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Australian Open: Dominic Thiems Hartplatzstärke? "Eine Sache des Selbstvertrauens", sagt Coach Massu

Das Trainer-Team um Dominic Thiem, Vater Wolfgang und Nicolas Massu, stand vorm Finale der Australian Open in Melbourne Rede und Antwort. Auch zur Trennung von Thomas Muster gab's noch mal einige Worte.

von Florian Goosmann
zuletzt bearbeitet: 02.02.2020, 09:26 Uhr

Wolfgang Thiem, Nicolas Massu
Wolfgang Thiem, Nicolas Massu

"Dominic steht im Finale, weil er es sich verdient hat", sagte Massu am Samstag in Melbourne. "Er hat sich von Match zu Match gesteigert", fand Vater Wolfgang Thiem. Beide hoben zudem die gute Vorbereitung heraus. "Wir sind schon am 20. Dezember in Australien angekommen. Dann hat er den ATP Cup gespielt. Im Dezember haben wir in Miami viel an der Fitness gearbeitet. Und viel Tennis gespielt in Brisbane."   /

Dass Thiem im Vorjahr drei knappe Matches gegen seinen jetzigen FInalgegner Novak Djokovic gewonnen hat, machte Massu an Kleinigkeiten aus. "Am Ende gehen halt zwei, drei Bälle in diese oder die andere Richtung." Massu erklärte zudem, dass er schon vor der Zusammenarbeit mit Thiem ein großer Fan dessen Spiels gewesen sei. "Er spielt das Tennis, das ich mag. Er ist ein unglaublich kompletter Spieler." Dass Thiem die Ergebnisse bringen könne, habe Massu auch geglaubt. "Die Geschwindigkeit, die er auf den Ball bekommt, ist unfassbar."

Dass Thiem seit dem Vorjahr auch auf Hartplatz starke Ergebnisse bringt, ist für den Chilenen vor allem eine mentale Angelegenheit. "Wenn du ein Turnier gewinnst oder so unglaublich spielst wie in Indian Wells, glaubst du daran, große Dinge erreichen zu können. Indian Wells ist ein langsamer Hartplatz. Der Absprung ist recht hoch, das ist perfekt für ihn. Dann hat er begonnen, sehr solide auf diesem Belag zu spielen. Hat in Wien gewonnen, das Finale in London gespielt, auch in Peking gesiegt. Manchmal machen kleine Dinge einen großen Unterschied. Aber ich denke, es ist eine Sache des Selbstvertrauens. Dass du daran glaubst, auf beiden Belägen dasselbe Tennis spielen zu können."  

Wolfgang Thiem zur Muster-Trennung: "Der Trainer muss verstehen, was der Spieler braucht"

Wolfgang Thiem äußerte sich zudem noch mal zur Trennung von Thomas Muster. Man habe im Vorjahr in Wien mehrere Treffen gehabt, habe es ausprobieren wollen. "Aber nach zwei Wochen hat Dominic gesagt, dass es nicht passt." Muster habe viel Erfahrung gehabt, sei ein sehr guter Spieler gewesen. "Das Wichtigste für mich ist aber, dass der Trainer versteht, was der Spieler braucht. Und nicht, dass der Trainer eine Kopie von sich selbst machen will."

"Dominic ist 26 Jahre alt, er hat seine Persönlichkeit. Das war der Hauptpunkt für mich, dass er jemanden braucht, der ihm Freiraum lässt, um sich und sein Spiel zu entwickeln." Er brauche Ratschläge, "aber kurze Ratschläge". Wenn man jemanden habe, der zu viel sagt, der zu sehr dabei sei, funktioniere das nicht. Dass es ausgerechnet bei einem Grand-Slam-Turnier zur Trennung gekommen ist, sei unglücklich gewesen. "Auf der anderen Seite muss man es bei einem so wichtigen Turnier probieren." Ein schlechtes Wort sei aber nicht gefallen. "Es hat nicht funktioniert - das ist alles."  

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zuletzt bearbeitet: 02.02.2020, 09:26 Uhr

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