Australian Open: "Heat Rule" ein klarer Vorteil für die Topspieler
Jannik Sinner wankte an diesem Samstag gehörig und viel am Ende doch nicht. Zu verdanken hat der Südtiroler das der neuen “Heat Rule”, die den Topsspieler vor einem verfrühten Ausscheiden bewahrt hat. Und das ist auch gut so.
von Daniel Hofmann
zuletzt bearbeitet:
24.01.2026, 15:01 Uhr

Die „Heat Rule“ soll die Spieler bei extremen Wetterbedingungen schützen. Sind die Kriterien erfüllt, so werden endlich Matches unterbrochen und auf den großen Courts die Dächer geschlossen. Jannik Sinner schein in seinem Duell gegen Eliot Spizzirri sichtlich gezeichnet von den äußeren Bedingungen und profitierte am Ende deutlich von der neuen Regel.
Denn nach der Pause und den „verbesserten“ Bedingungen war von Krämpfen und körperlichen Beschwerden beim Südtiroler nicht mehr viel zu sehen. Jannik Sinner zog stattdessen das Tempo an und siegte am Ende souverän. Der Vorteil der Regel lag also deutlich beim Weltranglistenzweiten.
“Topspielerschtuz” gegen frühes Ausscheiden
Und das ergibt bei genauer Betrachtung auch Sinn. Denn die Topspieler, die mit größerem spielerischen Vermögen daherkommen, verlieren durch äußerliche Beeinträchtigungen ihren klaren Vorteil. Die “Heat Rule” kann also als eine Art “Topspielerschutz” angesehen werden. Vor allem in den ersten Tagen eines Grand Slams.
Doch das ist auch gut so, denn das Ziel des Wettbewerbs ist nach wie vor, dass sich der an diesem Tag sportlich bessere Spieler durchsetzt. Ein Ausscheiden Jannik Sinners in der dritten Runde durch zu starke Hitze wäre tragisch gewesen, und hätte nicht seinen spielerischen Fähigkeiten entsprochen. Die neue Regel ist also eine gute Idee der Veranstalter.
