der folgenden Rückhand leitet sie den Netzangriff ein, setzt dort die vorhand aber leichtfertig ins Netz. Nächster Breakball. Aber wieder vergeben. Nach kurzer Rally spielt Muguruza die zu lange Rückhand. Schon 15 Minuten auf der Uhr.

1:1

Kenin serviert sich per Servicewinner zum Vorteil - vergibt den aber mit dem Vorhandfehler. Da fliegt sogar schon der Schläger das erste Mal.

1:1

Langer Ballwechsel, 10 Schläge liefern sich beide von der Grundlinie. Allerdings auch, weil beide viel Vorsicht walten lassen. Letztlich wehrt Kenin den Breakball mit einem tollen Rückhandwinner ab - hat allerdings etwas Glück, denn die Kugel ist mit einem Härchen auf der Linie.

1:1

Kann nicht nur kommen, er kommt. Harmloser zweiter Aufschlag von Kenin, da kann Muguruza früh angreifen. Und eine Netzüberquerung später den Vorhandwinner cross setzen.

1:1

Das kann aber ja noch kommen. Muguruza macht mit der Vorhand Druck und rückt vor, kann am Netz Kenins Mondball zum Einstand vollieren.

1:1

Da hat Kenin Glück, ihr Netzangriff ist viel zu zaghaft, da fehlt die Überzeugung hinter dem Angriffsschlag. Muguruza steht richtig - semmelt die Rückhand aber ins Netz. Auch im nächsten Ballwechsel versetzt Muguruza ihre Rückhand und vergibt damit erstmal die Chance auf einen Breakball.

1:1

Erst der Rückhandfehler bei einem Topspin-Versuch aus dem Halbfeld von Muguruza, dann setzt Kenin die einfache Vorhand von der Grundlinie ins Aus. Dann unterbricht Muguruza den Ballwechsel, weil sie Kenins Grundlinienschlag im Aus sieht - und damit Recht hat. Mit der Challenge holt sie sich das 15:30.

1:1

Und nochmal der freie Punkt über den Ersten. Könnte sein, dass die Aufschlagquote noch wichtig wird heute. Aber dann punktet Muguruza auch erstmals mit dem Zweiten, Kenin retourniert ins Netz.

1:0

Dann kommt zwei mal der Erste und prompt setzt es den ersten Returnfehler und ein hoher Not-Ball, den Muguruza zum 30 beide volliert.

1:0

Muguruza muss über den Zweiten gehen und hat gleich mal Probleme mit Kenins Return, setzt den ins Netz. Auch beim nächsten Aufschlag kommt der Erste nicht und in der Rally ist Kenin mutiger, macht mit der Vorhand longline Tempo und zwingt Muguruza zum Fehler.

1:0

Einen Punkt holt sich Muguruza noch, allerdings auch nur mithilfe der Netzkante. Dann folgt der Vorhandfehler longline. Und Kenin hat erfolgreich vorgelegt.

0:0

Und sie startet gut, serviert sich schnell zum 15:0 und spielt dann den gefühlvollen Slice hinter die Netzkante, den Muguruza zu lang retourniert. Und ein Servicewinner bringen die ersten Spielbälle.

1. Satz

Das Finale läuft, Kenin gebührt der erste Service.

vor Beginn

Das Wetter in Melbourne spielt am Final-Wochenende nicht mit, der Regen ist zurückgekehrt und sorgt für ungemütliche Public-Viewing-Atmosphäre, das Dach der Rod Laver Arena ist geschlossen. Die Start-Zeremonie beginnt in diesem Moment, in rund zehn Minuten können wir loslegen.

H2H

Wir haben also einen jungen, aufsteigenden Stern ohne Final-Erfahrung mit hoher Weltranglistenposition. Und einen Ex-Champion, die die letzten zwei Jahre auf dem absteigenden Ast war mit niedriger Weltranglistenposition. Da macht am besten jeder für sich selbst aus, wer als Favoritin ins Rennen geht. So viel gebe ich aber noch mit: Bei den letzten elf Grand-Slam-Finals hatten wir sieben Mal eine Debüt-Siegerin. Und das bislang einzige Duell unserer heutigen Finalistinnen hat Kenin 2019 in Peking mit 6:0, 2:6, 6:2 gewonnen.

Kenins Turnier

Auf Kenins Weg bis ins Halbfinale fehlen nominell die ganz grossen Namen, die US-Amerikanerin erwies sich aber zwei Wochen lang als Traumzerschlagerin. Erst beendete sie das Teenie-Märchen von Coco Gauff, dann schaltete sie die tunesische Sensation Ons Jabeur aus. Und im Halbfinale platzte sogar der Traum eines ganzen Landes, als Kenin die australische Barty-Party crashte und die Nummer 1 der Welt einpacken musste. Weitere Gegnerinnen waren Shuai Zhang, Ann Li und Martina Trevisan. Kenin verlor im Turnier bislang nur einen Satz gegen Gauff, der Rest ging glatt über die Bühne.

Kenin

Während Muguruza die Luft eines Grand-Slam-Finals also schon kennt, betritt die 21 Jahre junge Kenin Neuland. Ihr Stern ging letztes Jahr auf, als sie ihre ersten drei Turniere gewann und in der Weltrangliste bis auf Rang 12 kletterte. Aktuell ist sie die Nummer 15 der Welt und mit ihren grossen Erfolg Down Under nun auch einem breiteren Publikum ein Begriff. Ihr bestes Ergebnis bei einem Grand Slam war bislang das Achtelfinale der French Open 2019.

Muguruzas Turnier

Und dann war da ja noch dieses 0:6 im ersten Satz in der ersten Runde gegen Shelby Rogers. Offenbar war das der Schuss vor den Bug zur rechten Zeit. Auch gegen Ajla Tomljanovic hat sie einen Satz abgegeben. Dann folgte jedoch der Sturmlauf. Mit Elina Svitolina und Kiki Bertens hat sie zwei Top-10-Spielerinnen ausgeschaltet. Zudem liess sie der gegen Angelique Kerber noch so starken Anastasia Pavlyuchenkova im Viertelfinale wenig Chancen. Und zu guter Letzt rang sie Simona Halep in einem spannenden und hochklassigen Halbfinale nieder. Allesamt ohne weiteren Satzverlust.

Muguruza

Denn auch wenn mit der 26-jährigen Spanierin Muguruza eine zweifache Grand-Slam-Gewinnerin um ihre dritte Krone kämpft, ist ihr Durchmarsch eine Überraschung. Zu schwach war ihr Jahr 2019, bis auf Rang 32 der Weltrangliste wurde sie durchgereicht. Den Beweis, dass sie ihre überragende Form aus den Jahren 2016 und 2017, als sie Roland Garros und Wimbledon gewann und zur Nummer 1 der Welt wurde, und sich dauerhaft in der Weltspitze halten kann, ist sie bislang noch schuldig geblieben.

AO-Finale 2020

Sofia Kenin gegen Garbine Muguruza lautet also das erste grosse Finale des Jahres 2020. Wer darauf im Vorhinein gewettet hat - herzlichen Glückwunsch zur Vermögenserweiterung! Während der eineinhalbwöchige Weg ins Halbfinale schon vom einem Favoritensterben begleitet wurde, war die Vorschlussrunde selbst die Krönung der Entwicklung. Mit Simona Halep und Ashleigh Barty mussten die beiden Top-Favoritinnen die Segel streichen. Und es kommt zum Finale der Aussenseiterinnen.

vor Beginn

Herzlich willkommen zum Finale der Australian Open zwischen Sofia Kenin und Garbine Muguruza.

Garbine Muguruza, Sofia Kenin
© Getty Images
Garbine Muguruza, Sofia Kenin

Nach einer Durststrecke in 2019 ist Garbine Muguruza (Spanien, WTA-Nr. 32) wieder da - und will nach den French Open 2016 und Wimbledon 2017 ihren dritten Major-Titel einheimsen. Die erst 21-jährige Sofia Kenin (USA, WTA-Nr. 15) hingegen steht in ihrem größten Finale bislang.

Im direkten Vergleich führt die US-Amerikanerin mit 1:0 - im Vorjahr siegte sie bei den China Open in drei Sätzen.

Im TV wird das Damen-Finale der Australian Open ab 9.30 Uhr auf Eurosport gezeigt, via Livestream seid ihr im Eurosport Player dabei und im Liveticker bei uns!

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Samstag
01.02.2020, 08:40 Uhr
zuletzt bearbeitet: 01.02.2020, 20:19 Uhr

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